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Deep Purple in der Turnhalle

Hennigsdorf Deep Purple in der Turnhalle

Rund 170 Schüler aller Hennigsdorfer Grundschulen haben am Mittwoch in der Turnhalle der Grundschule Nord Songs wie „Smoke on the Water“ von Deep Purple geprobt. Mit dem Projekt „Musik ist Klasse“ der Hennigsdorfer Musikschule sollen die Kinder an Instrumente herangeführt werden.

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Die meisten der Schüler hatten vorher noch nie ein klassisches Instrument in der Hand. Sie dürfen es sogar mit nach Hause nehmen.

Quelle: Fotos: Paetzel

Hennigsdorf. Und dann schallt Deep Purples „Smoke on the Water“ durch die kleine Sporthalle der Grundschule Nord. Violinen, Kontrabässe, Celli und Bläser spielen ihre Parts solide, auch wenn längst noch nicht jeder Ton sitzt. Rund 170 Kinder der Hennigsdorfer Grundschulen kamen am Mittwoch zusammen, um das erste Mal gemeinsam zu proben.

Es war das erste Zusammenspiel der Instrumentalklassen aller Hennigsdorfer Grundschulen für das Konzert „Musik ist Klasse“, das am 7. Juli um 18 Uhr in der Sporthalle des Puschkin-Gymnasiums aufgeführt werden soll. Angeleitet werden die Kinder von Kathrin Heinrich von der Musikschule, in deren Zusammenarbeit das Klassenmusizieren durchgeführt wird. Unterstützt wird das Projekt von Fördergeldern und Sponsoren. Bereits im vergangenen Jahr fand das Zusammenspiel der Grundschüler statt, die Resonanz war groß. Rund 400 Gäste kamen damals in die Halle des Puschkin-Gymnasiums.

Musiklehrerin Uta Liebenrodt half bei der Probe am Mittwoch mit, wetzte unaufhörlich durch die Stuhlreihen. Sie betreut zwei Streicherklassen an der Grundschule Nord. In den anderen Grundschulen gibt es auch Trommel- und Bläserklassen. Es gehört zum Projekt dazu, dass jedes Kind ein Leihinstrument bekommt, das auch zum Üben mit nach Hause genommen werden darf.

In einem sozialen Brennpunkt wie Hennigsdorf-Nord würden manche Kinder sonst keine Geige in die Hand bekommen. Die meisten Kinder seien mit viel Freude dabei. „Wenn sie die Instrumente wieder abgeben müssen, fließen manchmal sogar Tränen“, sagt Uta Liebenrodt. Doch so weit ist es noch nicht. Zwei Schuljahre lang dauert das Projekt, das gemeinsame Konzert ist für die Schüler der Höhepunkt.

Die Lieder sind so ausgewählt, dass die Kinder als Anfänger sie gut spielen können. Unter anderem gibt es einen „Open String Samba“, bei dem einfach Leersaiten gespielt werden können, ohne dass die Kinder sich auf das Griffbrett konzentrieren müssen. Ein anderer Song ist „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani. „Es soll den Kindern ja Spaß machen, auch denen, die es noch nicht so gut können“, erklärt Proben-Chefin Kathrin Heinrich. Zwei Tage vor dem großen Auftritt soll es für alle Kinder noch einmal eine Generalprobe im Puschkin-Gymnasium geben, bevor es ernst wird. Am Ende sei das Projekt auch für die Musikschule gut, erklärt deren Leiter Ronny Heinrich. „Einige der Kinder nehmen deshalb dann auch bei uns Unterricht.“

Karten für das Konzert kosten sechs, ermäßigt 4,80 Euro. Es gibt sie in der Stadtinfo und sowie an weiteren Vorverkaufsstellen. Onlinebuchungen über das Portal Reservix.

Von Marco Paetzel

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