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Oberhavel Das wird eine teure Geschichte
Lokales Oberhavel Das wird eine teure Geschichte
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00:31 15.11.2015
Langsam wächst der Rohbau für die Feuerwache. Im Hintergrund ist der Kirchturm zu sehen. Quelle: Andrea Kathert
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Oranienburg

„Endlich“, werden sich die Germendorfer Feuerwehrleute sagen. Endlich geht es richtig los mit dem Bau des Gemeinschaftshauses, das hauptsächlich die neue Feuerwache beherbergen soll. Auf dem Dorfanger wachsen Stein für Stein die Wände in die Höhe. Die Umrisse des Funktionsbaus sind schon zu erkennen, obwohl noch nicht viel steht.

Dort wo noch bis Ende Oktober die Archäologen des Büros Weishaupt aus Neu-Löwenberg kräftig gebuddelt hatten, ist nun alles planiert und mit Sand verfüllt.

Als am 30. Juli die Erdarbeiten begannen, wurden die Bauleute umgehend gestoppt. Auf dem Baufeld wurden diverse archäologische Funde entdeckt. Komplexe Bodendenkmäler wurden freigelegt, die von der mittelalterlichen Bebauung des Dorfangers stammen. Die Funde waren einzigartig für den nördlichen Raum von Berlin. Sie sind eine Seltenheit und haben eine große landesgeschichtliche Bedeutung. Schon aus diesem Grunde war klar, dass die Archäologen ihre Arbeit in vollem Umfang und ganz in Ruhe verrichten sollten. Dreimal wurde die Denkmalrechtliche Erlaubnis des Landesamtes erneuert, weil die fünf Archäologen in den elf Wochen immer wieder neue Funde machten. Allerdings brachte das den Zeitplan durcheinander. Die Bauarbeiter kamen nicht richtig zum Zuge. Elf Wochen Verzögerung hat der Bau. Und er wird, so weit das Heidrun Gassan als Amtsleiterin für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft der Stadt im Moment abschätzen kann, um 300 000 Euro teurer.

Der Rohbau der Feuerwache. Quelle: Kathert

Ein ganzer Rattenschwanz an Kosten sind nun zusammengekommen. In dem Baufeld, in dem jetzt das Gebäude entsteht, waren ursprünglich 5000 Euro für das Archäologiebüro einkalkuliert worden. Daraus sind 116 000 Euro geworden. Im Bereich der Freianlagen war man ebenfalls von 5000 Euro ausgegangen. Doch nun werden 90 000 Euro kalkuliert. Weil die Rohbaufirma Grabungstechnik einsetzen und den Boden auf Tragfähigkeit prüfen musste, stehen zusätzlich 14 000 Euro an. 3000 Euro kostete es, die Funde fachgerecht abzudecken, bevor sie verfüllt wurden. Um die zwei historischen Brunnen, die gefunden wurden, nicht zurückbauen zu müssen, was horrende Kosten für die Wasserhaltung bedeutet hätte, wurden Fundamente gegründet, der Mehraufwand kostet 10 000 Euro. Auch der Baugrund war nicht wie erwartet, zusätzliche Kosten von 22 000 Euro fielen an. Weil die Nutzer Heizung und Lüftung separat steuern sollen, entstanden mit der Planpräzisierung 20 000 Euro Mehrkosten. Ziel ist trotzdem ein winterdichter Rohbau. Sollte das nicht klappen, wird die Winterbaumaßnahme 35 000 Euro zusätzlich kosten.

2016 werden 300 000 Euro mehr im Haushalt gebraucht. Dem müssen die Stadtverordneten am 7. Dezember zustimmen. Der Bauausschuss hat es schon getan.

Erhebliche Mehrkosten

Baubeginn für das Gemeinschaftshaus mit Feuerwache war am 27. Juli 2015. Wegen bedeutender archäologischer Befunde kam es zu elf Wochen Bauverzögerung.

Die Mehrkosten, die bisher anfielen und noch einkalkuliert werden müssen, belaufen sich auf 300 000 Euro.

Somit könnte der Neubau statt geplanter 2,07 Millionen Euro am Ende rund 2,36 Millionen Euro kosten.

Von Andrea Kathert

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