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Comeniusschule nimmt Gestalt an

Politiker auf Baustellentour in Oranienburg Comeniusschule nimmt Gestalt an

Auf der größten Baustelle von Oranienburg hat sich viel getan. Der Rohbau der Comeniusschule ist so gut wie fertig. Langsam lässt sich erahnen wie die Gebäude einmal aussehen. Ganz ohne einen leichten Bauverzug geht es auch bei dem 17 Millionen Euro schweren Projekt nicht ab. Architekt und Bauleiter sehen den Eröffnungstermin aber nicht gefährdet.

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Vor der Kulisse der künftigen Turnhalle ließen sich die Besucher der Baustelle die Pläne erläutern.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. An der Jenaer Straße 5 gibt es inzwischen ordentlich etwas zu sehen. Die neue Comeniusgrundschule nimmt Gestalt an. Am Dienstagabend machten sich die Mitglieder des Bauausschusses und des Bildungsausschusses ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten. Baustadtrat Frank Oltersdorf hatte zur ersten Besichtigung der größten Baustelle der Stadt eingeladen. Die Führung durch den Rohbau überließ er Bauleiter Burkhard Blazek. Zusätzliche Erklärungen übernahm später Architekt Robert Specht.

Architekt Robert Specht (l) und Bauleiter Bernhard Blazek

Architekt Robert Specht (l.) und Bauleiter Bernhard Blazek.

Quelle: Enrico Kugler

Blazek führte die Besucherschar zunächst in den Westflügel des L-förmigen Schulgebäudes. „Hier ist der Rohbau fast fertig.“ Erdgeschoss, erstes und zweites Obergeschoss stehen. Am Nordflügel wird noch am ersten Obergeschoss gebaut. Demnächst werden die Decken eingezogen, um mit dem zweiten Obergeschoss zu beginnen.

Im Erdgeschoss des Westflügels konnten sich die Besucher ein Bild von den künftigen Klassenräumen machen. Hohe Fenster sollen für genügend Licht sorgen. „Wir haben ganz bewusst auf eine Klimaanlage oder zusätzliche Lüftung verzichtet“, sagte der Architekt. Die Kinder sollen das in Eigenverantwortung übernehmen. „So wie früher werden dann nach dem Unterricht die Fenster aufgerissen,“ erzählte der Architekt. Die Fenster selbst bekommen einen Sonnenschutz, sind dreifach verglast, einfach zu handhaben, innen weiß und außen anthrazit. An die großzügigen Klassenzimmer schließen sich jeweils ein Teilungsraum und eine Garderobe an. Wegen der Akustik werden die Decken abgehangen.

Dort wo West- und Nordflügel zusammen treffen, wird die Schulleitung ihre Büros beziehen. Glastüren sollen für Transparenz sorgen. Den Haupteingang bildet ein lichtdurchflutetes Foyer mit Treppenhaus und gläsernem Fahrstuhl. „Hier brauchen wir noch ein bisschen Fantasie“, gestand der Bauleiter den Besuchern zu. Außer blanke Mauern und ein Wald von Stützen ist noch nicht viel zu sehen. Im Erdgeschoss des Nordflügels liegen die Horträume. Darüber sollen die naturwissenschaftlichen Kabinette eingerichtet werden.

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Das L-förmige Schulgebäude an der Jenaer Straße 5 ist im Rohbau fast fertig. Baustadtrat Frank Oltersdorf hatte die Mitglieder Fachausschüsse zum ersten Mal zu einem Rundgang auf die Baustelle eingeladen. Noch holten sich die Besucher staubige Schuhe, als sie durch künftige Klassenzimmer und Horträume stiefelten.

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Von der Turnhalle stehen im Moment die Stützträger und Dachbinder. Im Obergeschoss der Halle wird die Aula eingerichtet, darunter liegen Umkleide- und Technikräume.

„Die Farbgestaltung der gesamten Fassade wird sehr fröhlich“, sagte Architekt Robert Specht. Drei Farben dominieren: Das Orange für Oranienburg, grün und gelb für Comenius. Ein Farbband zieht sich über den gesamten Bau. Der Giebel des Westflügels wird besonders gestaltet. Dort fügen sich die Farbbalken zu Büchern zusammen, zwischen denen sich Strichmännchen bewegen. Aus 20 Vorschlägen war dieser ausgewählt worden.

Auch in den Räumen finden sich die drei Farben wieder. Zum Beispiel bei den Fußbodenbelägen. Im Erdgeschoss tragen sie eine erdig-orange Farbe. Im ersten Obergeschoss ist eine Grünton, der an Pflanzen erinnert. Und im zweiten Obergeschoss dominieren gelbe Fußboden, die die Sonne signalisieren.

„Beim Rohbau haben wir leichte Verzögerungen“, sagte Bauleiter Bernhard Blazek. Bis zum 10. August soll das gesamte Schulgebäude im Rohbau fertig sein. „“Am 28. August wollen wir die Sporthalle fertig haben.“ Derzeit werden die ersten Fenster eingebaut. Die Techniker, Elektriker und Sanitärfachleute sind schon zu Gange. Man habe vielen wirtschaftlichen Zwängen unterlegen, um den Endpreis und die Bauzeit einzuhalten. „Aber die Schule wird rechtzeitig fertig“, versicherte Bernhard Blazek.

Das Comenius-Projekt

Die derzeit größte Baustelle der Stadt Oranienburg ist der Neubau der Comeniusschule in der Jenaer Straße 5. Die Baukosten werden mit 17,34 Millionen Euro beziffert.

Bauleiter ist Bernhard Blazek. Als Architekt arbeitet Robert Specht.

Bis zum 10. August dieses Jahres soll das gesamte Schulgebäude im Rohbau fertig sein. Bis zum 28. August ist geplant, die Sporthalle fertig zu haben.

Bei der Fassadengestaltung dominieren die Farben Orange, Grün und Gelb. Ein Farbband zieht sich über den gesamten Bau. Der Giebel des Westflügels wird besonders gestaltet. Dort fügen sich die Farbbalken zu Büchern zusammen, zwischen denen sich Strichmännchen bewegen.

Baustart für die Comeniusgrundschule war am 6. Oktober 2014. Die Grundsteinlegung wurde am 30. Januar diesen Jahres gefeiert.

Bis Ende Juni 2016 sollen Schulgebäude, Turnhalle und die Außenanlagen fertig sein. Mit der Einschulung wird die neue Grundschule eröffnet.

Von Andrea Kathert

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