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Oberhavel Den Anliegern reicht die Wupperstraße
Lokales Oberhavel Den Anliegern reicht die Wupperstraße
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16:58 18.02.2016
Die Wupperstraße kreuzt die Saarlandstraße. Quelle: Kathert
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Oranienburg

Die Wupperstraße in Oranienburg zieht sich durch ein ruhiges Wohngebiet, in dem hauptsächlich Einfamilienhäuser stehen. Ab diesen Sommer und in zwei Bauabschnitten soll die Wupperstraße bis Oktober 2017 ausgebaut werden.

Von der Berliner Straße führt die Wupperstraße über mehr als 800 Meter direkt zum Oder-Havel-Kanal und kreuzt dabei acht Nebenstraßen und die viel befahrene Saarlandstraße. Zum großen Teil liegt eine alte Asphaltschicht auf der Fahrbahn. Gehwege gibt es keine.

Hier beginnt die Wupperstraße von der Berliner Straße aus gesehen. Die Straße hat eine Asphaltschicht Quelle: Andrea Kathert

An der Berliner Straße zwischen Jenaer Straße und Südcenter geht die Wupperstraße in Richtung Westen ab. Bis zur Kreuzung Siegstraße ist die Wupperstraße eine Einbahnstraße. Genau dort, wo sich Wupperstraße, Werrastraße, Donaustraße und Siegstraße treffen, soll ein kleiner Kreisverkehr entstehen, der den Verkehr übersichtlicher regeln wird. Im weiteren Verlauf trifft die Wupperstraße auf die Saarlandstraße, die zu den viel befahrensten der Stadt zählt. Hier endet auch der erste Bauabschnitt, der zwischen Juli und November 2016 ausgeführt werden soll.

Von der Saarlandstraße bis zur Emsstraße ist die Fahrbahn relativ breit, genau wie die Grünstreifen, auf denen teils große Bäume stehen. Quelle: Andrea Kathert

Ab April 2017 ist der zweite Bauabschnitt ab der Saarlandstraße bis zur Ruhrstraße geplant. Statt der Gehwege zieht sich dort im Moment mal ein sehr breiter Grünstreifen mit Baumbestand, mal ein schmaler ohne Bäume die Straße entlang bis zur Rheinstraße. An der Ecke Emsstraße befindet sich eine Bushaltestelle.

Dies ist der Blick von der gepflasterten Ruhrstraße in die Wupperstraße. Der Abschnitt bis zur Rheinstraße ist der einzige, der noch vollkommen unbefestigt ist. Quelle: Andrea Kathert

Das letzte kleine Stückchen von der Rheinstraße bis zur neu gepflasterten Ruhrstraße ist unbefestigt. Autofahrer müssen dort ein wenig um die Löcher jonglieren. Um einen Gullydeckel hat sich eine größere Senke gebildet. Bei starkem Regen dürfte dieser Abschnitt aber anders aussehen.

Im befestigten Teil hingegen sieht die Asphaltdecke noch nicht so schlecht aus. Von der Saarland- bis zur Emsstraße holpert es durch die Bohrlöcher nach der Bombensuche. Das größte Loch im Asphalt liegt vor der nördlichen Bushaltestelle kurz vor der Emsstraße. Für eine Geschwindigkeit von ­­­30 km/h ist die Straße noch gut befahrbar.

Von der Ecke Emsstraße in Richtung Kanal wird die Fahrbahn etwas schmaler. Auf dem Gründstreifen stehen keine Bäume. Quelle: Andrea Kathert

Die Anlieger der Wupperstraße, die beim jüngsten Bauausschuss erschienen waren, halten nichts von dem Ausbau der Straße, der im Juli starten soll. Ende 2015 verfassten sie ein Schreiben an die Stadt, das von etwa 40 Personen per Unterschrift unterstütz wurde. Darin heißt es unter anderem: Die Grundstücksbesitzer seien sich darüber einig, „dass der Ausbau der Wupperstraße in dem uns vorgestellten Umfang nicht notwendig ist.“ Die Anlieger fürchten außerdem, dass der Ausbau „bei einer 90-prozentigen Umlage auf die Grundstücksbesitzer auch nicht zumutbar ist. Für einzelne Grundstücksbesitzer würde das eine unbillige Härte bedeuten.“

In ihrem Schreiben an die Stadt unterbreiten die Anwohner Vorschläge, wie Ausbaukosten gespart werden könnten. „Auf die Fragen der BI werden wir schriftlich antworten“, hatte der Baustadtrat im Bauausschuss gesagt. Während der Sitzung kam auch aus der CDU-Fraktion eine Nachfrage, warum gerade diese Straße ausgebaut werden soll, es gäbe noch genug unbefestigte. Ulrich Hebestreit (FWO) wusste darauf eine Antwort. Er fahre täglich dort lang. „Als Anlieger bin ich froh über den Ausbau.“ Denn auch in der Wuppestraße stünden Pfützen wie auf Sandstraßen.

Der Hauptgrund für den Ausbau ist aber nicht der Straßenzustand. „Es geht hauptsächlich um die Schulwegsicherung“, sagte Baustadtrat Frank Oltersdorf. Wenn im September die neue Comeniusschule in Betrieb geht, werden besonders aus dem Wohngebiet rund um die Wupperstraße viele Kinder zur Jenaer Straße unterwegs sein. Außerdem fährt der Bus der Linie 804 auf der Wupperstraße. Und es sollen künftig noch mehr Busse über die Wupperstraße fahren. Das sind Argumente für separate Gehwege, auch der Ausbau macht aus dieser Sicht Sinn. „Und es ist ein Beschluss von Ihnen, die gesamte Straße zu betrachten“, richtete sich der Baustadtrat an die Abgeordneten.

Die Wupperstraße endet direkt am Oder-Havel-Kanal. Quelle: Andrea Kathert

Ende April vorigen Jahres hatte es die erste Informationsveranstaltung für die Anlieger zum Ausbau der Wupperstraße gegeben. Am 7. März wird eine zweite folgen.

Die Eckdaten zum Straßenausbau

Die Wupperstraße wird von der Berliner Straße bis zur Ruhrstraße in zwei Bauabschnitten ausgebaut. Die Fahrbahn wird entweder grundhaft ausgebaut oder mit einem Hochbau auf der vorhandenen Befestigung erneuert.

Der erste Abschnitt von der Berliner Straße bis zur Saarlandstraße soll im Zeitraum von Juli bis November diesen Jahres realisiert werden. Der zweite Abschnitt von der Saarlandstraße bis zur Ruhrstraße ist zwischen April und Oktober 2017 geplant.

Prinzipiell erfolgt die Regenentwässerung über offene Mulden. Zwischen Emsstraße und Rheinstraße sowie an den beiden Bushaltestellen an der Ecke Emsstraße werden Rohrrigolen zur Entwässerung hergestellt. Die Bushaltestellen sollen ausgebaut werden, die Straßenbeleuchtung wird erneuert. Der Containerstellplatz für das Duale System wird versetzt. Im Abschnitt zwischen Emsstraße und Ruhrstraße wird vor Baubeginn die Bombensuche stattfinden.

Auf der gesamten Ausbaustrecke von 820 Metern wird die Fahrbahn in Asphaltbauweise ausgeführt und ist zwischen 3,50 und 5,50 Metern breit. In den Nebenanlagen wird ein einseitiger Gehweg in 2,50 Meter Breite angelegt, der auch als Schulweg dienen soll. 44 Grundstückszufahrten werden ausgebaut. Halten und Parken soll prinzipiell am Fahrbahnrand möglich sein und zur Verkehrsberuhigung beitragen. Wegen der Baumaßnahme müssen 30 Bäume gefällt werden, 49 werden neu gepflanzt.

Die Kosten des gesamten Projektes werden mit circa 1,12 Millionen Euro angesetzt (Stande Ende 2015). Die Entwurfsplanung liegt vor. Das Ausschreibungsverfahren kann im April begonnen werden.

Von Andrea Kathert

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