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Oberhavel Damit die Kröten sicher über die Straße kommen
Lokales Oberhavel Damit die Kröten sicher über die Straße kommen
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00:51 14.03.2018
Klaus Krüger und Norbert Wilke beim Bau des Krötenzauns. Quelle: Uwe Halling
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Schönermark

Er kennt sich im Naturschutz aus und ist ein wahrer Profi in Sachen Zaunschutzbau für Amphibien: Norbert Wilke, Vorsitzender der Grünen Liga Oberhavel. Kein Wunder, denn mit der Maßnahme am Sonnabend hinter Schönermark entstand sein nunmehr 18. Projekt.

Aber warum brauchen Amphibien überhaupt so eine Abgrenzung? „Die Kröten versuchen erfahrungsgemäß genau an dieser Stelle die Straße zu überqueren, um auf dem gegenüberliegenden Feld abzulaichen“, erklärte Norbert Wilke. Die Kellersche Chaussee ist als viel befahrene Straße eine große Gefahr für die Tiere und lässt ihnen zumeist keine Chance, lebendig auf die andere Seite zu gelangen. Den Reiseweg der Kröten hatte Klaus Krüger aus Keller entdeckt. Seine Beobachtungen gab er direkt an Wilke weiter. Gemeinsam mit Tochter Sylvia unterstützt Krüger nun den Verein und weitere Helfer dabei, die Kröten vor dem sicheren Tod zu bewahren.

Bevor die Truppe um Wilke am Sonnabend richtig loslegen konnte, war die Granseer Firma für Garten- und Landschaftsbau aus Schönberg schon im Einsatz. Um den mobilen Zaun richtig einstecken zu können, musste erst der Boden abgetragen werden. Gegen neun Uhr war es dann so weit – die insgesamt zehn Naturschützer setzten die Teilstücke des mobilen Zaunes zusammen und steckten die Abgrenzung für die Amphibien fest in die Erde. Die Eimer, die unmittelbar vor den Schutzzäunen in die Erde eingegraben werden, fangen die Frösche und Kröten auf. Die tägliche Kontrolle der sogenannten Sammelstellen wird für die Kröten in den kommenden Wochen eine entscheidende Rolle spielen.

Die Kröten müssen sicher über die Straße gebracht werden. Um das alles stemmen zu können, ist Norbert Wilke auf Unterstützung und Hilfe angewiesen. Doch die Einsatzbereitschaft hat in den letzten Jahren abgenommen. Deshalb sieht Wilke besorgt in die Zukunft. Der Vorsitzende der Grünen Liga sucht dringend mehr Helfer, die beispielsweise jeden Tag die Eimer kontrollieren und die Tiere auf die andere Straßenseite tragen. Geholfen hatten in der Vergangenheit sogar schon vielfach die Mitglieder der THW- Ortsgruppe Gransee. Wilke hat aber nicht vor aufzugeben.

Außerdem muss die mobile Zaunanlage nach der Laichzeit wieder abgebaut werden. „Ich hätte lieber einen festen Zaun – so, wie in dem Gebiet um Altglobsow“, gab Wilke zu. Gespräche mit dem zuständigen Amt für Landesstraßenwesen hätten aber ergeben, dass das nur in Verbindung mit dem Bau eines neuen Straßenabschnittes möglich sei. Die Anstrengungen der Grünen Liga wurden nach getaner Arbeit belohnt, mit einem herzhaften Mittagessen in der Landfleischerei Porschke in Schönermark.

Von Anne Stege

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