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Oberhavel Das Klima wird rauer
Lokales Oberhavel Das Klima wird rauer
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18:56 17.12.2015
Gegendemonstranten zeigten den Asyl-Gegnern, wie weit sie schon gelaufen sind. Für jeden Kilometer wird ein Euro zugunsten der Flüchtlingshilfe gesammelt. Quelle: MAZ
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Oranienburg

Die Attacken auf Gegendemonstranten des Abendspaziergangs von Asyl-Gegnern am Mittwochabend in Oranienburg sind am Donnerstag einhellig verurteilt worden. „Diese neue Stufe der Auseinandersetzung hat offensichtlich zum Ziel, Andersdenkende durch Bedrohungen einzuschüchtern und mundtot zu machen“, sagte Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD). Er sei „zutiefst beunruhigt“.

Am Mittwoch waren Arne Probandt vom Forum gegen Rassismus und zwei Begleiter, darunter Stadtverordnete Antje Wendt (Freie Wähler), von Passanten aufgefordert worden, ihre Plakate wegzunehmen. Es habe auch Köperkontakt gegeben, schilderte Probandt (MAZ berichtete). „Diese Angriffe werden uns nicht davon abhalten, uns weiter für Solidarität mit Geflüchteten und gegen rechte Hetze einzusetzen“, erklärte das Forum. Besorgt äußerte sich Oranienburgs SPD-Landtagsabgeordneter Björn Lüttmann. Das Klima bei den Demonstrationen „selbst ernannter besorgter Bürger in Oranienburg“ werde rauer. „Handgreiflichkeiten gegen Andersdenkende oder Journalisten scheinen bei den von NPD, Identitärer Bewegung, AFD oder freien Kräften aufgehetzten Demonstranten nicht mehr ausgeschlossen. Wer jetzt noch mitgeht, kann hinterher nicht mehr sagen, er hätte es nicht gewusst.“ Lüttmann regte ein „Bündnis für Oranienburg“ nach dem Vorbild des Bündnisses für Brandenburg an. Während er und Laesicke davon sprachen, die Angriffe seien aus den Reihen der Abendspaziergänger gekommen, ermittelt die Polizei noch die genauen Umstände. Bei einer Rangelei kurz vor Abschluss des Abendspaziergangs sei ein Gegendemonstrant leicht verletzt worden. „Es wurden Anzeigen aufgenommen. Der genaue Ablauf wird noch geprüft“, sagte Polizeisprecher Toralf Reinhardt der MAZ. Die Attacke in der Bernauer Straße auf Arne Probandt geschah nicht aus dem Zug der Abendspaziergänger, wie Probandt zunächst selbst sagte.

Die Gewerkschaft IG Metall distanzierte sich vom Anliegen der Abendspaziergänger und rief ihre Mitglieder zur Solidarität mit Flüchtlingen auf. Die Gewerkschaft unterstütze Flüchtlingsinitiativen in Oranienburg, Neuruppin und Wittstock finanziell und mit Sachmitteln, betonte Stefanie Jahn von der Verwaltungsstelle Oranienburg. Wie berichtet trug ein Abendspaziergänger am Mittwoch eine IG-Metall-Fahne.

Von MAZonline

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