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Das Neueste auf dem Hof: Mietgärten

Kremmen Das Neueste auf dem Hof: Mietgärten

Der Kremmener Spargelhof hat nicht nur das leckere Stangengemüse zu bieten. Der Chef des Hofes und seine Mitarbeiter lassen sich immer wieder was Neues einfallen. Gerade fertig geworden ist der erste Mietgarten. Die Salate stehen prächtig, die Kräuter sprießen. Hobbygärtner ohne eigene Scholle fänden so eine Alternative.

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Geschäftsführer Malte Voigts steht im ersten Mietgarten, in dem bereits Salate, Bohnen, Petersilie und andere Kräuter wachsen.

Quelle: Fotos: Enrico Kugler

Kremmen. Dass auf dem Kremmener Spargelhof die Ziegen meckern und ein paar Hühner gackern, ist nichts Neues. Doch am Dienstag war das Geschnatter noch lauter. Die ersten 50 Gänse hielten Einzug in ihrem neuen Gehege. Das liegt auf der anderen Seite des Groß-Ziethener Weges und ist offenbar noch nicht so ausbruchssicher, wie es sich Spargelhofchef Malte Voigts vorgestellt hat. Die erste Meute machte schon eine Stunde später außerhalb des Geheges einen Ausflug über das kahle Feld. Eine ziemlich unsinnige Entscheidung, denn im Gatter wurde extra eine leckere Grasmischung ausgesät. Außerdem schaut noch frischer Roggen vom Vorjahr aus der Erde. Frischeres Grün werden die Gänse kaum finden.

Absolut ausbruchsicher sind die beiden großen Boxen, in denen die ersten Hühner noch etwas verstört in der Ecke saßen. Langsam werden auch sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen. „Die sollen schön im Grünen scharren“, sagt Malte Voigts. Und jeden Tag werden die Boxen dann ein Stück weitergerückt. Das heißt, jeden Tag gibt es frisches Grün. Die braunen Hühner sollten ihr Leben genießen, denn irgendwann werden sie als Broiler enden. Den Gänsen geht es auch nicht besser. Auch ihr Ende als Festmenü ist besiegelt. Am 9. November beginnt die Saison. Nun, der Spargelhof ist eben ein Bauernhof und soll es auch bleiben. „Deshalb wollen wir gerne auch zeigen, was so alles in der Erde wächst“, meint Voigts. Und deutet auf ein großes Feld neben den Gänsen und Hühnern, wo in den akkuraten Reihen erste Blumen aufgegangen sind. „Das wird unser Selbstpflückfeld.“ In eine Kasse des Vertrauens sollen die Kunden ihren Strauß bezahlen. Der könnte aus Sonnenblumen, Gladiolen, Lilien und anderen wunderbar blühenden Blumen bestehen.

Dieser Anblick erfreut doch jeden Gartenfreund

Dieser Anblick erfreut doch jeden Gartenfreund.

Quelle: Enrico Kugler

Und noch eine Idee von Malte Voigts nimmt gerade Gestalt an. Noch etwas verloren aber schon recht hübsch anzusehen ist ein kleiner Garten, gesäumt von einem naturbelassenen Staketenzaun. Auf 40 Quadratmetern sind mehrere Beete angelegt. Der Salat in den Reihen sieht schon prächtig aus. Genauso gut gedeihen sollen die Kartoffeln, Karotten, Salat, Petersilie, Mangold, Kohlrabi und vieles mehr. „Das ist unser erster Mietgarten“, öffnet der Hofchef gerne die kleine Pforte. Rund um die Beete laden lange Kiefernstämme zu einem Päuschen nach getaner Arbeit ein. Der Staketenzaun gibt dem Garten nicht nur ein rustikales Flair. Er ist auch ausgesprochen nützlich. „Die ersten Rehe waren schon da“, sagt Malte Voigts. 100 solcher Mietgärten sollen auf dem Feld in wahlloser Anordnung entstehen. Die Gärten werden bepflanzt vermietet. Jeder Mieter kann ihn dann pflegen und vor allem daraus ernten. Und ab November kümmern sich wieder die Mitarbeiter des Hofes darum. Bis zur nächsten Gartensaison.

Was ist los auf dem Hof?

Der Spargelhof feiert am 16. Juni sein zehnjähriges Bestehen. Die Spargelsaison dauert bis zum 24. Juni. Der Hof bleibt bis zum 2. Juli geöffnet.

Die Heidelbeerernte beginnt am 10. Juli. Bis zum 26. August sind die Beeren im Hofladen und im Bistro zu haben.

Vom 5. September bis zum 10. November werden rund um den Schornstein auf dem Parkplatz Kürbisse zum Kauf und eine Kürbisberatung angeboten.

Vom 11. November bis zum vierten Advent haben die Gastronomie und der Hofladen donnerstags bis sonntags geöffnet. Es gibt Gänsebraten und Wild.

Von Andrea Kathert

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