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Oberhavel Das Schloss ist gut verpackt
Lokales Oberhavel Das Schloss ist gut verpackt
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02:15 24.01.2016
Baustadtrat Frank Oltersorf (l.) lässt sich von Fabian Lorbach die Wärmebildaufnahme erklären. Quelle: Andrea Kathert
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Oranienburg

Für ein altes Gebäude ist das Oranienburger Schloss überraschend gut isoliert. Doch die alten Schlossbauer wussten eben im 17. Jahrhunderten schon, dicke Wände halten warm.

„Das sieht schon mal ganz gut aus“, sagt Fabian Lorbach von der Firma Delta GmbH. Der Thermograf ist am Donnerstagnachmittag im Auftrag der Stadtwerke mit seiner Wärmebildkamera unterwegs, um von sämtlichen Außenwände der beiden Häuser Aufnahmen zu machen. Der Temperatur wird auf der Kamera eine Farbe zugeordnet. „Für die Außentemperatur von zurzeit minus drei Grad habe ich jetzt blau gewählt“, erklärt Lorbach. Gelb und Rot signalisieren praktisch höhere Temperaturen. Deshalb heben sich die Fenster und der einfache Glaseinsatz an der Schlosstür farblich von der Fassade ab.

Heidrun Gassan, Amtsleiterin für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft, ist gespannt auf ide ersten Bilder. Quelle: Andrea Kathert

„Wir haben hier natürlich noch Holzkastenfenster“, erzählt Heidrun Gassan, die Amtsleiterin für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft in der Stadt. Sämtliche Maßnahmen an der Fassade müssen mit dem Denkmalschutz vereinbar sein. Möglichkeiten zu baulichen Veränderungen gibt es deshalb kaum. „Aber wir haben schon lange keine alten Wärmeerzeuger mehr.“ Die Fernwärmeheizung ist längst wieder auf Gas umgestellt. Und moderne Steuersysteme haben bereits zu erheblichen Energieeinsparungen geführt. Weil die Schlossimmobilie sehr groß ist, wurde sie in sieben Objekte unterteilt. Sechs bis zehn Wärmebilder macht Lorbach von jedem Flügel.

Die beiden Gebäude des Schlosses wurden in sieben Objekte unterteilt. Die Stadtwerke bieten ihren Kunden ein Thermografiepaket pro Objekt für 99 Euro an. Quelle: Andrea Kathert

Mit der Firma Delta haben die Stadtwerke schon einmal zusammengearbeitet. Nun auch bei der aktuellen Thermografie-Aktion. „Wir haben bereits 30 Aufträge entgegengenommen“, sagte Elisabeth Bredner, die bei den Stadtwerken den Bereich Energiedienstleistungen leitet. Die Stadt Oranienburg war der erste Auftraggeber für die Aktion. „Bisher war es zu warm für die Aufnahmen“, erklärt Elisabeth Bredner. Je kälter es draußen ist, desto aussagekräftiger sind die Aufnahmen. Ungünstig ist es auch, wenn die Sonne lange auf eine Fassade geschienen hat. Besonders privaten Hausbesitzern können die Stadtwerke nach der Auswertung der Wärmebildaufnahmen gute Hinweise geben, welche Baufehler aufgetreten sind, wo am meisten Wärme verloren geht. Fenster, Rollädenkästen und einfache Fensterverglasungen sind typische Beispiele dafür. Die Auftraggeber bekommen von den Stadtwerken ganz konkrete Hinweise, was sie an ihren Häusern verändern können, welche Maßnahmen zur Wärmeeinsparung sinnvoll sind.

Hausmeister Robert Leipziger (r.) zeigt Fabian Lorbach, wo er seine Aufnahmen machen soll. Quelle: Andrea Kathert

Im Fall des Schlosses wird die Stadtverwaltung in zwei Wochen schlauer sein, ob sich noch etwas verbessern lässt. Eigentlich wurde schon viel unternommen, um Energie einzusparen. Im Haus II läuft gerade eine Testphase mit Temperaturreglern in 32 Büros des Havelflügels. Die Regler reagieren sehr feinfühlig, erkennen ähnlich eines Bewegungsmelders, ob Personen im Raum sind und merken sich automatisch, zu welchen Zeiten der Raum genutzt wird. Die Anlage regelt sich entsprechend dieses Profils selbst hoch und runter.

Ein kleines Gerät mit großer Wirkung. Die intelligente Einzelraumregelung ist als Test in 32 Büros eingebaut. Quelle: Andrea Kathert

Diese intelligente Einzelraumregelung ist eine tolle Sache. „Aber die Einspareffekte rechtfertigen nicht die Installation der Anlage im ganzen Haus“, sagt Heidrun Gassan. Die Amortisierungszeit dauere zu lange. Doch es ist nicht auszuschließen, dass die moderne Temperaturregelung in anderen städtischen Häusern zum Einsatz kommen könnte.

Thermografie-Aktion der Stadtwerke

Die Stadtwerke Oranienburg führen seit November eine Aktion zur Thermografie (Wärmebildaufnahmen von Gebäuden) durch.

Jeder Haushalt und jedes Gewerbe in Oranienburg sowie im Umland hat die Möglichkeit, dieses Aktionsangebot zu nutzen und mit Infrarotaufnahmen Wärmeverluste am eigenen Gebäude aufzuspüren.

So können Schwachstellen gezielt behoben werden, um die Wärmeabgabe nach außen so gering wie möglich zu halten und dadurch Energiekosten zu sparen.

Noch bis Ende Februar können sich Interessierte für die Wärmebildaufnahmen bei den Stadtwerken Oranienburg anmelden. Kunden der Stadtwerke erhalten das Thermografiepaket zu einem Vorzugspreis.

Weitere Informationen sind unter www.sw-or.de/info-thermografie erhältlich.

Von Andrea Kathert

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