Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Dank und Durchatmen nach dem Regen-Drama

Oberhavel Dank und Durchatmen nach dem Regen-Drama

Mehr als eine Woche lang haben Einsatzkräfte in Oberhavel gegen die Folgen des Starkregens und der Überschwemmungen gekämpft. 1259 Frauen und Männer waren im Einsatz. Im Kreistag Oberhavel sind sie nun für ihren Einsatz gewürdigt worden.

Voriger Artikel
Im Takt der Trommel
Nächster Artikel
Verbaler Schlagabtausch nach dem Kreistag

Stellvertretend für alle Einsatzkräfte erhielt der 13-köpfige Führungsstab den Dank des Kreistages und der Kreisverwaltung.

Quelle: Enrico Kugler

Oberhavel. Landrat Ludger Weskamp und der Kreistagsvorsitzende Karsten Peter Schröder dankten bei der Kreistagssitzung am Mittwochabend den insgesamt 1259 Einsatzkräften, die zur Bewältigung der Starkregenschäden in Oberhavel bisher im Einsatz waren. Im Einzelnen waren das: 13 Mitarbeiter im Führungsstab, 694 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Kreises Oberhavel, 27 Feuerwehrleute aus den Kreisen Barnim und Havelland, 3 Mitarbeiter des Feuerwehr­technischen Zentrums Oberhavel, 17 Einsatzkräfte Schnelleinsatzgruppe Versorgung Oberhavel, 31 Einsatzkräfte Schnelleinsatzgruppe Versorgung Barnim, 474 Helfer des Technischen Hilfswerkes.

„Sie haben einen guten Job gemacht“, resümierte Weskamp. Er erinnerte an die dramatische Situation. Innerhalb weniger Stunden waren am 29./30. Juni im Süden Oberhavels 250 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Wetteraufzeichnungen belegen, dass es einen solchen Regen nur etwa einmal in 100 Jahren gebe, so der Landrat. Normal ist in Oberhavel eine jährliche Niederschlagsmenge von 600 Litern je Quadratmetern. Besonders schwierig sei die Si­tuation in Leegebruch gewesen, da die Gemeinde in einem ehemaligen Sumpfgebiet in einer Senke liegt und das Wasser von allen Seiten in den Ort floss. Noch am Abend des 29. Juni sei der Einsatzführungsstab des Kreises zusammengerufen worden .

Kreisbrandmeister Steffen Ma­lucha erklärte, dass an diesem Abend die Telefon- und die IT-Anlage des Landkreises ausgefallen war und man sich mit Handys und Digitalfunk helfen musste. Alle verfügbaren Einsatzkäfte aus dem weniger betroffenen Norden Oberhavels wurden zur Unterstützung alarmiert. In den ersten Stunden des Starkregens habe die Feuerwehr bereits 400 Einsätze in Oberhavel abgearbeitet, so Malucha. Schnell sei klar geworden, dass das Wasser aus Leegerbuch nur in Richtung Velten abfließen können, weshalb mit dem THW das Pumpsystem zum Hafenbecken Velten aufgebaut wurde. Bis zum 9. Juli sei rund um die Uhr gepumpt worden. Mit sogenannten Big Packs waren außerdem Wassergräben in Germendorf und am nördlichen Ortsrand von Leegebruch geschlossen worden, um die Gemeinde vom Wasser zu entlasten.

Die Kreistagsfraktionen Oberhavels waren sich am Mittwochabend beim Dank an die Einsatzkräfte einig.

Land unter in Leegebruch

Alle Infos zum Hochwasser in Leegebruch gibt es auf unserer Sonderseite: www.MAZ-online.de/leegebruch

Von Heiko Hohenhaus

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg