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Dem Storch das Nest gemacht

Schwante Dem Storch das Nest gemacht

Die Schwantener rechnen damit, dass der Storch über der Kulturschmiede Ende März eintrifft. Deshalb haben viele Helfer ihm jetzt das Nest gemacht. Es ist gereinigt worden, und außerdem gibt es jetzt eine neue Kamera, die aktuelle Bilder für das Internet liefert.

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Das Nest wird von Philipp Niepalla gesäubert.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Schwante. „Unser Storch ist im Anflug“, versichert Dieter Blumberg. Der große Storchenzug aus Afrika habe bereits Ägypten erreicht. Um den 25. März, so prophezeit Blumberg, wird sein Schützling das Nest auf dem hohen Kamin der Kulturschmiede in der Dorfstraße in Schwante wieder in Besitz nehmen. Und das Nest ist jetzt stabil, absolut sauber und voll im Blick einer nagelneuen und nahe am Nest installierten Kamera.

Angedacht war die aufwendige Aktion von den Freunden der Kulturschmiede schon lange. Die alte Überwachungskamera, die damals dankenswerterweise auf dem Nachbarhaus installiert werden durfte, hatte ihren Dienst aufgegeben. Das Nest drohte abzukippen. Zu hoch getürmt saß es schief auf dem alten Schornstein.

Dieter Blumberg mit der neuen Videokamera, die er mit einem Schutzgitter versehen hat

Dieter Blumberg mit der neuen Videokamera, die er mit einem Schutzgitter versehen hat.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

„Alle fünf Jahre muss man es abtragen“, sagt Dieter Blumberg. Viele Spenden konnte er für diese Storchennest-Sanierung sammeln, und am Dienstagvormittag war es dann soweit. Mit Unterstützung der Gemeinde Oberkrämer startete der Frühjahrsputz und die Kamera-Montage.

Vor Ort war ein Kran aus Marwitz. Abwechselnd hievt Mario Meinke die Schwantener Bauhofmitarbeiter Benjamin Gliem und Philipp Niepalla im Hebekorb über das Dach der Schmiede.

Dieter Blumberg leitet die Montage der Kamera-Halterung

Dieter Blumberg leitet die Montage der Kamera-Halterung

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Skelette von zwei Jungstörchen werden geborgen, die ein Unwetter im letzten Jahr nicht überlebt hatten. Dann zücken Blumbergs Helfer die Mistgabeln. Zwei Drittel des Geflechts und der mulchartigen Substanzen poltern über das Dach in die Tiefe.

Danach hat der Internetspezialist der Oberkrämer Gemeindeverwaltung, Axel Nagrassus, seinen Auftritt. Auf durchdachten und fachmännisch geschmiedeten Halterungen installiert er die neue Kamera. Eine lange Eisenstange hebt sie über das Nest, so dass sie den direkten Einblick in das Geschehen aus höchstens zwei Metern Entfernung hat. Das Gerät wird von einem geschmiedeten Eisengitter geschützt, das der Storch sicherlich als einen bequemen Landepunkt entdeckt.

Ein Kran musste her

Ein Kran musste her.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Die Bilder der neuen Kamera werden per Richtfunk im Drei- bis Fünf-Sekunden-Takt in das W-Lan-Netz der Gemeinde Oberkrämer gesendet und als Link auf deren Website gestellt. Direkt abzurufen sind die Live-Bilder dann unter www.storch.oberkraemer.de, so erklärt es Hauptamtsleiter Ronny Rücker. Ideenreich und engagiert haben er und Axel Nagrassus das Übertragungsprogramm ausgeklügelt.

Ihr größter Wunsch ist allerdings eine direkte Live-Video-Übertragung. „Daran müssen wir noch ein bisschen basteln“, meint Ronny Rücker. Das Begrüßungsfest für den Storch an der Schmiede am Sonnabend, 8. April, ist bereits voll in der Vorbereitung. Karten für den Weinabend gibt es in der Vehlefanzer Poststelle.

Von Helga Müller-Schwartz

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