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Oberhavel Das Ziel ist eröffnet
Lokales Oberhavel Das Ziel ist eröffnet
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06:02 14.07.2017
Maria Koopmann (m.), Projektleiterin des Ziel-Umbaus, eröffnet mit Hennigsdorfs stellvertretendem Bürgermeister Martin Witt (r.)die neue Kaufland-Filiale. Quelle: Gawande
Hennigsdorf

Pünktlich um 7 Uhr öffneten sich gestern die Türen der neuen Kaufland-Filiale im Ziel-Center, dessen Wiedereröffnung gefeiert wurde. Es gab Rosen und kostenlosen Kaffee, auf den Fluren spielte das Berliner Jazz Duo „Barweaver“ oder die „Marching Band Jazzpolizei“. Auch am Vorabend gab es bereits eine Party von Investoren, Politikern und Händlern. 2500 Kubikmeter Beton, 160 Tonnen Stahl verbauten innerhalb einer Umbauzeit von nur 18 Monaten 1600 Baufachleute aus 36 Gewerken, berichtete Maria Koopmann, die als Projektleiterin den gesamten Umbau- und Sanierungsprozess des 20 Jahre alten Einkaufszentrums betreute. 20 Millionen Euro wurden investiert. Ein Parkhaus mit knapp 270 Stellplätzen wurde angebaut.

Mit einem Fest, kostenlosem Kaffee und Musik öffnete Donnerstag das Ziel-Center in Hennigsdorf nach einer Umbauphase von nur 18 Monaten und Investitionen von rund 20 Millionen Euro wieder seine Türen. Neuer Ankermieter ist Kaufland.

Jetzt habe Hennigsdorf eine „moderne Shoppingmall am Postplatz“, so Martin Witt, stellvertretender Bürgermeister. „Es ist ein attraktives Einkaufszentrum, hell, freundlich, modern und weitläufig.“ Witt kündigte an, dass auch der Postplatz bald barrierefrei erreichbar sei. Der erste Bauabschnitt beginne noch 2017, der zweite 2018. Man müsse eben Visionen haben, bestätigte Craig Ballantyne von der Investorengruppe CMB Consulting. Doch bis zur Eröffnung des nun umgestalteten Ziel-Centers sei es ein langer Weg gewesen. Erstmals sei er vor zehn Jahren in Hennigsdorf gewesen. Schon damals lief im Ziel nicht mehr alles rund. Immer mehr Geschäfte standen leer. Doch mit dem neuen Ankermieter „Kaufland“, der die gesamte erste Etage belegt, konnte auch eine Vollvermietung des Erdgeschosses erreicht werden. 22 Geschäfte vom Bäcker, über Modeläden bis zum Schuhladen Deichmann beleben die 94 Meter lange Einkaufsmeile.

Hausleiter Christian Mielenz (l.) führte die Gäste durch die neue Kaufland-Filiale. Quelle: Ulrike Gawande

Auf einem Rundgang konnten die geladenen Gäste dann am Mittwochabend vorab die neue Kaufland-Filiale besichtigen. Die modernste der 1200 Kauflandfilialen weltweit. In Deutschland betreibt die Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl gehört, alleine über 600 Märkte. Marktleiter Christian Mielenz führte die Besucher durch die großzügig gestalteten Abteilungen der 5000 Quadratmeter großen Filiale. 70 Mitarbeiter werden hier aus Hennigsdorf und Umgebung arbeiten. Tendenz steigend, ist sich Mielenz sicher. 20 000 Produkte umfasst das Sortiment. Die neuste Errungenschaft der Hennigsdorfer Filiale sind die sogenannten self-scanning-Kassen, an denen der Kunde seine Ware selbst abkassieren kann. Vielen sind diese schon vom schwedischen Möbelhaus Ikea bekannt. In Kombination von Selbstbedienungskasse und „To-Go-Abteilung“ direkt am Eingang, wo es belegte Brote, Smoothies und Salate gibt, könne der Kunde so innerhalb einer Minute den Laden wieder verlassen, erklärte Mielenz. Damit wolle man die Bahnhofsnähe nutzen. So ist auch der S-Bahnsteig direkt von der Kasse aus zu sehen.

In der Käseabteilung bei Kaufland. Quelle: Ulrike Gawande

Doch das eigentliche Bestreben sei es, die Kunden länger im Laden verweilen zu lassen, weiß auch der Hausleiter. Mit saisonalen Angeboten, zur Zeit sind das Grillwaren und Bier, ab September dann Lebkuchen und Dominosteine, sowie übersichtlichen Non-Food-Strecken, auf denen die Werbeware platziert sei, biete man den Kunden ein breites Angebot. Frischetheken mit Fleisch, Wurst und Käse runden das Angebot ab. Backwaren werden tiefgekühlt angeliefert und ab 5 Uhr in der Filiale frisch aufgebacken. 80 Artikel umfasst das Sortiment. 200 regionale Waren runden das Kaufland-Angebot ab. Niedrigere Regale lassen den Raum der Filiale großzügiger wirken. Die Besucher gestern wussten es zu schätzen, die Gänge waren voll.

Von Ulrike Gawande

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