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Das Erdgeschoss ist schon entkernt

Ziel-Center wird umgebaut Das Erdgeschoss ist schon entkernt

Die Umbauarbeiten im und am 20 Jahre alten Ziel-Center auf dem Hennigsdorfer Postplatz sind in vollem Gange. Das Erdgeschoss ist schon entkernt, nur die 44 Stützpfeiler sind übrig geblieben. Sie finden Wiederverwendung, wobei ein Patent aus der Schweiz angewendet wird. In der obersten Etage des Centers soll Freizeitebene entstehen.

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Center-Managerin Birgit Kliem mit Oberpolier Marko Epperlein im entkernten Ziel-Center.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Die Einkaufsstraße im Ziel-Center ist nur noch an den Fliesen zu erkennen. „Die Shops sind inzwischen schon alle abgerissen“, erklärt Center-Managerin Birgit Kliem beim Rundgang über die Baustelle. Das Erdgeschoss haben die Arbeiter - rund 40 sind derzeit auf der Baustelle - komplett entkernt, es ist nun eine 4500 Quadratmeter große Betonwüste. Stehengeblieben sind nur die 44 Stützpfeiler, die derzeit mit einer Stahlummantelung verstärkt werden. Ein Patent aus der Schweiz, das zum ersten Mal in Deutschland angewendet wird. „Die Säulen nehmen dadurch nicht mehr Platz weg, aber sie werden wesentlich tragfähiger“, erklärt Birgit Kliem. Immerhin müssen sie demnächst das gesamte Gewicht der 5000 Quadratmeter großen Kaufland-Filiale tragen, die nach dem Umbau im Ziel-Center eröffnen wird. Auch die Ketten Charles Vögele, Deichmann und CleverFit ziehen nach dem Umbau ein. Alle bisherigen Geschäfte – bis auf Netto – bleiben erhalten, einige bekommen größere Flächen und neue Konzepte.

Seit Anfang des Jahres läuft die Sanierung des 20 Jahre alten Einkaufszentrums auf dem Hennigsdorfer Postplatz, bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres soll alles fertig sein. Das sei laut Birgit Kliem auch nötig, weil sonst Vertragsstrafen fällig würden. Marko Epperlein, Oberpolier auf der Baustelle, nickt beim Rundgang beruhigend. „Wir liegen derzeit voll im Zeitplan“, sagt der Mann mit dem Bauhelm. Drinnen werden derzeit die großen Aussparungen in der Decke geschlossen, die es bisher für Fahrstühle und Rolltreppen gab. Das, sagt Center-Managerin Kliem, schafft mehr Platz für die künftigen Mieter und senkt die Nebenkosten. „Damit wird ein Fehler beseitigt, der beim Bau des Centers gemacht wurde.“ Zudem bekommt das Ziel einen moderneren Look, dafür sorgen unter anderen neue Fliesen und ein eigens designtes Beleuchtungskonzept.

Fahrstühle und eine Treppe wird es demnächst unter anderem in zwei rund 22 Meter hohen Türmen geben, die in den kommenden Wochen an der Rückseite des Centers hochgezogen werden. Die Türme sollen das künftige Parkhaus und das Einkaufscenter verbinden. Dort, wo einmal das Parkhaus stehen soll, brechen Bagger in diesen Tagen den alten Beton des Busbahnhofes weg. Ab Juli oder August solle dann die Errichtung des Parkhauses in Fertigbauweise beginnen. Insgesamt wird es 264 Stellplätze im Ziel-Center geben: 111 in der Tiefgarage, 59 im Erdgeschoss-Parkdeck und 94 im ersten Obergeschoss. Die Parkplätze werden eine komfortable Breite haben, zudem wird es mehr Parkplätze für Menschen mit Behinderung und Frauen geben als vorgeschrieben. „Es wird auch eine Anzeige geben, wie viele Parkplätze in welcher Ebene noch frei sind“, erklärt Center-Managerin Kliem. Zudem wird es möglich sein, als Kunde von Kaufland 90 Minuten kostenlos zu parken, für einen Bummel im Center bleibt da nach dem Einkauf noch genügend Zeit. Das leidige Parkplatzproblem der vergangenen Jahre könnte damit gelöst sein, sagt Kliem. Zudem sollten Kunden demnächst endlich vom Erdgeschoss zur Tiefgarage kommen, ohne den den Fahrstuhl zu benutzen.

Die oberste Etage des Centers ist bis jetzt von den Arbeiten noch kaum betroffen. Hier soll einmal die Freizeitebene entstehen. Kernstück ist das Kino, das Ende 2012 geschlossen wurde und seitdem leer stand. Beim Umbau wird das Mobiliar des Kinos entrümpelt. Es gibt etliche Interessenten, mit denen derzeit Gespräche über die Zukunft der Fläche laufen, erklärt Birgit Kliem. Darunter seien auch solche, die die Fläche nicht unbedingt als Kino weiternutzen wollten, sondern dort andere Freizeitmöglichkeiten planen. Immerhin wäre die Modernisierung samt Leinwand und neuem Mobiliar sehr teuer. Noch lasse sich aber nichts Konkretes sagen. „Wir wollen aber auf jeden Fall bis zum Ende der Bauarbeiten einen Vertrag mit dem neuen Mieter unterschrieben haben“, so die Center-Managerin.

Von Marco Paetzel

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