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Dackel-Diskussion erhitzt die Gemüter

Oberhavel Dackel-Diskussion erhitzt die Gemüter

Vor einer Woche trat in Hohen Neuendorf ein 33-jähriger Mann einen betagten kleinen Vierbeiner tot – dieser hatte zuvor mehrmals zugebissen. Der Vorfall sorgte für rege Diskussionen unter den MAZ-Lesern.

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Um den Vorfall mit tödlichem Ausgang für den Dackel in Hohen Neuendorf entbrannte eine rege Diskussion unter den MAZ-Lesern.

Quelle: Dpa

Oberhavel. Nach dem Tod eines Dackel-Terrier-Mischlings in Hohen Neuendorf in der vergangenen Woche (Dienstag, 5. September) gehen die Meinungen der MAZ-Leser weit auseinander. Nach einer Auseinandersetzung samt Beißattacke war der Hund von dem 33-jährigen Gebissenen totgetreten worden. Mann und Hundebesitzer waren zuvor in einen Disput geraten. Der betagte, kränkliche Hund biss mehrfach zu, woraufhin der 33-Jährige nach ihm trat. Das Tier verendete aufgrund der dabei erlittenen Verletzungen wenig später.

Auf der Facebook-Seite der MAZ entspann sich im Zuge der Berichterstattung eine rege, teils sehr emotional geführte Diskussion, die Meinungen gingen weit auseinander. Ein Teil der Leser äußerte Unverständnis über die Reaktion des Treters: „Unfassbar, seinen Frust an dem Hund auszulassen“, empörte sich Viktoria Degner. „Ein ’echter Mann’ tritt einen kleinen Hund tot. Der hätte ihn sonst aufgefressen“, so Bettina. Andere User wunderten sich: „Um einen Hund zu töten, muss man schon sehr kräftig zutreten. Das geht über die einfache Notwehr hinaus“, so Christin Springer.

Verständnis für den Gebissenen

Der überwiegende Teil der Kommentare äußerten hingegen Verständnis für den Gebissenen. „Trotz alledem muss sich niemand beißen lassen. Dass der Hund gestorben ist, ist nicht schön. Aber hätte der Hund ein Kind gebissen oder wäre es ein großer Hund, würde niemand jammern. Hundebesitzer haben ihre Hunde so zu führen, dass niemand zu Schaden kommt“, meinte beispielsweise Sabine Buchholz. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht wüsste, wie ich reagiert hätte. Das war sicherlich keine bewusste Aktion“, schrieb Eric Drescher. Regina M. berichtet: „Ein betagter Hund reagiert manchmal komisch. Ich sehe es an der 14-jährigen, sonst lammfrommen Hündin meiner Nachbarin, die schon fast blind und taub ist und diverse Wehwehchen hat. Sie hat mich neulich einfach so beim Streicheln in die Hand gebissen.Vielleicht habe ich ihr ungewollt wehgetan.“

Mehrere Leser wiesen zudem auf die geltende Leinenpflicht hin. „Dackel sind bekannt dafür, zu beißen. Sie sind in der Beißstatistik weit oben dabei“, so Patrick Maler. Möglicherweise habe der Hundebesitzer versagt. „Wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin, muss ich mich dementsprechend verhalten“, meinte Jana Domaschka.

Unabhängig von der emotionalen Diskussion laufen unterdessen die Untersuchungen der Polizei. Die Beamten hatten noch am Ort des Vorfalls eine Anzeige aufgenommen. Die Ermittlungen werden sich voraussichtlich noch einige Zeit hinziehen.

Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema? Diskutieren Sie mit unter www.facebook.com/MAZOberhavel.

Von Nadine Bieneck

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