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Oberhavel Ein Korb voller Brotkarten
Lokales Oberhavel Ein Korb voller Brotkarten
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12:57 06.06.2014
Karl-Dietmar Plentz übergab aus der „Brotaktion“ die ersten 400 Euro an den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Ronny Schmidt (r.). Quelle: Enrioco Kugler
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Oranienburg

Mit der Brotkarte sparen und Gutes tun, das war die Idee von Karl-Dietmar Plentz. Am 12. Dezember letzten Jahres hatte er sie vorgestellt. Danach bekommt, wer neun Brote in seinen Filialen kauft, das zehnte gratis – und spendet, wenn er die gestempelte Karte abgibt, zehn Cent an die Oranienburger Bürgerstiftung. Und die Idee bringt Cent für Cent Erfolg und spült Geld in die Kasse der Bürgerstiftung. Einen symbolischen Scheck über die ersten 400 Euro übergab der Bäckermeister aus Schwante am Donnerstag an den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Ronny Schmidt.

10000 Brotkarten hatte Plentz drucken lassen. Sie sind fast alle. Und bis zum Donnerstag waren die ersten 3980 zurückgekommen. Wer wollte, konnte darauf Name und Anschrift angeben. 200 haben es getan. Unter ihnen und denen, die ihre Karte noch mit Namen abgeben, werden am 6. August fünf mal zwei Freikarten für das nächste Benefizkonzert der Bürgerstiftung am 21. September mit der „Oranienburger Schlossmusik“ in der Orangerie verlost.

Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz ist selbst Stiftungsmitglied der Bürgerstiftung, die im März letzten Jahres aus der Taufe gehoben worden war (MAZ berichtete). „Es tut gut, dazuzugehören. Es ist ein Netzwerk von Menschen, denen es wichtig ist, von ihrem Überfluss etwas azugeben im Interesse der Stadt.“ Die Mitgliedschaft in diesem Netzwerk bedeute für „jeden Einzelnen ein Zugewinn. Hier kommt die Bürgerschaft zusammen, die Verantwortung tragen möchte“, so Plentz.

Bisher vereint die Oranienburger Bürgerstiftung 76 Stiftungsmitglieder, die insgesamt 63000 Euro an Kapital eingebracht haben. „Aber wir brauchen mehr“, so Vorstandsvorsitzender Ronny Schmidt, „um mehr Projekte in der Stadt unterstützen zu können“. Eines davon ist das Projekt „Kinderträume“, die die Stiftung erfüllen hilft. „Dabei sind Kinderträume ganz unterschiedlich.“ Nicht selten sei auch eine Leidensgeschichte damit verbunden. So könne zum Beispiel geholfen werden, wenn der Musikschulbesuch eines Kinders aus finanzieller Not der Familie plötzlich nicht mehr finanzierbar ist, nennt Schmidt ein Beispiel. Zwar konnte die Stiftung im ersten Geschäftsjahr auch rund 11000 Euro an Spenden einwerben, „doch eine Stiftung lebt vom angelegten Kapital“, auch wenn der Zugewinn angesichts des derzeitigen Zinsniveaus überschaubar bleibe, so der Banker.

Das Benefizkonzert im vergangen Jahr brachte 1500 Euro ein, die Spendenaktion von Bürgerstiftung und MAZ für die „Bombenopfer“ von Lehnitz summa summarum 4000 Euro.

Information: Bürgerstiftung: schmidtronny@web.de.

Von Heike Bergt

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