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Oberhavel Damit die Siebtklässler bleiben können
Lokales Oberhavel Damit die Siebtklässler bleiben können
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14:55 30.09.2016
Die Schüler machen ihren ersten eigenen Honig. Quelle: ENRICO KUGLER
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Oranienburg

Die Kinderschule in Eden verfolgt ihr ganz eigenes Lernprinzip. Die Schüler sollen viel selbstbestimmen, sollen sich frei entwickeln können, ganz nach ihren Fähigkeiten und Neigungen.

2002 wurde die Idee geboren und von Anikke Knackstedt und Andrea Mischke haben sie in die Wirklichkeit umgesetzt. Die beiden Frauen teilen sich die Leitung der Schule. „Die ersten Jahre haben wir das noch ehrenamtlich gemacht“, erzählt Andrea Mischke.

Die Kinderschule in Eden ist eine staatlich anerkannte Grundschule. Und offenbar fühlen sich die Schüler sehr wohl, die Eltern sind zufrieden und selbst äußerst engagiert. „Die großen Schüler fragen uns immer wieder, warum sie nicht bleiben können“, schildert Andrea Mischke. Doch die Grundschule endet eben nach der sechsten Klasse, die Schüler müssen an eine andere Schule wechseln. Aber das könnte sich vielleicht bald ändern. „Wir haben uns schon lange mit dem Thema beschäftigt.“ Jetzt ist es offenbar so weit. Am Donnerstag hat die Kinderschule ihren Antrag auf die Erweiterung um eine gymnasiale Oberstufe im Bildungsministerium in Potsdam abgegeben. Am Freitag endete die Antragsfrist. Wird der Antrag bewilligt, würde aus der Grundschule eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe werden. Die Sache ist gut überlegt. Seit zwei Jahren beschäftigt sich eine Gründungsgruppe ganz intensiv mit dem Thema und hat das pädagogische Konzept bis zur 13. Klasse fortgeschrieben.

Im Schuljahr 2017/18 könnte die Gesamtschule mit einer siebten Klasse starten. „Jahr für Jahr würden wir dann um einen Jahrgang aufstocken“, erklärt Andrea Mischke. Der Plan ist es, dann immer zwei Jahrgänge zusammen zu unterrichten.

„Wir machen das, damit die Schüler auch weiter selbstständig arbeiten, eigene Verantwortung übernehmen wie bisher und damit das nicht alles mit der siebten Klasse endet.“ Die Schüler sind es gewöhnt, ein Mitspracherecht zu haben. Jede Woche tagt der Klassenrat. Auch in der Nachmittagsbeschäftigung können die Kinder selbst entscheiden, was ihnen gerade am meisten Spaß macht, welches Atelier sie wie lange besuchen wollen. Feste Kurse, die die Kinder ein halbes Schuljahr besuchen müssen, gibt es nicht. Dem Theaterspielen haben sich beispielsweise alle 49 Mädchen und Jungen verschrieben.

Mit einer Antwort aus dem Bildungsministerium rechnen die Schulleiterinnen im Mai nächsten Jahres. Sollte die Gesamtschule befürwortet werden, wird mehr Platz gebraucht. Aber auch in diese Richtung ist die Schule aktiv geworden. „Wir haben schon Gespräche mit unserem Vermieter geführt“, erzählt Andrea Mischke. Die Eden Genossenschaft als Vermieter unterstützt die Schulerweiterung. Erste Ideen sind bereits geboren. Da sich auch die Genossenschaft selbst verändern möchte und dabei ist, ein Gebäudekonzept zu entwickeln, würde vielleicht Platz für die Schule im jetzigen Verwaltungsgebäude der Genossenschaft gleich nebenan entstehen.

Was die fünf Lehrer, die vier Nachmittagspädagogen und die Eltern sonst noch für Ideen für die Gesamtschule haben, ist auf einem Info-Abend am 3. November ab 19 Uhr in der Kinderschule zu erfahren. Interessierte sind im Struveweg 500 herzlich willkommen.

Von Andrea Kathert

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