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Oberhavel Das erlebte eine Mutter im Monster-Stau
Lokales Oberhavel Das erlebte eine Mutter im Monster-Stau
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09:37 27.02.2018
Mehr als vier Stunden standen Daniela Scheidemann und ihr Sohn an dieser Stelle. Quelle: privat
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Velten

Das hatte sich Daniela Scheidemann ganz anders vorgestellt. Die Veltenerin war am Sonnabendvormittag auf den Weg von Neuruppin in die Ofenstadt – gemeinsam mit ihrem Sohn Finn (7). Um 9.45 Uhr ging auf der A10 aber plötzlich nichts mehr. Stillstand. „Zuerst habe ich mir dabei gar nichts gedacht“, erinnert sich die gebürtige Berlinerin, die in Velten mit den vier Kindern und ihrem Mann auf einem Hof lebt. „Als dann plötzlich drei, vier, fünf Polizeiwagen, die Feuerwehr und der Rettungsdienst an mir vorbeifuhren, schaute ich im Internet nach, was los sei.“ Der schwere Lkw-Unfall kurz vor der Ausfahrt Oberkrämer lief bereits durchs Netz. „Ich stand 1,5 Kilometer vom umgekippten Lkw weg. Ich bin ab und zu rausgegangen und habe mir die Beine vertreten und geschaut, wie die Lage ist.“ Ansonsten habe sie sich mit Sohn Finn beschäftigt.

Ein Sattelzug überschlägt sich in Autobahnbaustelle am Berliner Ring. Quelle: Julian Stähle

Der Junge war gesundheitlich angeschlagen. „Ich hatte noch eine Decke im Auto. Da habe ich ihn fest eingemummelt“, erinnert sich Daniela Scheidemann. Die Temperaturen waren sehr niedrig. „Das Auto kühlte immer mehr aus.“ Finn ging es zusehens schlechter. „Er bekam einen Fieberschub. Da ich kein Thermometer dabei hatte, musste ich mich auf meine Hand verlassen.“ Zum Glück habe sie ein Medikament dabei gehabt. „Leider aber kein Wasser. Deshalb bin ich von Auto zu Auto gelaufen und habe nach Getränken gefragt. Das hat super geklappt.“

Auch drei Stunden später ging nichts. „Einige Autos sind über die Felder gefahren. Einige machten sich in der Rettungsgasse auf den Rückweg“, erzählt Daniela Scheidemann. Die 42-Jährige hatte jedoch weiterhin geduldig ausgehalten. Immer wieder schaute sie bei „Facebook“ auf der MAZ-Seite im Internet nach, wie der Stand der Dinge ist. „Es tat sich nichts. Es war extrem anstrengend und nervig. Und kalt. Ich habe mir ein kleines Handtuch über die Oberschenkel gelegt.“

Unfallchaos auf der A10: Ein Sattelzug überschlägt sich in Autobahnbaustelle am Berliner Ring und blockiert A10 für Stunden. Die Bergungsarbeiten dauern bis Sonnabend, 23 Uhr. Quelle: Julian Stähle

Um 14.10 Uhr klopfte ein Polizist an die Scheibe und forderte die Veltenerin auf, umzudrehen und in der Rettungsgasse bis zum Polizeiauto vorzufahren. „Das hatte uns dann bis Falkensee geleitet. Dort durften wir runter“, beschreibt Daniela Scheidemann, die während der ganzen Zeit kein Radio hören konnte. „Ich habe einen alten VW. Das Risiko, dass das die Batterie nicht mitmacht, war groß.“ Sie habe die Leute beobachtet – und nach Finn geschaut. Der Zweitklässler war bereits eingeschlafen. Das Medikament hatte angeschlagen.

Von Sebastian Morgner

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