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Oberhavel Christen bereiten Weltgebetstag vor
Lokales Oberhavel Christen bereiten Weltgebetstag vor
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23:33 26.02.2018
Vorbereitung auf den Weltgebetstag im evangelischen Gemeindehaus Gransee. Quelle: Martina Burghardt
Gransee

Eine karierte Tischdecke, eine Häkelstola, ein Fächer, eine Orchideenblüte - diese und einige andere Requisiten werden für den Weltgebetstag am 2. März in der katholischen Kirche Gransee gebraucht. Sie stehen symbolisch für die verschiedenen Volksgruppen in Surinam. Um mehr über das südamerikanische Land zu erfahren und zur Vorbereitung des Weltgebetstages nahmen am Montagabend überwiegend Frauen an den bunt gedeckten Tischen im evangelischen Gemeindehaus Gransee Platz.

Katechetin Susanne Meißner präsentierte Wissenswertes über Surinam. Quelle: Martina Burghardt

Katechetin Susanne Meißner hatte sich für diesen Länderabend einiges einfallen lassen, um Geschichte und Gegenwart, vor allem jedoch das Leben der Frauen in Surinam lebendig darzustellen. So berichtete sie zur Einstimmung auf das Thema, selbst in eine holländisch anmutende Tracht gekleidet, über die deutsche Naturforscherin und Künstlerin Maria Sybilla Merian, die im 17. Jahrhundert eine Forschungsreise in die niederländische Kolonie unternahm und ihre Erkenntnisse in einem Buch festhielt. Die Natur des Landes, das zu 80 Prozent aus Regenwald besteht, bestimmt nach wie vor das Leben der Menschen in Surinam, die sich selbst als Moksi bezeichnen – das bedeutet „Mischmasch“ aus verschiedenen Ethnien und „gemeinsam“ für das Miteinander.

Mehrere Völker mit Wurzeln auf verschiedenen Kontinenten

Um Vielfalt geht es auch hauptsächlich bei diesem von den Frauen in Surinam vorbereiteten Weltgebetstag. Die Frauen in Gransee wissen nun mehr über die Muyinga, die Buren, die Kreolen, die Maroons und die anderen Völker, die ihre Wurzeln auf verschiedenen Kontinenten haben und nach wie vor ihre Kulturen pflegen.

Einige Namen und Begriffe gehen allerdings noch schwer von den Lippen, ebenso Rhythmus und Texte der Lieder, die für den Gottesdienst am Weltgebetstag zusammengestellt wurden. Gut, dass es am Montag Gelegenheit zum Üben gab. Kantor Robert Bauer, der seitmehr als einem Jahr in der Kirchengemeinde tätig ist, gab am Klavier gekonnt den Ton an. War auch der Gesang noch etwas zurückhaltend – es war ja „nur“ die Generalprobe für den 2. März.

„A heri gron tapu di Gado meki bun doro, doro“ bedeutet „Seht, alles, was Gott gemacht hat, ist wunderbar, ja sehr gut.“ Das Lied steht für das Motto des diesjährigen Weltgebetstages „Gottes Schöpfung ist sehr gut“.

Probleme sind nicht so weit entfernt wie das Land

Die Dankbarkeit für die wunderbare Schöpfung Gottes bedeutet für die Gläubigen auch, sich für ihren Schutz einzusetzen. In dem Vortrag von Susanne Meißner kamen durchaus die Probleme zur Sprache, mit denen Surinam zu kämpfen hat und die gar nicht so weit entfernt sind: Für Alufolie wurde lange Zeit Bauxit abgebaut, wertvolle Tropenhölzer werden zur Papierproduktion benutzt. Für das Goldwaschen verwenden die Einheimischen Quecksilber. Brandrodung für Ackerland und das Abholzen der Mangroven sind an der Tagesordnung.

„Wir stecken alle mit drin“, sagte Susanne Meißner. „Es gibt keine Entschuldigung dafür.“ Aber Arbeitsplätze sind rar, eine gute Ausbildung nur wenigen möglich, weil die Hauptverkehrswege durch das Land lediglich die großen Flüsse sind. Schon deshalb lebt die Hälfte der Bevölkerung Surinams in der Hauptstadt Paramaribo. Die gemeinsame Sorge für die Schöpfung wird deshalb am Weltgebetstag im Mittelpunkt stehen, auch in Gransee.

Gransee

Der Weltgebetstag wird jedes Jahr von christlichen Frauen aus einem anderen Land vorbereitet. Auch Männer sind willkommen.

In mehr als 120 Ländern wird der Gottesdienst am ersten Freitag im März gefeiert.

Mit der Kollekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden drei surinamesische Organisationen bei ihren sozialen Projekten, unter andern in der Jugendarbeit, unterstützt.

Von Martina Burghardt

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