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Dem Starkoch in den Topf geschaut

Christian Henze in Velten Dem Starkoch in den Topf geschaut

Knuspriger Schweinebauch, herzhafte Fenchel-Grissini, geschmorter Honig- Lachs: Den Besuchern in der Ofenstadthalle Velten läuft das Wasser im Munde zusammen, während Starkoch Christian Henze auf der Bühne ein Gericht nach dem anderen zaubert – und sich als unterhaltsamer Entertainer entpuppt.

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Im grellen Scheinwerferlicht präsentierte Sternekoch Christian Henze den knusprigen Schweinebauch.

Quelle: Robert Roeske

Velten. Die Frauen und Männer, denen am Samstagabend in der Veltener Ofenstadthalle mit Sicherheit das Wasser im Munde zusammenlief, waren überwiegend Insider. Sie alle wollten den Starkoch Christian Henze live sehen, den sie sonst nur auf ihrem Fernsehbildschirm in die Töpfe schauen können. Auch wenn die Halle nur mäßig gefüllt war, der 49-Jährige brachte schnell Stimmung ins Kochstudio. Als charmanter Wirbelwind stimmet er die Veltener auf den Abend ein und bat sie: „Dann muss heute Abend jeder von ihnen für drei klatschen.“ Damit war das Thema erledigt und nach 30 Sekunden stand die erste Vorspeise auf dem Tisch.

Henze ist gerade auf Tour. „Eine Portion Glück“ ist sie überschrieben. 17 Standorte, am Tag zuvor war er noch in der Rotkäppchen-Stadt Freyburg zu Gast. Der Abend in der Sektkellerei hatte ihm einen gut gefüllten Kühlschrank beschert.

Jürgen Richter aus Glienicke durfte dem Sternekoch unverhofft zur Hand gehen

Jürgen Richter aus Glienicke durfte dem Sternekoch unverhofft zur Hand gehen.

Quelle: Robert Roeske

So einfach wie möglich, aber mit Herz kochen

Eine Augenweide ist es schon, dem Koch zu zuschauen wie er in Sekundenschnelle etwas aus dem Ärmel zaubert. Und alles ohne großes Brimborium. Henzes erster Tipp: „Es kommt nicht drauf an, was im Rezept steht, nur der rote Faden muss klar sein.“ Und das galt auch für ein Crunchy Granola Müsli, für das alles verwendet werden kann, was an Nüssen, Flocken oder Körnern im Küchenschrank zu finden ist. So einfach wie möglich, aber mit Herz kochen, ist eines von Henzes Prinzipien am Herd. Und durch den ganzen Abend zog sich sein Plädoyer für regionale Produkte. Etwas Besseres gebe es nicht. Und: „Es gibt keine ungesunden Lebensmittel, nur die Dosis macht das Gift.“

Und natürlich musste Christian Henze in seiner temporeichen Show ein wenig tricksen. Der wichtigste Spruch eines Fernsehkochs sei: „Meine Damen und Herren, da habe ich schon mal was vorbereitet.“

Publikum schwingt selbst den Kochlöffel

Das Veltener Publikum konnte nicht nur über eine Deckenkamera direkt in die Töpfe und Pfannen schauen, sondern auch selbst den Kochlöffel schwingen. Jürgen Richter aus Glienicke durfte sich eine Kochschürze umbinden und seine ersten Fenchel Grissinis zubereiten. Überhaupt verstand es Henze perfekt, sein Publikum in die Show immer mit einzubauen. Sei es mit Quizfragen oder Schlagereinlagen.

Isabell aus Velten hatte die Nase vorn beim Gewinnspiel und bekam ein Kochbuch mit Widmung

Isabell aus Velten hatte die Nase vorn beim Gewinnspiel und bekam ein Kochbuch mit Widmung.

Quelle: Robert Roeske

Nach den ersten 75 Minuten, die Christian Henze ohne Unterbrechung kochte und gleichzeitig ohne Unterlass redete, wussten alle Zuschauer, wie schnell, einfach, gesund man kochen und mit wie viel Spaß und Freude leckeres Essen entstehen kann. Und für alle, die sich seine Tipps nicht merken konnte, gibt es ja noch seine Kochbücher.

Von Andrea Kathert

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