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Zeitreise zurück in die DDR Da werden Erinnerungen wach

Von Konsummarken und Zigarettenschachteln über DDR-Mode und Uniformen bis hin zum Trabbi und Wartburg reichte die Palette der Exponate am Wochenende in Neulöwenberg. Im ehemaligen Umformerwerk der Deutschen Reichsbahn konnten Besucher eine Zeitreise zurück in die DDR unternehmen.

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Einklaufen in der DDR hieß in erster Linie, in die HO oder den Konsum zu gehen.

Quelle: Bert Wittke

Neulöwenberg. „Ach, ja!“ Dieses kurze Ausruf, war am Sonnabend im ehemaligen Umformerwerk der Reichsbahn in Neulöwenberg an allen Ecken und Enden zu hören. Kein Wunder! Bei den zahlreichen Ausstellungsstücken, die vom Alltag in der ehemaligen DDR künden, erkannten viele Besucher quasi im Sekundentakt Dinge wieder, die sich auch in ihren Haushalten befanden beziehungsweise die sie heute immer noch besitzen. „Damit sind wir aufgewachsen. Das hat uns geprägt“, sagen Brigitte (67) und Manfred Oecknick (71) nicht ohne einen Schuss Stolz in der Stimme und fügen dann hinzu: „Wir haben noch eine ganze Menge davon und vieles benutzen wir sogar noch.“

Und dann zählt das Paar aus Hennigsdorf auf: Metallbaukästen, Tonbandgeräte, Mopeds (Schwalbe, Star und SR 2). „Unser alter DDR-Rasenmäher ist so schön leise. Damit kann man sogar am Sonntag mähen“, erzählt Brigitte. „Auf meinen alten Tonbandgeräten läuft noch immer die Musik, die wir auch damals gehört haben“, fügt Manfred hinzu, der einst aus Mecklenburg-Vorpommern ins Brandenburgische kam. „Und seit 1964“, versichern die beiden bei der Verabschiedung, „lesen wir ununterbrochen die MAZ, also früher Märkische Volksstimme.“

Literatur aus der DDR-Zeiten und ein altes Exemplar der „Märkischen Volksstimme“

Literatur aus der DDR-Zeiten und ein altes Exemplar der „Märkischen Volksstimme“.

Quelle: Bert Wittke

„Viele Sachen erkennt man wieder“, meint auch Bärbel Gabriel aus Hoppenrade, die gerade vor einem großen Regal mit Autos und Puppen steht. „Mit vielen Sachen davon haben wir als Kinder selbst gespielt. Schon eine knappe Stunde nach Beginn der Zeitreise durch die DDR-Vergangenheit, haben sich weit mehr als 100 Besucher mittels weißer Kreidestriche auf einer kleinen Tafel als Besucher der Ausstellung registriert. Vor dem Betreten der Räume mit den Exponaten, die von Konsummarken und Zigarettenschachteln über DDR-Mode und Uniformen bis hin zu Trabbi und Wartburg reicht, müssen die Besucher allerdings an Klaus Hannemann aus Borgsdorf und Frank Broßwick aus Grieben vorbei.

Die Staatsmacht wacht mit vereinten Kräften über Ordnung und Sicherheit auf dem Ausstellungsgelände

Die Staatsmacht wacht mit vereinten Kräften über Ordnung und Sicherheit auf dem Ausstellungsgelände.

Quelle: Bert Wittke

Der erste trägt die Uniform eines ABV (Abschnittsbevollmächtigten), der andere ist als Soldaten der NVA (Nationalen Volksarmee) uniformiert. Beide wachen mit offenen Augen und Ohren darüber, dass sich die Bürger „auf dem Boden der Deutschen Demokratischen Republik so verhalten, dass die öffentliche Ordnung nicht gefährden“.

Der Beginn der zweitägigen DDR-Zeitreise war übrigens gut gewählt: Justament am Sonnabend feierte der kleine Kobold Pittiplatsch, Held vieler in der DDR aufgewachsener Kids, 55. Geburtstag.

Von Bert Wittke

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