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Demo gegen Asylunterkunft ohne Störungen

"Pro Borgsdorf" in Hohen Neuendorf Demo gegen Asylunterkunft ohne Störungen

Vor dem Rathaus in Hohen Neuendorf haben am Donnerstag Bürger gegen eine Asylunterkunft in Borgsdorf demonstriert. Die Kritiker von der Initiative „Pro Borgsdorf“ kamen mit Unterschriften und Forderungen. Obwohl es zuvor hieß, es solle „auch mit Nazis“ gerechnet werden, blieb es ruhig.

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Knapp 200 Menschen haben vor dem Rathaus in Hohen Neuendorf gegen eine geplante Asylunterkunft demonstriert.
 

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf.  Die Debatte um Flüchtlinge ist aktueller denn je. Inmitten einer Serie von Anschlägen auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte, wie etwa in Nauen, und die Ausschreitungen in Heidenau, ist die Initiative „Pro Borgsdorf“ am Donnerstagabend, 27. August, vor dem Hohen Neuendorfer Rathaus demonstrieren gegangen.

Die Kritiker der in Borgdorf geplanten Sammelunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge haben Listen mit 767 Unterschriften an Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Die Linke) übergeben. Die Unterzeichner fordern darin „eine transparente Aufklärung unserer gewählten Bürgervertreter zum Thema Unterkunft für Asylsuchende“. Außerdem treten sie für eine „gerechtere Aufteilung proportional zur Einwohnerzahl der einzelnen Ortsteile“, sowie die „Unterbringung der Flüchtlinge in menschenwürdigen, zukunftsorientierten Unterkünften, um eine gute Integration im Sinne der Flüchtlinge und Anwohner zu ermöglichen“.

Die Angst vor dem „Ghetto“ Borgsdorf

Die Angst vor dem „Ghetto“ Borgsdorf.

Quelle: Treichel

Darüber hinaus treten die Unterzeichner dafür ein, dass der Wald an der Margeritenstraße erhalten bleibt. Hintergund: Der Landkreis plant, in kurzfristig aus Fertigmodulen errichten Gebäuden ab Februar kommenden Jahres 240 Flüchtlinge in einer Sammelunterkunft zu beherbergen Insgesamt rund 200 Menschen standen vor dem Rathaus, um ihre Meinung zu äußern.

Etwa die Hälfte stand dabei auf Seiten der Kritiker, die andere Hälfte auf der Seite der Initiative „Willkommen in Borgsdorf“. Der Anmelder der Kritiker-Demonstration verwahrte sich gegen den Vorwurf, rechtsextrem oder fremdenfeindlich zu sein. Ein anderer Redner rief dazu auf, auch die Unterschriftenliste auf der Gegenseite „für ein weltoffenes Hohen Neuendorf, in dem Flüchtlinge willkommen sind“ zu unterzeichnen.

Von Helge Treichel

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