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Das Autohaus Mühle feiert 125. Jubiläum

Kremmen Das Autohaus Mühle feiert 125. Jubiläum

Am 1. Oktober 1891 eröffnete Friedrich Rührmund in Kremmen eine Stellmacherei. Inzwischen hat sich das Unternehmen in vierter Generation zu einer großen Werkstatt gemausert. Das Autohaus Mühle an der Grabenstraße feiert am Sonnabend das 125. Firmenjubiläum.

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Andreas Mühle (r.) mit seiner Frau Antje. Beiden gehört die GmbH. Sohn Martin wird die Firma wohl mal übernehmen.

Quelle: Robert Tiesler

Kremmen. 125 Jahre. Das ist eine sehr lange Zeit für ein Familienunternehmen. Das Autohaus An-dreas Mühle in Kremmen feiert am Sonnabend dieses doch sehr bemerkenswerte Jubiläum.

„Wir feiern im kleineren Kreis“, sagt der Chef des Hauses, Andreas Mühle. „Es kommen Geschäftspartner, Vertreter, größere Kunden und natürlich Freunde und Familie.“ Es könne auch sein, dass spontan Leute vorbeikommen.

Ein Gründungsdokument gibt es zwar nicht mehr, aber eine Glückwunsch-Urkunde zum 50. Betriebsjubiläum. Sie ist auf den 1. Oktober 1941 datiert.

Friedrich Rührmund war es, der 1891 den Grundstein für das langjährige Unternehmen legte. Er eröffnete damals eine kleine, 36 Quadratmeter große Stellmacherei. Die war damals wichtig für die Landwirtschaft, Stellmacher kümmerten sich um die Holzarbeiten an den damaligen Fahrzeugen, meist waren es Kutschen. Er fertigte Schubkarren an, Achsenwagen, auch Fenster und Türen.

Nachdem Sohn Fritz Rührmund die Firma übernahm, verdoppelte er nach dem Zweiten Weltkrieg die Größe der Werkstatt. Allerdings starb er schon früh mit nur Mitte fünfzig. Per Anzeigen wurde nach einem Nachfolger gesucht. Siegfried Mühle kam aus der Oberlausitz nach Kremmen, übernahm den Betrieb – und heiratete auch gleich noch die jüngste Tochter der Rührmunds.

1964 war die Werkstatt schon 300 Quadratmeter groß, der Übergang vom Holz zum Metall bahnte sich an. 1970 wurde Siegfried Mühle Meister des Karosseriebauerhandwerks. Das erwies sich als zukunftsweisende Entscheidung.

1984 stieg Sohn Andreas Mühle in den Betrieb ein, 1988 machte er seinen Meister. Die Werkstatt wuchs weiter. Inzwischen spielte die Unfallinstandsetzung eine immer größere Rolle, eine Lackiererei kam hinzu, auch ein Verkaufspavillon mit Büroräumen.

Sechs Festangestellte und zwei Lehrlinge arbeiten momentan in der Firma. Bald wird sie sich wieder vergrößern, auf einem Nachbargrundstück könnte bald gebaut werden, ein entsprechender Bauantrag ist gestellt. Dort soll eine neue Mechanikabteilung entstehen. Mit Martin Mühle steht schon die fünfte Generation für das Familienunternehmen bereit. Das zu wissen, ist für Andreas Mühle ein guter Gedanke. „Das ist mein Motor, nur für mich hätte ich die Investitionen der vergangenen Jahre nicht getätigt.“ Dem Unternehmen geht es gut, auf dem Hof herrscht geschäftiges Treiben. „Aber wenn es früher der Kampf um Material war, sind es heute die Auftraggeber, um die man mit ständigen Preisverhandlungen kämpft“, sagt Andreas Mühle. Der Privatkunde dürfe dabei nicht in den Hintergrund geraten, aber es würden große Auftraggeber wie Versicherungen benötigt.

Um immer mit der Technik mithalten zu können, gibt es Schulungen. „Die Technik in den Autos wird immer anspruchsvoller“, sagt Andreas Mühle. Auch das Stichwort Elektroautos beschäftigt ihn, denn dort gibt es weniger Teile zu reparieren. „Die haben zum Beispiel keinen Auspuff.“

Dennoch herrscht auf den Firmengelände in der Kremmener Altstadt große Zuversicht, dass noch weitere Jubiläen gefeiert werden.

Von Robert Tiesler

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