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Oberhavel Das ist wahre Liebe: Seit 70 Jahren verheiratet
Lokales Oberhavel Das ist wahre Liebe: Seit 70 Jahren verheiratet
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02:15 26.05.2017
Erika und Willy Schmeck wohnen seit 1961 in ihrer Wohnung in der Hennigsdorfer Kirchstraße. Sie kamen aus Vetschau. Quelle: Fotos: Marco Paetzel
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Hennigsdorf

„Es war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Willy Schmeck. Er sitzt auf dem Sofa, lässt den Blick aus dem Fenster schweifen und denkt an das Kennerlernen mit seiner Frau Erika zurück. Morgen feiert das Paar seine Gnadenhochzeit, 70 Jahre sind die beiden nun verheiratet. „Wir kennen niemanden sonst, der es so lange geschafft hat“, sagt der 95-Jährige. Erika nickt. „Und die Zeit verging wirklich wie im Flug.“

Es funkte im August 1946 beim Kinoabend in einem Tanzsaal in Vetschau. Auf der Leinwand flimmerte der Revuefilm „Der weiße Traum“. Doch Willy, am Vortag aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, hatte nur Augen für seine Erika. „Sie kam, sah und siegte“, so der Senior. 1947 heirateten sie im engsten Familienkreis in Vetschau, mitten in den Wirren der Nachkriegszeit. „Einer brachte Mehl mit zur Feier, der andere Zucker, die Eltern ein Kaninchen“, erinnert sich Erika Schmeck.

1961 zog das Paar nach Hennigsdorf, auch der Arbeit wegen. Willy Schmeck heuerte bei einer Berliner Baufirma an, wurde später Maurer, Lehrmeister, Ingenieurspädagoge. Seine Erika fand in einem Marwitzer Kindergarten Anstellung, hier arbeitete sie 30 Jahre lang als Erzieherin. Schon vor der Wende plagte das Paar oft das Fernweh, sie fuhren jedes Jahr raus zum Camping, einmal ging es mit dem Trabi bis zum Baikalsee. Nach der Wende reisten die Schmecks dann mit Schiff und Flugzeug, unter anderem ging es nach Mallorca, Norwegen, Schweiz, Italien oder Österreich.

Im Mai 1947 gab sich das Paar das Ja-Wort, die Feier war bescheiden. Quelle: Paetzel

Willy Schmeck filmte immer alles mit, in den 1990er-Jahren leitete er auch einen Filmzirkel bei der Hennigsdorfer Ortsgruppe der Volkssolidarität. Seine Erika engagiert sich bis heute dort, seit 25 Jahren leitet sie einen Gymnastikkurs. „Darum will ich mich noch so lange kümmern, wie es geht“, sagt die Seniorin. Mit ihrem Mann geht sie heute noch spazieren, gesundheitlich geht es dem alten Herrn aber nicht mehr allzu gut. Erst kürzlich hatte er einen Schlaganfall.

Am Donnerstag feiern die Schmecks ihre Gnadenhochzeit mit etwa 20 Gästen im Café Madlen im Ziel-Center. Dann werden auch Sohn, Enkeltochter und die beiden Urenkel dem Ehepaar gratulieren. Ihr größter Wunsch? „Wir wollen noch ein paar gute Jahre zusammen haben“, sagt Erika Schmeck. Das nächste Hochzeitsjubiläum, die Kronjuwelenhochzeit, wäre in fünf Jahren. „Vielleicht“, sagt Erika Schmeck, „schaffen wir das ja auch noch.“

Von Marco Paetzel

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