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Dem Strauchwerk die Zähne gezeigt

Erster Umwelttag der Jugendfeuerwehren am Naturschutzturm in Bergfelde Dem Strauchwerk die Zähne gezeigt

In der Wacholderheide am Naturschutzturm zwischen Bergfelde und Frohnau wurde am Sonnabend gesägt, geschnitten und umgepflanzt. Das Strauchwerk der Amerikanischen Traubenkirsche wurde gelichtet, um den dortigen 30 Wacholdern wieder bessere Bedingungen zu verschaffen und so das Naturdenkmal zu erhalten.

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Dario (zwölf Jahre) von der Jugendfeuerwehr und Lysann (26) von der Deutschen Waldjugend legen gemeinsam Hand an.

Quelle: Enrico Kugler

Bergfelde. Die Jugendfeuerwehren aus den drei Löschzügen Hohen Neuendorf, Bergfelde und Borgsdorf veranstalteten dafür einen Umweltaktionstag. Gemeinsam mit Marian Przybilla von der Deutschen Waldjugend hatte Stadtjugendwart Oliver Warneke diesen Rettungseinsatz der etwas anderen Art vorbereitet. "Es sollte ein Tag werden, bei dem die Jugendlichen etwas für die Pflege der Natur in ihrer Nachbarschaft tun können und bei dem Spaß und Teamgeist nicht zu kurz kommen", sagt Oliver Warneke und stellte am Ende fest: "Der Plan ist aufgegangen."

Die rund 40 Teilnehmer haben in fünf Stunden den Wildwuchs aus Kiefern und Traubenkirschen gelichtet. Die Äste wurden zu Schutzwällen aufgeschichtet. Kleinere Pflanzen bekamen einen neuen Standort im nahen Wald. Bereits zum Mittag hatte die muntere Gruppe den größten Teil der Aufgaben erledigt. Davon konnten sich die geladenen Gäste aus der Stadtverordnetenversammlung, Verwaltung und Wehrführung überzeugen, die sich beim gemeinsamen zünftigen Mittagessen die leckere Erbsensuppe aus der Bergfelder Gulaschkanone schmecken ließen.

Interview: "Der Schutzwald braucht Schutz"

Matthias Schwanke unterstützte den Einsatz der Jugendfeuerwehr als Stadtverordneter und Sprecher der Bürgerinitiative A 10 Nord.

MAZ : Welche politische Bedeutung hat die Wacholderheide?
Matthias Schwanke : Im Landschaftsplan legen wir besonderes Augenmerk auf die siedlungsnahen Waldflächen. Diese brauchen Schutz. Wir müssen Vereinbarungen treffen, damit solche Gebiete nicht der normalen forstwirtschaftlichen Nutzung unterliegen. Dazu gehört die Wacholderheide.

Wozu ist das gut?
Schwanke : Solche Flächen haben eine besondere städtebaulich Funktion, zum Beispiel für die Erholung. Außerdem besitzt der Wald eine Filterfunktion für Lärm und Schadstoffe. Dies trifft insbesondere auf die Waldstreifen zwischen Siedlungen und Autobahn zu. Deshalb bezeichnen wir die als Schutzwald. Wir setzen uns dafür ein, diesen Schutzwald zu erhalten und zu erweitern.
Interview: Helge Treichel

Nach dem Mittag bestand die Möglichkeit, den Naturschutzturm und das umliegende Gelände zu erkunden. Marian Przybilla erklärte den Jugendlichen anhand von Fotos und Karten die ehemalige Grenzsituation und den Wandel vom Wach- zum Naturschutzturm, der nun ein Ort der Begegnung ist.

Als Höhepunkt und Tagesabschluss wurde die 25. und damit letzte Lärche aus der Aktion "25 Jahre Deutsches Historisches Museum" gepflanzt. "Mit Urkunde und abschließendem Eintrag in die Liste der 25 Lärchen haben sich die Jugendlichen hier selbst eine Erinnerung an diesen Umwelttag geschaffen", so Warneke. Er und Marian Przybilla sind sich sicher, dass die Jugendlichen die Erfahrung mitnehmen, in einem starken Team etwas Großartiges geleistet zu haben.

Von Helge Treichel

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