Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Das Wirken der Stasi in Birkenwerder
Lokales Oberhavel Das Wirken der Stasi in Birkenwerder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:59 18.04.2016
111 Kilometer Aktenmaterial, 39 Millionen Karteikarten und 1,75 Millionen Fotos lagern in den Archiven der Stasi-Unterlagenbehörde. Quelle: BStU
Birkenwerder

Wie hat die DDR-Staatssicherheit in Birkenwerder gewirkt? Mit welchen Mitteln überwachten deren Mitarbeiter die Bevölkerung? Und auf welche Art und Weise wurden Menschenrechte unterdrückt? Antworten auf diese Fragen gibt der Vortrag „Beobachten – Verfolgen – Zersetzen. Das Wirken der Stasi in Birkenwerder“. Rüdiger Sielaff, Leiter der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BSTU), spricht über dieses Thema am Dienstag, 26. April, ab 16 Uhr im Rathaus Birkenwerder an der Hauptstraße 34. Der Eintritt ist frei.

Rüdiger Sielaff, Leiter der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BSTU). Quelle: BStU

Zuvor besteht zwischen 14 bis 18 Uhr in der persönlichen Beratung die Möglichkeit, einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht zu stellen. Für den Antrag wird eine Identitätsbescheinigung benötigt. Diese wird bei Vorlage eines Personaldokument gleich vor Ort erstellt, was den Weg zur Meldebehörde erspart. Interessierte können zudem Musterakten lesen. Außerdem werden kostenfreie Publikationen zu verschiedenen Themen angeboten. Zur Antragstellung auf Akteneinsicht beraten Mitarbeiter des BStU und ein Mitarbeiter der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD).

Die Stasi war im Herbst 1989 – nach fast genau 40 Jahren – am Ende. Als wichtigstes Instrument der SED-Führung hatte sie das produziert, was jede Diktatur braucht: die Angst der Menschen. Außen die Mauer und innen die Stasi. „Anders hätte die SED-Diktatur nicht existieren können“, sagt Rüdiger Sielaff.

Noch unbearbeitete Akten in der Stasi-Unterlagen-Behörde. Quelle: BStU

Das MfS habe versucht, mit seinen Spitzeln und Einflussagenten die gesamte Gesellschaft zu unterwandern und den Widerstand der Menschen schon im Keim zu ersticken. 1989 arbeiteten circa 91.000 hauptamtliche Frauen und Männer in 15 Bezirksverwaltungen, 209 Kreisdienststellen und in sieben so genannten Objektdienststellen.

In seinem Vortrag verdeutlicht Rüdiger Sielaff, wen das Ministerium für Staatssicherheit als Feind ausmachte: das eigene Volk. Ob Jugendliche, Arbeiter, Kirchenvertreter, Lehrer oder gar die eigene Polizei – niemand war vor den Machenschaften der Stasi sicher.

Direkter Kontakt zur Stasi-Unterlagen-Behörde

Wer nicht zur Bürgerberatung kommen kann, erhält in der Außenstelle Frankfurt (Oder) Informationen, wie der Antrag auf Akteneinsicht alternativ gestellt werden kann. Anfragen sind unter folgender Nummer und Sprechzeit möglich: Tel.  Telefon 0335/6 06 80, montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr. Die Bürgerberatung der Zentralstelle in Berlin ist unter Tel.  Telefon 030/23 24 70 00 zu erreichen.

Von Helge Treichel

Oberhavel Rettungshubschrauber landet in Oranienburg - Karambolage bei Rettungseinsatz

Wegen eines medizinischen Notfalls landete am Montag gegen 11 Uhr ein Rettungshubschrauber auf der Freifläche zwischen Bahndamm und Seniorenresidenz „Louise-Henriette von Oranien“ an der Bernauer Straße in Oranienburg. Unmittelbar neben dem Landeplatz kam es zeitgleich zu einer Karambolage von vier Fahrzeugen.

19.04.2016

Insgesamt 32 Bewerbungen für den Franz-Bobzien-Preis 2016 fanden bis zum Bewerbungsschluss am 30. November 2015 ihren Weg in das Büro des Oranienburger Bürgermeisters. Eingereicht wurden Schülerarbeiten, Begegnungsprojekte, Ideenwerkstätten und Ausstellungen sowie aufwändige Theaterprojekte. Unter den diesjährigen Franz-Bobzien-Preis-Bewerbern stachen vor allem Schulklassen hervor.

18.04.2016
Oberhavel 71. Jahrestag der Befreiung des KZ - Sachsenhausen: Zehn Überlebende waren dabei

Vor 71 Jahren befreiten am 22./23. April sowjetische und polnische Soldaten das Konzentrationslager Sachsenhausen. Mit einer Gedenkveranstaltung erinnerten am Sonntag Politiker und Bürger an das Leid im KZ – im Beisein von zehn überlebenden Häftlingen.

17.04.2016