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Oberhavel „Das Wasser kam wie eine Flutwelle“
Lokales Oberhavel „Das Wasser kam wie eine Flutwelle“
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13:15 24.03.2018
Monika und Lutz Nitzsche aus Leegebruch haben gemeinsam der Überschwemmung getrotzt. „Alleinstehende haben es schwerer“, sagt die Einwohnerin aus der Karl-Marx-Straße. Quelle: Heiko Hohenhaus
Leegebruch

„Das Wasser kam wie eine Flutwelle“, sagt Lutz Nitzsche aus der Karl-Marx-Straße in Leegebruch. Als der Hauptgraben am vorigen Donnerstag überlief , erreichte es zuerst die Gärten in der tief gelegenen Straße, dann die rückwärtigen Garagen und schließlich die Häuser. „Wir haben noch versucht, Teppiche und Wertsachen aus unteren Schrankfächern hoch zu holen, aber so schnell konnte man gar nicht reagieren“, berichtet Monika Nitzsche. Mit Eimern zu schöpfen, habe keinen Sinn gehabt , weil das Wasser schnell 40 Zentimeter hoch stand, berichtet das Rentnerehepaar. „Wir waren nur barfuß unterwegs, auch die Gummistiefel in der Garage waren abgesoffen“, so Lutz Nitzsche.

Das Wasser drückte schließlich auch von der Fahrbahnseite in die Wohnung. „Wir wohnen seit 1973 hier, aber so etwas haben wir noch nicht erlebt und auch nicht für möglich gehalten“, sagt der Ruheständler.

Froh ist die Familie jetzt, dass sie einen großen Teil des Fußbodens mit Fliesen ausgelegt haben. Allerdings ist Feuchtigkeit auch in die Wände und Schränke eingedrungen. „Da ist in den nächsten Tagen viel zu tun“, sagt Monika Lange, die viele Schränke schon ausgeräumt hat. Die Hilfe durch Feuerwehr und Technisches Hilfswerk sei gut gewesen, die Sandsäcke hätten aber eher kommen können, schätzt das Ehepaar ein.

Die Sanitäreinrichtungen im Haus könne sie derzeit nicht nutzen, weil auch das Abwassersystem und die Trinkwasserversorgung in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Dixie-Klos sind in den betroffenen Gebieten in Leegebruch aufgestellt.

Am Montagvormittag rückten in der Karl-Marx-Straße OWA und die Spezialfirma Nowak Rohrreinigung aus Falkensee an, um die Abwasserentsorgung wieder flott zu bekommen. Auch bei Familie Nitzsche wurde der Schacht ausgepumpt. „Wir müssen das Vakuumdrucksystem des Abwasserkanals wieder in Gang bringen“, berichtete Arnold Lange von der Fachfirma.

Sorge bereitet den Nitzsches die Versicherungsfrage. Sie konnten noch nicht abschließend klären, ob ihre Gebäudeversicherung für die durch die Überschwemmung entstandenen Schäden aufkommt.

„Wir bekommen das wieder hin. Wir haben Glück, das wir zu zweit sind. Alleinstehende habe es da schwerer“, sagt Monika ­Nitzsche.

Von Heiko Hohenhaus

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