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Das Inselhopping ist bald vorbei

Fünfrutenweg in Teschendorf wird in diesem Jahr fertig Das Inselhopping ist bald vorbei

Jahrelang haben die Anwohner des Fünfrutenweges in Teschendorf darauf gewartet, dass der Weg vor der eigenen Haustür in einen angemessenen Zustand versetzt wird. Ende August beginnen die Bauarbeiten.

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Noch in diesem Jahr soll der Fünfrutenweg in Teschendorf ausgebaut werden.

Quelle: Fotos (2): Stefan Blumberg

Teschendorf. Das „Jahrhundert-Projekt Fünfrutenweg“ biegt auf die Zielgerade. Im Juli soll die Ausschreibung raus, der 24. August steht für den Baubeginn in den Planungsbüchern. Und noch in diesem Jahr – voraussichtlich im November – soll der Weg fertig sein. „Seit 13 Jahren wollen wir die Straße haben“, sagt Andreas Trochim, ein Anwohner des löchrigen und holprigen Weges in Teschendorf. Seine Frau Ramona ergänzt: „Das Betteln darum, dass der Weg ausgebaut wird, hat jetzt ein Ende.“

Bei der Anwohnerversammlung am Dienstagabend erläuterten Volker Südmeier vom Granseer Ingenieurbüro Weiland und Marco Krüger von der Gemeinde Löwenberger Land die letzten Details zum Ausbau. Ein zentrales Pro­blem: die Regenentwässerung. Bei kräftigen Niederschlägen bilden sich große Seen auf dem Weg. Wasser läuft auf Grundstücke, in Garagen oder an Häuser. Die ursprünglich vorgelegte Variante war den Anwohnern des Fünfrutenweges zu teuer. Deshalb hatte es bei der Anwohnerversammlung im März Proteste gegeben. Es wurde nach einer günstigeren Alternative gesucht – und gefunden. Weil sich einige Anlieger bereit erklärten, Land abzutreten, wird das Regenwasser künftig durchgängig in einer Mulde zur nördlichen Seite aufgefangen. Die Ersparnis ist gewaltig. Statt der ursprünglich anvisierten neun bis 14 Euro pro Quadratmeter, die die Anwohner hätten bezahlen müssen, sind es jetzt – minimale Abweichungen inbegriffen – 6,93 Euro. Anders ausgedrückt: Der Ausbau des Weges kostet nunmehr 187 400 Euro, davon müssen die Anwohner 168 000 Euro tragen; 90 Prozent der Gesamtsumme. „Das sind immerhin 120 000 Euro weniger als bei der ersten Berechnung“, sagt Manuela Wetzel, die im Fünfrutenweg wohnt. Klar ist für sie: „Der Weg muss gemacht werden. Er befindet sich seit 1993 im Baugebiet. Dadurch, dass auf den Weg mehrfach Schotter aufgetragen wurde, floss bei uns immer mehr Wasser aufs Grundstück und direkt ans Haus. Da nutzt es nichts, wenn man das Dach neu macht, die Nässe aber von unten kommt.“

Dadurch, dass der Weg im vorderen Bereich um etwa 20 Zentimeter tiefer gelegt wird, dürfte das Wasserproblem um einiges entschärft sein. Der neue Weg ist leicht geneigt, damit das Wasser in die Mulde fließen kann. An der Stelle, wo das Wasser vom Griebener Weg kommt, wird die Mulde etwas größer und ein zusätzlicher Abfluss integriert.

Drei Meter breit wird der Weg sein. Er wird grau gepflastert, an beiden Seiten sind Bankette vorgesehen. Noch nicht klar ist, ob der Weg eine 30er-Zone oder eine Spielstraße wird. Der augenscheinliche Wunsch der Anwohner tendiert gen Spielstraße. „Die Kriterien, die dafür gelten, sprechen durchaus dafür, dass das möglich ist“, so Volker Südmeier. Geprüft wird zudem, ob die Anwohner während der Bauzeit an ihre Grundstücke kommen. Eine Überlegung ist, die Baustelle außerhalb der Arbeitszeiten zu befahren. Eine andere ist, für die Bauzeit einen provisorischen Weg übers Feld anzulegen.

Die Trochims sind froh, dass die Zustände im Fünfrutenweg bald Vergangenheit sind. „Es kamen ja immer mehr Anwohner dazu, die mit der Situation unzufrieden waren. Und unser Ortschef hat immer mitgedrängelt, damit der Weg ausgebaut wird“, meint Ramona Trochim. „Dabei geht es weniger darum, mit dem Auto gut durchzukommen, sondern mehr um die Sicherheit. Für die Kinder war es immer gefährlich. Meine Schwiegermutter hat sich auf dem Weg einen Bänderriss zugezogen“, so An­dreas Trochim. „Und bei Regen ist das Inselhopping endlich vorbei.“

Von Stefan Blumberg

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