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Oberhavel Das „Reisebüro“ der Hannelore von Schmiterlöw
Lokales Oberhavel Das „Reisebüro“ der Hannelore von Schmiterlöw
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17:49 18.08.2017
Hannelore Schmiterlöw (3. v. r.) mit „ihrer“ Reisegruppe mit Louise Henriette im Schlosspark. Es waren die Sängerinnen und Sänger des Lehnitzer Chores. Quelle: Heike Bergt
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Bernöwe

Ihr Grundsatz: „Ich überlege, was ich gern mal sehen möchte und nehme dann die anderen einfach mit“, sagt Hannelore von Schmiterlöw und lacht. Dieses „Reise-Konzept“ praktiziert sie seit mittlerweile zwölf Jahren. Seitdem organisiert die 77-Jährige aus Bernöwe Tagesfahrten für Nachbarn, Freunde und Bekannte aus Schmachtenhagen. Jeder kennt inzwischen jeden, Neuzugezogene haben sich angeschlossen. Die Reisegesellschaft ist fast jeden Monat auf Achse.

Hannelore von Schmiterlöw und ihr Mann Michael kauften vor 22 Jahren das Grundstück in Bernöwe. Ein grüner Traum am Waldrand mit großem Teich, „wir hatten uns beim Makler-Termin nach wenigen Minuten dafür entschieden“. Seit dem Jahr 2000 leben die Ex-Berlin-Schöneberger hier, haben an- und ausgebaut. Sie arbeitete im Berliner Senat bei der Jugendförderung, er saß als Taxifahrer hintern Steuer. Nun genießen sie den Ruhestand. Doch nur Gartenarbeit war der Rentnerin zu wenig. Sie engagierte sich bei der Freiwilligen Feuerwehr von Bernöwe, ihre Frauentagsfeiern im Gasthaus „Niegisch“ in Schmachtenhagen mit Modenschau und großer Kaffeetafel sind legendär und lange im Vorfeld ausgebucht. Sie organisierte Dorffeste, zu denen auch der Bürgermeister vorbeikam. Und seit zwölf Jahren nun Reisen.

Alles begann damals mit einer Floßfahrt in Lychen 2005, die Hannelore von Schmiterlöw lieber in unterhaltsamer Runde als allein unternehmen wollte. Seitdem ist die Reisegesellschaft, die immer neue Anhänger findet, von Wiesenburg bis Neustadt-Glewe unterwegs gewesen. „Alle waren schon viel im Ausland, aber keiner kennt die nahe Umgebung“, das ist auch ein Argument für das „Reiseunternehmen Schmiterlöw“. Seit sie den Busunternehmer Karsten Brust aus Panketal kennengelernt habe, treffe sie sich immer im Januar mit ihm für die Reiseplanung: „Er sagt, wann er einen seiner Busse frei hat, ich, wo es hingehen soll.“ Die jüngste Fahrt führte die Frauen des Lehnitzer Frauenchores in den Schlosspark, wo Louise Henriette von Oranien ihnen berichtete, wie es im Hause des Großen Kurfürsten so zuging. Warum die Adeligen auf den Gemälden immer den Mund geschlossen halten: Weil es mit der Zahnpflege und den Zähnen nicht weit her war. Rüdiger Kaddatz berichtete auf der Rundfahrt über die Geschichte Edens, über den großen Sohn der Stadt, Friedlieb Ferdinand Runge und die Familie Wolf in Lehnitz. Im Oranienwerk sahen sich die Mitfahrer den Kreativstandort an und genossen zum Abschluss Kaffee und Kuchen samt Lotosblüten in den Teichen von Michael Beuthe in Schwante. Eine gelungene Premiere, fand nicht nur Hannelore von Schmiterlöw. Eine zweite Tour „Oranienburg erleben“ gibt es am Dienstag, 22. August. Es sind noch wenige Plätze frei (033053/7 08 15). Start ist um 10 Uhr in Bernöwe, um 10.10 Uhr in Schmachtenhagen und um 10.20 in Oranienburg.

Am 19. September geht es in den Fläming, am 24. Oktober nach Slubice und am 5. Dezember zur Lichternacht nach Berlin. Die Dezemberfahrt ist schon ausgebucht.

Natürlich hat Hannelore von Schmiterlöw schon wieder etwas im Auge, was sie interessiert: Kaltblüter-Schau auf der Rennbahn in Brück. „Da finde ich bestimmt Mitfahrer“, ist sie wie immer Optimist.

Von Heike Bergt

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