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Oberhavel Das ganze Leben lang in Nord
Lokales Oberhavel Das ganze Leben lang in Nord
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02:15 15.05.2017
Das Seniorenhaus, Baujahr 1983, soll umgestaltet werden. Quelle: Foto: Paetzel
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Hennigsdorf

Wenn es nach HWB-Chef Holger Schaffranke geht, sollen Bewohner in Hennigsdorf-Nord länger selbstbestimmt in dem Stadtteil leben können. „Die Menschen werden immer älter und wollen so lange wie möglich in der eigenen Wohnung leben“, so Schaffranke am Donnerstag im Bauausschuss. Gemeinsam mit dem Berliner Architekten Jörn Pötting stellte er die Umbaupläne für das Seniorenwohnhaus in der Rigaer Straße 30/30a vor. Der Komplex, 1983 gebaut, soll bis 2022 barrierefrei saniert werden. Schon Anfang 2018 soll ein neues Ärztehaus direkt neben dem Komplex entstehen, dorthin sollen die Arztpraxen und die Löwenapotheke umziehen. „Wir gehen davon aus, dass alle Ärzte den Standortwechsel mitmachen, die Apotheke wird auf jeden Fall bleiben“, so Holger Schaffranke im Ausschuss.

Mit dem neuen Ärztehaus werden Räume im Erdgeschoss des Seniorenwohnhauses frei. Hier soll für „Medi-Mobil“ eine 360 Quadratmeter große Tagespflegeeinrichtung mit 20 Plätzen entstehen. Es wäre die erste Einrichtung dieser Art in der Stadt, obwohl der Bedarf laut Schaffranke da sei. So soll ein längeres Leben in den eigenen vier Wänden möglich werden, auch für Menschen mit Demenz oder stark bewegungseingeschränkten Personen. Auch die rund 120 Bestandswohnungen sollen Anfang 2018 saniert werden. Die Grundrisse sollen verändert, die Bäder großzügiger und barrierefrei werden. Auch die Schwellen an den Balkonen als potenzielle Stolperfallen für ältere Menschen werden beseitigt.

Man wolle den Mietern aber keine Bauarbeiten in ihrer Wohnung zumuten, deswegen sollen nur solche saniert werden, die gerade frei sind, so Schaffranke.

Im Mitteltrakt des Komplexes sollen außerdem 20 Seniorenwohnungen gebaut werden, die Tagespflege wäre dann in unmittelbarer Nähe. Es sollen 1,5-Raumwohnungen mit 40 Quadratmetern und 2-Raumwohnungen mit 50 Quadratmetern und Balkon oder Terrasse sein. Im Außenbereich sollen im Zuge der Arbeiten Fahrradboxen entstehen, Auflademöglichkeiten für E-Bikes inklusive.

Von Marco Paetzel

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