Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Chor: Seit zehn Jahren singen die Amseln
Lokales Oberhavel Chor: Seit zehn Jahren singen die Amseln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:14 18.10.2017
Der Auftritt kam gut an: Die Vehlefanzer Amseln am Sonnabend beim großen Treffen der Oberhavel-Seniorenchöre. Quelle: Robert Tiesler
Anzeige
Vehlefanz

Für die Vehlefanzer Amseln ist es ein besonderes Jahr. Der Chor feiert das zehnte Jubiläum seines Bestehens. Die Gründung 2007 war allerdings fast schon ein Zufall. „Wir sind quasi ins kalte Wasser geschubst worden“, sagt Manuela Gerke, die seit Anfang an die Leiterin der Gruppe ist. „Im Heimatverein haben sich alle gefragt: Warum singen wir eigentlich nicht mehr?“ Früher sei immer gesungen worden, dann plötzlich nicht mehr.

Der damalige Vereinschef Helmut Schönberg kümmerte sich um das „Problem“, und mit Manuela Gerke war auch schnell eine Chorleiterin gefunden. „Ich hatte davor schon mal im Kirchenchor gesungen“, sagt sie über ihre eigenen Erfahrungen. „Ein Jäger aus Kurpfalz“ sang der Chor beim ersten Auftritt, unter freiem Himmel in Vehlefanz – bei ziemlich schlechtem Wetter, wie sich Manuela Gerke erinnert.

Chorleiterin Manuela Gerke hat Spaß an ihrer Aufgabe. Quelle: Robert Tiesler

Heute hat der Chor 34 Mitglieder, davon sind sieben Männer. „Wir sind momentan nicht wirklich auf der Suche“, sagt die Chorleiterin. Was aber nicht daran liege, dass man keine neuen Leute haben wolle. „Die Menschen kommen einfach zu uns.“ Immer wieder stoßen neue Mitglieder dazu – vor allem durch Bekanntschaften und Mundpropaganda. Immer mittwochs um 17 Uhr finden die Proben statt. Weil die Vehlefanzer Kita derzeit das Stamm-„Haus der Generationen“ nutzt, finden die Treffen in der Alten Schule in Bärenklau statt.

„Wir haben gute 100 Lieder drauf“, sagt Chormitglied Helga Müller-Schwartz. Sie stehen alle in einem großen dicken Ordner. Volkslieder und Schlager sind dabei – aber auch Spaßlieder wie Jürgen von der Lippes Song über die „Saunafreunde Aufguss 09“, mit dem der Chor am Wochenende seinen Auftritt beim Vehlefanzer Chortreffen eröffnete. Zehn bis zwölf Auftritte haben die Amseln pro Jahr. „Wir sind schon recht etabliert“, sagt Manuela Gerke. Die Arbeit mit den singenden Amseln macht ihr sichtlich Spaß, wenn sie beim Auftritt vorn steht, dann hängt sie sich richtig rein. Das kommt gut an. „Sie ist ein Phänomen“, sagt Carola Karkosch, die „seit fast Anfang an“ dabei ist, wie sie sagt. „Ich brauche den Chor für meine Seele“ erzählt sie. Das Singen baut sie auf. „Mein höchstpersönlicher Termin in der Woche.“

Der Chor beim Auftritt am 14. Oktober in Vehlefanz. Quelle: Robert Tiesler

Hubert Gediga gehört seit fünf Jahren zu den Amseln. „Ich habe mich schon immer für das Singen interessiert“, sagt er. Er findet spannend, dass dafür Menschen zusammenkommen und „dass man auch verschiedene Sichtweisen kennenlernt.“ Momentan gibt es die Überlegung, ob der Chor im kommenden Jahr einen Ausflug nach Kotun, in die polnische Partnergemeinde von Oberkrämer, unternimmt.

Von Robert Tiesler

Die Kreuzung Lehnitzstraße/Ecke Saarlandstraße ist eine Großbaustelle. Und bis Ende November müssen sich alle Autofahrer darauf einstellen, dass sich daran nichts ändert. Warum das so ist und weshalb noch eine weitere Baugrube an der Saarlandstraße entstanden ist, hat die MAZ hinterfragt.

17.10.2017

Das Sturmtief „Xavier“ beschäftigt immer noch die Oranienburger. Jeden Tag gehen weitere Schadensmeldungen bei der Stadt ein. Im Schlosspark gehen die Aufräumarbeiten gut voran. Der historische Teil bleibt noch gesperrt. Doch alle anderen Bereiche können die Besucher nutzen. Anders sieht es auf der Pferdeinsel aus.

17.10.2017

Jörg Haid und Susen Straßburg sind auf den Rollstuhl angewiesen. Und ihr Auto. Sie wohnen in der Bernauer Straße und haben jeweils einen personengebundenen Parkplatz in der Liebigstraße. Doch manchem ist das egal, sie parken dort trotzdem. Und beschimpfen die Oranienburger auch noch rüde.

20.10.2017
Anzeige