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Das Drescherfest lebt weiter

Staffelde Das Drescherfest lebt weiter

Das Drescherfest 2016 in Staffelde sollte eigentlich das letzte sein. Helmut Glanzer wollte sich zurückziehen. Es ist erst acht Wochen her, als entschieden wurde, dass es auch 2017 ein Drescherfest gibt – und auch in den nächsten Jahren. Wo das dann aber gefeiert wird, ist noch offen.

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Helmut Glanzer (r.) hatte viele Helfer für das Fest. Gestern schaute auch die bald abtretende Erntekönigin Beata Waschinsky in Staffelde vorbei.

Quelle: Robert Roeske

Staffelde. Eigentlich hieß es im vergangenen Jahr: Das war’s mit dem Drescherfest in Staffelde. Die 20. Auflage sollte zugleich auch die letzte sein. Am Sonntag fand nun die 21. Ausgabe der Veranstaltung an der Tenne im Wolfslaker Weg statt.

Gerade mal acht Wochen ist es her, als beschlossen wurde, dass das Fest fortgesetzt wird. „Es ist ja so: Lassen wir das ein Jahr ausfallen, dann ist es gestorben“, erzählte Helmut Glanzer am Sonntag. Er war es, der das Drescherfest 1997 aus der Taufe gehoben hatte. Im nächsten Jahr feiert er seinen 70. Geburtstag, „und ich will ja noch mein Rentnerleben genießen.“ Deshalb möchte er seine Gaststätte in Staffelde bald aufgeben, er sucht einen Nachfolger. „Aber da haben wir keinen Druck.“

Gruppenbild an der alten Dreschmaschine

Gruppenbild an der alten Dreschmaschine.

Quelle: Robert Roeske

Dass nun aber so kurzfristig doch ein weiteres Fest ausgerichtet wurde, hat dann aber doch für ein wenig mehr Druck bei den Glanzers gesorgt. „Normalerweise kriegt man das nicht so schnell hin“, sagte Helmut Glanzer. Aber seine Familie und Freunde halfen dabei, dass das Fest im Dorf stattfinden konnte. Dabei erwies sich auch die Ernte des Getreides für die Vorführung der alten Dreschmaschine als schwierig – wegen des schlechten Wetters. „Das war nicht so einfach, weil alles feucht war.“ Danach lag Glanzer erst mal ein paar Tage mit einer dicken Erkältung flach.

Fest steht nun aber, dass das Drescherfest einmal im Jahr – immer am zweiten August-Sonntag – fortgeführt wird. „Wir haben entschieden, dass es weiter gehen wird“, sagte Staffeldes Ortsvorsteher Heino Hornemann am Sonntag. Nun müsse nur überlegt werden, wo es künftig stattfinden könne. Ideen gebe es bereits, aber konkreter werden wollen man erst im kommenden Jahr.

Fest unterm Nussbaum

Fest unterm Nussbaum.

Quelle: Robert Roeske

Das Fest am Sonntag war einmal mehr gut besucht. Melitta und Gerd Zimmermann aus Seeburg (Havelland) legten auf der Fahrt von Kremmen nach Hause einen Zwischenstopp in Staffelde ein. „Wir waren vorher im Scheunenviertel und haben das Schild gesehen“, erzählte Melitta Zimmermann. „Auf dem Dorf werden ja meist die besten Feste gefeiert“, ergänzte ihr Mann. Ein großes Lob hatten sie auch für die Kremmener Erntekönigin parat, die sich in Staffelde präsentierte: „Eine sehr hübsche junge Frau“, sagte die Besucherin aus Seeburg. Zu diesem Zeitpunkt posierte Anja Mink oben auf der Dreschmaschine und ließ sich von Andrea Busse, der Chefin des Erntefestkomitee, ins Bild setzen. „Wir wünschen uns, dass das Fest erhalten bleibt“, sagte Andrea Busse. „Es wird gut angenommen und man sieht ja auch, dass viele Kremmener ebenfalls hierher kommen. Das ist eine Wertschätzung für den Ortsteil.“ Ab dem kommenden Jahr könnte dann durchaus auch wieder die Vorstellung der neuen Erntekönigin beim Drescherfest in Staffelde über die Bühne gehen.

Von Robert Tiesler

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