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Das Wirken der Stasi in Birkenwerder

Vortrag und Bürgerberatung im Rathaus Das Wirken der Stasi in Birkenwerder

Der Leiter der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BSTU), Rüdiger Sielaff, hält am Dienstag, 26. April, einen Vortrag über das Wirken der Stasi in Birkenwerder. Der Titel: „Beobachten, verfolgen, zersetzen“. Der Eintritt ist frei. Außerdem können unter anderem Anträge auf Akteneinsicht gestellt werden.

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111 Kilometer Aktenmaterial, 39 Millionen Karteikarten und 1,75 Millionen Fotos lagern in den Archiven der Stasi-Unterlagenbehörde.

Quelle: BStU

Birkenwerder. Wie hat die DDR-Staatssicherheit in Birkenwerder gewirkt? Mit welchen Mitteln überwachten deren Mitarbeiter die Bevölkerung? Und auf welche Art und Weise wurden Menschenrechte unterdrückt? Antworten auf diese Fragen gibt der Vortrag „Beobachten – Verfolgen – Zersetzen. Das Wirken der Stasi in Birkenwerder“. Rüdiger Sielaff, Leiter der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BSTU), spricht über dieses Thema am Dienstag, 26. April, ab 16 Uhr im Rathaus Birkenwerder an der Hauptstraße 34. Der Eintritt ist frei.

Rüdiger Sielaff, Leiter der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Bundesbeauftragten  für die Stasi-Unterlagen (BSTU)

Rüdiger Sielaff, Leiter der Außenstelle Frankfurt (Oder) des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BSTU).

Quelle: BStU

Zuvor besteht zwischen 14 bis 18 Uhr in der persönlichen Beratung die Möglichkeit, einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht zu stellen. Für den Antrag wird eine Identitätsbescheinigung benötigt. Diese wird bei Vorlage eines Personaldokument gleich vor Ort erstellt, was den Weg zur Meldebehörde erspart. Interessierte können zudem Musterakten lesen. Außerdem werden kostenfreie Publikationen zu verschiedenen Themen angeboten. Zur Antragstellung auf Akteneinsicht beraten Mitarbeiter des BStU und ein Mitarbeiter der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD).

Die Stasi war im Herbst 1989 – nach fast genau 40 Jahren – am Ende. Als wichtigstes Instrument der SED-Führung hatte sie das produziert, was jede Diktatur braucht: die Angst der Menschen. Außen die Mauer und innen die Stasi. „Anders hätte die SED-Diktatur nicht existieren können“, sagt Rüdiger Sielaff.

Noch unbearbeitete Akten in der Stasi-Unterlagen-Behörde

Noch unbearbeitete Akten in der Stasi-Unterlagen-Behörde.

Quelle: BStU

Das MfS habe versucht, mit seinen Spitzeln und Einflussagenten die gesamte Gesellschaft zu unterwandern und den Widerstand der Menschen schon im Keim zu ersticken. 1989 arbeiteten circa 91.000 hauptamtliche Frauen und Männer in 15 Bezirksverwaltungen, 209 Kreisdienststellen und in sieben so genannten Objektdienststellen.

In seinem Vortrag verdeutlicht Rüdiger Sielaff, wen das Ministerium für Staatssicherheit als Feind ausmachte: das eigene Volk. Ob Jugendliche, Arbeiter, Kirchenvertreter, Lehrer oder gar die eigene Polizei – niemand war vor den Machenschaften der Stasi sicher.

Direkter Kontakt zur Stasi-Unterlagen-Behörde

Wer nicht zur Bürgerberatung kommen kann, erhält in der Außenstelle Frankfurt (Oder) Informationen, wie der Antrag auf Akteneinsicht alternativ gestellt werden kann. Anfragen sind unter folgender Nummer und Sprechzeit möglich: Tel.  Telefon 0335/6 06 80, montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr. Die Bürgerberatung der Zentralstelle in Berlin ist unter Tel.  Telefon 030/23 24 70 00 zu erreichen.

Von Helge Treichel

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