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Das Bürgerzentrum feierte Geburtstag

Leben in Oranienburg Das Bürgerzentrum feierte Geburtstag

Es ist Anlaufstelle für Kinder, Mütter, Familien. Egal ob sie ihre Freizeit dort verbringen oder sich von verschiedenen Institutionen Rat holen, das Haus an der Albert-Buchmann-Straße ist zu einer festen Größe in Oranienburg geworden. Zehn Jahre ist es nun schon her, dass sich dort zum ersten Mal die Türen öffneten.

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Junge Damen von der Theatergruppe „Freaks“ zeigen einen Barocktanz.

Quelle: Fritz Hermann Köser

Oranienburg. Die Bewegungen der Tänzerinnen sind anmutig, die Kostüme eigenartig. Eng, golden-schwarz kariert, sie erinnern so ein wenig an Harlekine. Dazu tragen die Damen historisch anmutende Masken mit Federn.

Es waren Mitglieder der Theatergruppe „Freaks“ vom Oranienburger Creativ-Verein, die vergangenen Sonnabend im gut besuchten Bürgerzentrum auftraten. „Mit dem Barocktanz zeigen wir einen Ausschnitt aus unserem Hauptprogramm“, sagte Daria Sizov.

Anlass für den Auftritt war das zehnjährige Bestehen des Bürgerzentrums, es gab viele Stände und reichlich Unterhaltung. „Es ist ein Fest von Bürgern für Bürger“, sagt Steffen Herrmann, Leiter des Bürgerzentrums und Regine-Hildebrandt-Hauses. So könne man das Zusammengehörigkeitsgefühl der Oranienburger präsentieren und nebenbei auch auf die Angebote der Nutzer des Hauses aufmerksam machen. Er verweist dabei auch auf die breit gefächerten sozialen Beratungsangebote seitens der Stadt Oranienburg, dem Träger des Bürgerzentrums, sowie weitere Organisationen wie der Arbeiterwohlfahrt, denen man die Räume zur Verfügung stelle.

Es war jede Menge los. Das Ensemble „Quelle“ stimmte aus vollen Kehlen schwungvolle Lieder an. Ein zweifach gemischter Chor, bestehend aus Frauen, Männern, Deutschen, Russen. Wenige Meter weiter standen weiß gekleidete Damen und Herren. „Lerne Karate“, fordert das Schild an ihrem Stand auf. „Seit neun Jahren trainieren wir hier“, sagt Pierre Gaffron vom Verein Samurai-Karate. Das Angebot richte sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Während es bei den Älteren um Selbstverteidigung gehe, lernen die ganz Kleinen Motorik und Koordination.

Für die kleine Maja waren die bunten Farben wesentlich interessanter als die Tänzerinnen

Für die kleine Maja waren die bunten Farben wesentlich interessanter als die Tänzerinnen.

Quelle: Fritz Hermann Köser

Die kleine Maja aus Oranienburg beschäftigte sich lieber mit Farben. Geduldig und äußerst konzentriert pinselte sie auf weißem Papier. „Malen mit Tusche kommt bei den Kindern hervorragend an“, sagt Sabine Lüdtke, die diesen Stand betreut. 20 junge Künstler hätten sie bereits beehrt, erzählte sie voller Stolz. Eigentlich arbeitet Sabine Lüdtke bei der örtlichen Touristen-Info. Hinter ihr liegen mehrere Stapel mit Flyern. „Die kann ich den Eltern dann bei der Gelegenheit gleich in die Hand drücken“, erklärte sie.

Majas Mutter Jennifer ist über das Angebot im Bürgerzentrum jedenfalls mehr als erfreut. Zu Hause male ihre Tochter die Möbel immer mit Filzstift an, sagte sie. „Aber hier kann sie sich endlich nach Herzenslust austoben.“

Von Fritz Hermann Köser

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