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Das sind die Zahlen der Nacht!

Pressekonferenz: Wassermassen Oranienburg Das sind die Zahlen der Nacht!

Fazit der Nacht: Die Stadtverwaltung Oranienburg und die Feuerwehr ziehen Bilanz. Wahnsinn: Es heißt, es sind 236 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen.

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Gerade bei der Pressekonferenz in Oranienburg.

Quelle: Treichel

Oranienburg. Die Nacht hatte es in sich. Die Wassermassen legten nicht nur am Donnerstag-Nachmittag die Stadt Oranienburg und viele Teile Oberhavels lahm. In der Nacht mussten die Einsätzkräfte an ihre Grenzen gehen. Ab 8.45 Uhr fand eine Pressekonferenz der Stadt Oranienburg statt, die inzwischen beendet ist.

Hier die wichtigsten Fakten:

– Es heißt, es sind bis zu 236 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen.

– 299 Einsätze waren allein zwischen 15 und 3.15 Uhr abgearbeitet worden. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Stadtbrandmeister Sven Marten sprechen jedoch von einer „hohen Dunkelziffer“.

– 50 Einsätze liefen am Vormittag noch.

– 600 Einsatzkräfte waren dabei. Es wurde ein Leitungsstab gebildet, um die Arbeiten zu koordinieren. Hilfe gab es aus dem Norden: Zehdenick, Liebenwalde und auch Gransee.

– Einsatzschwerpunkt ist nach Martens Worten ein Wohnhaus im Sperlingsweg 4 in Lehnitz. Dort ist der Keller mit einem Gemisch aus Wasser und Heizöl angefüllt.

– Gegen 9 Uhr ist Vollalarm ausgelöst worden. Sämtliche Einsatzkräfte der Oranienburger Wehren sind im Einsatz.

– Update: Die Landesstraße L 172 in Germendorf ist nicht mehr gesperrt. Dort waren erhebliche Erdmassen von der Mülldeponie auf die Straße gespült wurden. Außerdem gab es in Germendorf an der B 273 einen Hangabrutsch. Der Kreisverkehr am Gewerbegebiet steht unter Wasser, ist aber passierbar.

– Am Donnerstag blieb ein Rettungswagen mit einem Patienten im Wasser stecken. Das Fahrzeug und seine Besatzung wurden von der Feuerwehr aus der Notlage befreit. Der Patient konnte danach sicher ins Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Tanklöschfahrzeug musste aus einer Notlage befreit werden.

Eine gute Nachricht hatten Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke und Stadtbrandmeister Sven Marten: „Es sind keine Personenschäden bekannt. Es gab auch keine verletzten Kameradinnen und Kameraden.“ Auch Notrufe über einen Brand sowie ein vermisstes Kind im Keller hätten sich nicht bestätigt.

Es gibt eine gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Die Kreisverwaltung habe Notunterkünfte angeboten.

Bei der Oranienburger Wohnungsgesellschaft Woba gab es zum Teil erhebliche Schäden an Wohngebäuden, resümierte Geschäftsführer Bernd Jarczewski. Aber alle Mieter, die ihre Wohnung verlassen mussten, hätten untergebracht werden können.

Großes Dankeschön von Bürgermeister und Stadtbrandmeister an alle Einsatzkräfte. Ein Dank geht auch an alle Bürger, die die durchgeweichten Helfer mit Brötchen, Kaffee und Dankesworten unterstützten und aufbauten. Zwischen 4 und 8 Uhr wurden die Einsätze vorübergehend eingestellt.

Die hiesigen Einsatzkräfte bekamen Verstärkung aus Wandlitz. Darüber hinaus kam das Technische Hilfswerk mit seinen Ortsverbänden in Gransee, Rathenow und Neuruppin zum Einsatz.

Der erhöhte Pegel der Havel sinkt laut Auskunft aus dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Eberswalde seit Mitternacht wieder.

Im Georg-Mendheim-Oberstufenzentrum ist die Cafeteria überflutet.

Die Feuerwehr weist darauf hin, dass ihre Technik nicht zum Abpumpen von Fäkalien geeignet ist. Das würde die Gerätschaften und Einsatzmaterialien beschädigen. Die Aufgabe müssten Spezialfirmen übernehmen.

Bürgermeister Laesicke bekommt einen Anruf von Ministerpräsident Dietmar Woidke: Der Landeschef bietet die Hilfe des Landes an und drückt seinen Stolz über die Einsatzkräfte aus.

„Wir brauchen Zeit und Einsatzkräfte“, beschreibt Oranienburgs Stadtbrandmeister Sven Marten die gegenwärtige Herausforderung.

Die Mitarbeiter des Stadthofes werden gegenwärtig dazu eingesetzt, die Schadstellen im Wege- und Straßensystem zu sichern.

Weitere Infos folgen.

Von Sebastian Morgner

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