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Demos hielten Oranienburg in Atem

Liveticker zum Nachlesen Demos hielten Oranienburg in Atem

In der Oranienburger Innenstadt fanden am Freitagabend mehrere Demonstrationen statt: die Aktion „Oranienburg zeigt Herz“, zwei Demos „Gemeinsam gegen Rassismus“ sowie der „Abendappell der guten Hoffnung“. Die Demos liefen relativ friedlich ab. Die Geschehnisse des Abends zum Nachlesen.

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Menschen und Lichter vor dem beleuchteten Schloss in Oranienburg.

Quelle: Robert Roeske

Oranienburg. Gleich mehrere Demonstrationen sind für den Freitagabend in der Oranienburger Innenstadt angemeldet. Geplant sind Kundgebungen gegen Hass, Gewalt und Fremdenfeindlichkeit sowie auf der anderen Seite gegen die aktuelle Asylpolitik. Die MAZ ist mit mehreren Reportern vor Ort und berichtet fortlaufend.

+++ 20.45 Uhr: Ticker-Ende +++

Damit endet die Live-Berichterstattung der MAZ zu den verschiedenen Demonstrationen in der Oranienburger Innenstadt. Wir danken Ihnen für die Aufmerksamkeit. An dieser Stelle können Sie den Verlauf des Geschehnisse des Abends nochmals verfolgen.

+++ 20.43 Uhr: Polizei zieht positive Bilanz +++

Toralf Reinhardt, der Pressesprecher der Polizeidirektion Nord, sagte auf Nachfrage der MAZ: „Wir gehen insgesamt von einem friedlichen Verlauf aus. Straftaten wurden nicht angezeigt.“

+++ 20.39 Uhr: Polizei sichert Wege ab +++

Viele Teilnehmer der Demonstrationen begeben sich nun auf den Heimweg. Die Polizei sichert die Wege in Richtung Bahnhof ab. So steht auch ein Einsatzwagen der Polizei an der Ecke Mittelstraße/Schulstraße.

+++ 20.32 Uhr: Konzert im Oranienwerk hat begonnen +++

Das Konzert im Oranienwerk hat nun doch schon früher begonnen. Zwischenzeitlich hieß, es beginne nicht vor 21 Uhr. Mehrere Bands spielen in den Kulturhaus an der Kremmener Straße im Laufe des Abends.

+++ 20.24 Uhr: „Abendappell“ ist zu Ende +++

Der „Abendappell der guten Hoffnung“ und die Rede Michael Mannheimers sind zu Ende gegangen. Mit Beendigung der Kundgebung beginnt sich nun der Schlossplatz zu leeren.

+++ 20.20 Uhr: Rede dauert länger +++

Die Rede von Michael Mannheimer beim „Abendappell“ dauert an. Offenbar dauert sie länger als geplant, eigentlich sollte sie gegen 20 Uhr beendet sein. Insgesamt ist die Situation auf dem Schlossplatz friedlich.

+++ 20.14 Uhr: Mehr Leute kommen zum Oranienwerk +++

Langsam kommen mehr und mehr Leute zum Oranienwerk. Aus Asylbewerber wollen beim Konzert dabei sein. Dass es erst gegen 21 Uhr beginnen soll, sorgt allerdings für Verdruss.

+++ 20.07 Uhr: Wegen eines Feuers Polizisten abgezogen +++

Wegen eines Feuers in der Justizvollzugsanstalt Wulkow bei Neuruppin sind nach MAZ-Informationen sogar Beamte aus Oranienburg abgezogen worden, die dort eigentlich die verschiedenen Demos absichern sollten.

+++ 20.04 Uhr: Einlass im Oranienwerk hat begonnen +++

Im Oranienwerk hat der Einlass für das Konzert „Gemeinsam gegen Rassismus“ begonnen. Es soll gegen 21 Uhr beginnen, wie der Veranstalter vor Ort sagte. Es treten auf: Lisa+, Flo & Guests, Pilotprojekt und Projekt Muetzen. Noch ist es dort aber relativ leer.

Das Konzert im Oranienwerk beginnt gegen 21 Uhr

Das Konzert im Oranienwerk beginnt gegen 21 Uhr.

Quelle: Robert Roeske

+++ 19.48 Uhr: Aktion „Oranienburg mit Herz“ beendet +++

Zur Musikauswahl bei der „Oranienburg zeigt Herz“-Demo im Südhof des Schlosses bekannte sich der Bürgermeister. Er hatte unter anderem Titel von Roland Kaiser, Katja Ebstein, Konstantin Wecker und Marlene Dietrich ausgewählt. „Alle, die sich mit dem Thema Flucht und Menschlichkeit befasst haben. Zu den Rednern gehörte auch Ursula Nonnemacher, Landtagsmitglied Bündnis 90/Die Grünen: „Mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland haben Flüchtlinge in irgendeiner Weise willkommen geheißen. Aber es gibt auch eine Wut in Deutschland und offenbar eine Sehnsucht, dass alles so bleibt, wie es ist. Die Globalisierung macht vielen Menschen Angst. Und der Ton wird rauer. Wir stehen heute hier, um die Menschlichkeit zu erhalten, wir stehen zum Rechtsstaat und zur Demokratie. Oranienburg bekennt heute Farbe.“

„Oranienburg zeigt Herz“

„Oranienburg zeigt Herz“

Quelle: Robert Roeske

Björn Lüttmann, Landtagsabgeordneter der SPD, sagte: „Es vollzieht sich ein historischer Umbruch, der die Gesellschaft nachhaltig verändern wird. Eine Millionen Menschen sind 2015 aus Kriegs- und Armutsgebieten zu uns gekommen. Das war nicht steuerbar.“ Doch, statt zu lamentieren, „wollen wir mehr Lehrer und Erzieher einstellen im Land, den Wohnungsbau fördern. Davon werden allen profitieren. Das ist die Botschaft.“ Lüttmann bezeichnete es als Schande, dass die Abendspaziergänger „den bekannten Neonazi Michael Mannheimer“ hergeholt hätten. Einen Mann, „der mit einem Decknamen auftritt und nicht mal den Mumm hat, seinen Namen zu nennen. Er heißt eigentlich Karl-Michael Merkle. Es ist traurig und entlarvend, ihn einzuladen.“

Gerrit Große, Landtagsabgeordnete der Linken: „Ich bin stolz in einer Stadt zu leben, in der die Menschen, Mut, Gesicht und Lichter zeigen. Und die Empathie haben für die, die zu uns kommen und Schutz suchen.“ Der CDU-Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler nahm zwar am Gottesdienst teil, ließ sich aber wegen einer Verpflichtung bei der Demo im Schlosshof entschuldigen.

+++ 19.37 Uhr: Mannheimer: „Verräter aus Ämtern treiben“ +++

Michael Mannheimer, Redner beim „Abendappell“, sagt, man müsse sich vereinen und die „politischen Verräter aus ihren Ämtern treiben und vor Gericht stellen“. Die Regierung verübe „Mord am deutschen Volk“.

„Abendappell“ am Schloss

„Abendappell“ am Schloss.

Quelle: Robert Roeske

+++ 19.23 Uhr: Mannheimer spricht +++

Nun spricht Michael Mannheimer beim „Abendappell der guten Hoffnung“. Er ist scharfer Islam-Kritiker und Blogger. Von Seiten der Linken-Demo ist ein Bengalo geflogen, die Polizei muss ordnend einschreiten. In Richtung der Linken ruft Mannheimer: „Raus aus Deutschland, ab nach Nordkorea!“ Inzwischen sind etwa 500 Menschen beim „Abendappell“.

+++ 19.13 Uhr: Auch Syrer demonstrieren mit +++

Auch Asylbewerber aus Lehnitz demonstrieren in Oranienburg mit. Sie finden den Abend und die Sprechchöre „großartig“. Nun wollen sie zum Konzert ins Oranienwerk, sagen sie. Die Gegendemos des „Abendappells“ lösen sich langsam auf.

Auch Bewohner des Asylbewerberheims in Lehnitz sind dabei

Auch Bewohner des Asylbewerberheims in Lehnitz sind dabei.

Quelle: Helge Treichel

+++ 19.02 Uhr: Verbot von Glasflaschen und Vermummungen +++

Per Lautsprecher-Durchsage bittet die Polizei darum, dass keine Glasfalschen auf das Gelände gebracht werden – außerdem seien Vermummungen verboten. Die Linken äußern per Lautsprecher Kritik am „Asylpaket II“ und fordern ein Asylrecht als Individualrecht sowie sichere Fluchtwege. Auf Seiten des Abendappells spricht eine Rednerin sich gegen die hohe Zahl der Flüchtlinge aus.

+++ 18.58 Uhr: Zwei Reden gleichzeitig +++

Der Schlossplatz wird nun von zwei gleichzeitigen Reden beschallt. Die Rednerin des Abendappells wird von der anderen Seite mit Pfiffen und Rufen bekämpft.

+++ 18.55 Uhr: Mehr als 800 Menschen am Schloss +++

Weit mehr als 400 Menschen sind zur Aktion von „Oranienburg zeigt Herz“ gekommen. Die Demo findet momentan auf dem Südhof des Schlosses statt. Zum „Abendappell der guten Hoffnung“ sind mehr als 200 Menschen gekommen. Die Zahl wird sicherlich noch steigen. Sie warten auf die Rede von Michael Mannheimer. Diese Demo ist auf dem Schlossplatz, nahe des Louise-Henriette-Denkmals, stationiert. An der Demo der Linken nehmen etwa 200 Menschen teil. Die Teilnehmer stehen weiter südlich, in Richtung Tourismusinfo, am Rande des Platzes. Die Polizei hat alle Demos räumlich voneinander getrennt.

Hohe Polizeipräsenz am Schloss

Hohe Polizeipräsenz am Schloss.

Quelle: Robert Roeske

+++ 18.46 Uhr: Alle Demos am Schloss angekommen +++

Inzwischen spielt sich das komplette Geschehen am Schloss ab. Die Linken sind inzwischen auch dort angekommen. Es gibt laute Sprechchöre, in den unter anderem Kritik an der Ausländerbehörde geäußert wird. Der Song „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten erklingt sehr laut aus einem Lautsprecherwagen heraus. Die Polizei hat vorher auf dem Platz viele Gitter aufgestellt, um die Demos räumlich voneinander zu trennen.

+++18.30 Uhr: Linke auf der Bernauer Straße +++

Der Demonstrationszug der Linken hat die Bernauer Straße erreicht. es gibt Sprechchöre: „Refugees are welcome!“ Beobachter sprechen nun von 200 Teilnehmern. In der Innenstadt kommt es nun zu Sperrungen, die B273 ist für den Verkehr gesperrt. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Der Demonstrationszug der Linken in der Stralsunder Straße

Der Demonstrationszug der Linken in der Stralsunder Straße.

Quelle: Helge Treichel

+++ 18.27 Uhr: Appell vor dem Schloss beginnt +++

Vor dem Schloss sammeln sich die Teilnehmer des „Abendappells der guten Hoffnung“. Bislang ist die Beteiligung noch relativ mäßig. Klassische Musik erklingt. Viele Menschen haben Deutschland-Fahnen dabei, einige haben sich darin eingehüllt. Zu sehen sind Transparente wie „Heimat ist mehr als ein Wort“, „Schulen statt Flüchtlingsheime“ oder „Merkel muss weg“. Später wird dort die Rede vom Islamkritiker und Journalist Michael Mannheimer erwartet.

+++ 18.22 Uhr: Demo setzt sich in Bewegung +++

Die Teilnehmer der Demo am Bahnhof setzen sich nun in Bewegung. Auch sie laufen in Richtung Schloss. Es gibt Sprechchöre: „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, so heißt es.

+++ 18.18 Uhr: Schloss diesmal beleuchtet +++

Im Gegensatz zu früheren „Abendspaziergängen“ ist das Oranienburger Schloss diesmal beleuchtet. Zu sehen sind Schriftzüge wie „Oranienburg zeigt Herz“.

Das Schloss ist beleuchtet

Das Schloss ist beleuchtet.

Quelle: Robert Roeske

+++ 18.12 Uhr: 100 Personen auf dem Bahnhofsplatz +++

Etwa 100 Personen haben sich vor dem Bahnhof versammelt. Dort haben die Linken zur Demo „Gemeinsam gegen Rassismus“ aufgerufen. Der Veranstalter erklärt den Teilnehmern die Laufstrecke, die ebenfalls in Schlossnähe führen soll.

Demo vor dem Bahnhof

Demo vor dem Bahnhof.

Quelle: Helge Treichel

+++ 18.03 Uhr: Mehr als 400 Leute laufen zum Schloss +++

Mehr als 400 Menschen laufen nun von der Nicolaikirche in Richtung Schloss. Die Glocken der Kirche läuten. Viele Menschen haben Lichter dabei. Pfarrer Arndt Farrack warb vorher in seiner Ansprache darum, das christliche Abendland nicht in Gefahr zu bringen – wenn nicht auf christliche Werte geachtet werde, wie Fremden Gastfreundschaft zu bieten und ihnen zu geben, was sie brauchen.

„Oranienburg zeigt Herz“ – Aktion vor der Nicolaikirche

„Oranienburg zeigt Herz“ – Aktion vor der Nicolaikirche.

Quelle: Robert Roeske

+++ 17.40 Uhr: Laesicke: Kampf für menschenwürdige Welt +++

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) sprach in der Nicolaikirche vor etwa 400 Zuhörern. „Die Würde jedes Menschen ist unantastbar“, sagte er. Es soll keine Differenzierung geben zwischen Christen, Juden, Moslems und Atheisten, zwischen Frauen, Männern und Kindern, zwischen Deutschen und Nichtdeutschen. „Auch dafür bin ich mit vielen anderen im Herbst 1989 auf die Straße gegangen. Auch dafür engagieren sich viele Menschen in unserem Land und in unserer Stadt Tag für Tag aufs Neue“, so Laesicke weiter. Es sei nicht zu dulden, „wenn Menschen aus Kriegsgebieten, die bei uns Schutz suchen, angefeindet, verängstigt und angegriffen werden.“ Gegen diese Bestrebungen werde man Widerstand leisten. „Ich erwarte aber auch von unserer Bundesregierung, dass sie endlich alle Anstrengungen unternimmt, um diejenigen, die sich aufopfern um zu helfen und die sich redlich um Bedürftige bemühen, nicht länger allein zu lassen, sondern mit gleichem Engagement endlich das Steuerrad in die Hand zu nehmen, um die Fahrt in die Zukunft nicht mit Schiffbruch zu beenden.“

+++ 17.37 Uhr: Andacht in der Nicolaikirche hat begonnen +++

Etwa 400 Menschen haben sich zur Andacht in der Nicolaikirche zusammengefunden. Es ist der Beginn der Aktion „Oranienburg zeigt Herz“, zu der unter anderem Bürgermeister Laesicke aufgerufen hatte.

Andacht in der Nicolaikirche

Andacht in der Nicolaikirche.

Quelle: Robert Roeske

+++ 17.34 Uhr: Viele Polizeibeamte im Einsatz +++

Etwas mehr als 200 Polizeibeamte sind am Freitag in Oranienburg im Einsatz. Sie sind bei den Demos am Bahnhof sowie rund um das Schloss dabei. Das sagte Toralf Reinhardt, Sprecher der Polizeidirektion Nord, auf Nachfrage der MAZ.

+++ 17.16 Uhr: Die Nicolaikirche füllt sich +++

Die Oranienburger Nicolaikirche füllt sich. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) und Pfarrer Friedemann Humburg begrüßen die Gäste. Es gibt Orgelmusik. Überall in der Kirche stehen viele Lichter bereit. Die Polizei postiert sich vor der Kirche.

+++ 17.05 Uhr: Noch recht ruhig in der Innenstadt +++

Der Platz vor dem Schloss wird langsam voller. Auf dem Parkplatz zwischen Breite und Berliner Straße stehen viele Polizeiwagen. In der Stadt ist es noch relativ ruhig.

+++ 15.48 Uhr: Polizei ist schon vor Ort +++

In der Stralsunder Straße ist die Polizeipräsenz momentan schon besonders hoch. Rund um den Bahnhof sammeln sich die Mannschaftswagen. Auf dem Bahnhofsplatz beginnt später die Demo der Linken.

Einsatzwagen der Polizei in der Stralsunder Straße

Einsatzwagen der Polizei in der Stralsunder Straße.

Quelle: Robert Roeske

Von MAZonline

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