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Oberhavel Cappuccinos in Zehdenick
Lokales Oberhavel Cappuccinos in Zehdenick
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00:44 19.07.2015
Voller Einsatz: Die Cappuccinos spielten 30 Minuten Schlager. Quelle: Cindy Lüderitz
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Zehdenick

Zwischen Fischtheke und Gemüseauslage gaben die Cappuccinos am Donnerstag in Zehdenick ein Minikonzert. Ihr zweites in dieser Saison. Letztes Mal noch bei Dauerregen, diesmal mit Sonnenschein und Schunkelreihe. 30 Minuten spielte das aus Funk und Fernsehen bekannte Schlager-Trio. „Ich habe erst gedacht, das sind Doubles“, sagte Roswitha Wasmund, die extra auf den Wochenmarkt geeilt war, um den Auftritt zu erleben. „Sonntag waren sie ja erst im Fernsehen. Toll, dass sie jetzt hier sind.“

Berührungsängste darf man nicht haben

Berührungsängste, sagte Sänger Peter Brückner, dürfe man als Künstler generell nicht haben. Auf einem Wochenmarkt schon gar nicht. Nur eine Armlänge und das Publikum ist ran. Mario Koslowski kam noch näher. Nach dem zweiten Lied schob sich der Zehdenicker auf die improvisierte Bühne und griff Peter erst um die Schulter, dann nach dessen Mikrofon. Da verkündete er dann, dass er jetzt zum Standesamt eilen wird, um die Hochzeit mit seiner Renate vorzubereiten. Termin sei der 28. August. „Mit Kutsche und so. Das passt doch zu den Cappuccinos. Wünscht mir Glück“, rief er den Zehdenickern noch zu. Die Sänger der Boygroup blieben gelassen und machten weiter im Programm: „Arme hoch!“

50 zumeist weibliche Zuhörer waren ganz nah dran. Quelle: Cindy Lüderitz

Malerin Christa Schwandrau aus Remscheid konnte ihr Glück kaum fassen. „Dass ich die Cappuccinos hier treffe, wie irre ist das denn.“ Letzte Woche war die Band bei ihr zu Hause im Rheinland unterwegs. „Aber da konnte ich nicht.“ Jetzt macht sie Urlaub in der Uckermark und schwups ist das Trio auch da. „Ist das eine tolle Geschichte“, schwärmte die Frau. „Und was habt ihr das hier schön, schreib das mal ruhig.“

Zwei Lieder und ein Autogramm

Roswitha Wasmund summte jedes Lied mit. „Ich liebe Holländer“, sagte sie. Keine Frage, dass sie sich da auch für das deutsch-niederländische Trio begeistern kann. Die smarten Schlagersänger haben Freunde in der Havelstadt. 50 Zuhörer, zumeist weiblich, hatten sich am Donnerstag zu einer kleinen Fantraube gereiht. Inge und Waltraud hatten es gerade noch rechtzeitig geschafft, bevor das Konzert zu Ende war. „Zwei Lieder und ein Autogramm. Wir sind zufrieden“, sagt Inge.

Auch für Karin Juhre hatte sich die Ausfahrt gelohnt. Sie war am Morgen extra mit dem Zug aus Berlin gekommen, um die Cappuccinos live zu erleben und ein Foto mit den Dreien zu machen. „Ich findet toll, dass sie auf Wochenmärkten spielen und wenn ich es schaffe, bin ich heute Abend auch in Brandenburg dabei“. Die Buga-Stadt war am Donnerstag die zweite Station der Tour.

„Wir sind einfach dichter bei den Leuten, wenn wir auf Märkten spielen“, so Sänger Peter Brückner. Auf Tuchfühlung mit dem Publikum ließen sich auch Menschen erreichen, die die Musik bislang nicht kannten. Die Tour sei für alle in der Band eine völlig neue Erfahrung – „mit Kaffeeklatschatmosphäre“, so Peter. Der Obsthändler mit dem Rocker-Shirt hörte mit einem Ohr hin. „Nicht meine Musik, aber hörbar“, meinte er.

Von Cindy Lüderitz

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