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Oberhavel Das Leben in den Feuchtwiesen betrachtet
Lokales Oberhavel Das Leben in den Feuchtwiesen betrachtet
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08:10 18.07.2017
Die Weltentdecker von der Kita „Festung Krümelstein“ aus Birkenwerder. Sie gehören zu den vier Umweltpreisträgern 2017. Quelle: Helge Treichel
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Birkenwerder

„Wir sind zur Feuchtwiese gegangen und haben da Libellen, Käfer und komische Pflanzen gefunden.“ So beschreiben Erstklässler aus der 1b der Pestalozzigrundschule Birkenwerder ihre Exkursion durch den Ort. Am Ende des Tages waren insgesamt vier Plakate entstanden, sagt Klassenlehrerin Agnes Georgi. Auch das sei für die Kinder eine Premiere gewesen. „Wir haben gar nicht gewusst, was für eine Artenvielfalt vor unserer Haustür existiert“, fast sie die Erlebnisse zusammen.

Die Kinder der Gruppe „Orange“ der „Kita Birkenpilz“ bekommen ihren Preis. Am Schluss spendierte der Verein für alle Kinder noch ein Eis. Quelle: Helge Treichel

Die 25 Kinder gehören zu den Preisträgern des Naturschutzwettbewerbes, den der Verein zum Schutz des Briesetals und der Havelwiesen ausgelobt hat. Das Thema in diesem Jahr: „Unsere Feuchtwiese“. Eine Urkunde sowie jeweils 100 Euro erhielten außerdem die Gruppe „Orange“ der Kita „Birkenpilz“ mit 20 Kindern im Alter von drei bis fünf Jahren sowie zwei Gruppen der Kita „Festung Krümelstein“. Die Gruppe „Krümelmonster“ der Vier- bis Fünfjährigen machte ebenso mit wie die Gruppe „Weltentdecker“ der Drei- bis Vierjährigen – zusammen 30 Kinder. Auch hier stand am Anfang eine Exkursion, berichtet Oskar: „Wir sind zum See gelaufen, haben Käfer und Beeren gemalt.“ Emma erzählt, dass sie ein Birke und Blumen gemalt haben. Die Birkenpilz-Kinder sind ebenso rausgegangen und haben die entdeckten Pflanzen gemeinsam mit Hilfe eines Buches bestimmt. Im Internet wurde zum Thema Feuchtwiese recherchiert. Die Kinder konnten genau aufzählen, was verboten ist: Pflanzen herauzureißen oder zu zertrampeln und die Wiese zu befahren.

Die 1b der Pestalozzischule mit ihren Plakaten. Quelle: Helge Treichel

Insgesamt 75 Kinder hätten sich im Zuge des Wettbewerbes mit dem Thema Feuchtwiese beschäftigt, bilanziert Vorstandsmitglied Kerstin Hoffmann. Die Kinder würden sich an ihre Erlebnisse erinnern, anderen davon erzählen. „Wenn Menschen die Natur lieben lernen, werden sie diese auch schützen“, ist Kerstin Hoffman überzeugt.

Wenn Naturräume in Kommunen immer mehr verbaut werden, könne das fatale Folgen haben, sagt Bürgermeister Stephan Zimniok (B.i.F.). Das habe nicht zuletzt das Beispiel Leegebruch vor Augen geführt. Auch in Birkenwerder habe die Wiese unter Wasser gestanden, sämtliche Wanderwege dort seien zerstört worden. „Aber“, betont Zimniok, „das Wasser ist abgeflossen“. Als Kita-Papa habe er zudem erlebt, wie die Kinder an der Briese Müll gesammelt haben. „Ich finde die Arbeit des Briesetalvereins einfach wichtig“, sagt der Verwaltungschef. Dank der Briese gebe es im Zentrum des Ortes eine beeindruckende Artenvielfalt direkt vor der Haustür. Dafür öffne der Verein Augen und Herzen und leiste in diesem Sinne „eine wertvolle pädagogische Arbeit“.

Hm, lecker: Das Eis am Ende. Quelle: Helge Treichel

Kerstin Hoffmann hatte Gelegenheit, dem Bürgermeister gleich noch ihre Sorge zu schildern: „Im Moment kippt die Feuchtwiese“, sagt sie. Die Artenvielfalt sei bedroht, weil die Fläche zunehmend verschilft. Deshalb sei es wichtig, das Schilf gegen Ende des Winters zu mähen und die Wiese dann noch einmal im Spätsommer oder frühen Herbst zu schneiden, wenn sie nicht aufgeweicht ist und die Rasenmäher keinen Schaden anrichten können.

Von Helge Treichel

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