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Oberhavel Den Energiefressern auf der Spur
Lokales Oberhavel Den Energiefressern auf der Spur
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02:16 21.06.2015
Klimaschutzmanager Malte Stöck, die stellvertretende Bürgermeisterin Ariane Fäscher und Projektleiter Andreas Skrypietz (v. l.) gaben am Donnerstag den Startschuss für die Informationsoffensive. Quelle: Helge Treichel
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Hohen Neuendorf

LED-Laternen, Stromtankstellen, ein Schulgebäude, das mehr Energie produziert als es verbraucht: Die Stadt Hohen Neuendorf übernimmt beim Klimaschutz bereits Verantwortung. Im Zuge des kommunalen Klimaschutzkonzeptes wurde jedoch klar, dass es ohne die Einwohner nicht geht. „Eine Analyse ergab, dass bei uns 90 Prozent des Kohlendioxidausstoßes im privaten Bereich liegen“, sagt die amtierende Bürgermeisterin Ariane Fäscher. Dieser Mammutanteil teile sich je zur Hälfte auf die Bereiche Wohnen (Heizung) und Mobilität (Autoabgase) auf. Gebäude und Heizungen seien folglich ein wesentlicher Ansatz, „um den Klimaschutz in Hohen Neuendorf anzugehen“, so Ariane Fäscher.

Aus diesem Grund unterzeichnete die stellvertretende Bürgermeisterin am Donnerstag eine Vereinbarung mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Im Zuge der DBU-Informationskampagne „Haus sanieren – profitieren“ und in Zusammenarbeit mit hiesigen Handwerkern, Energieberater und Architekten werden ab sofort kostenlose Energie-Checks und weitere Aktionen für Hauseigentümer und Bürger angeboten. Seit 2007 biete die Aktion Anregungen für energetische Sanierungen. Partner würden mit Know-How und Materialien unterstützt.

„Klimaschutz geht uns alle an. Deshalb unterstützen wir die Stadt sehr gerne bei ihren Bemühungen, weniger Treibhausgase auszustoßen und die Menschen vor Ort dabei mitzunehmen“, sagt Andreas Skrypietz vom DBU-Zentrum für Umweltkommunikation. „Klimaschutz ist in Hohen Neuendorf Stadtgespräch geworden“, sagt Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung (Linke) mit Blick auf das Engagement des städtischen Klimaschutzmanagers Malte Stöck. „Das ist sehr wichtig, weil Klimaschutz nur gelingt, wenn viele Bürger mitmachen.“

Mit dem Energie-Check erhält jeder Eigentümer die Möglichkeit, sein Haus kostenlos von einem eigens geschulten Energieberater, Architekten oder Handwerker auf Energieeffizienz und Einsparpotenziale prüfen zu lassen. „Wer beim Check Sanierungspotenzial entdeckt, sollte im Anschluss eine Energieberatung machen lassen, auch, um Fördermittel beantragen zu können“, sagt DBU-Projektleiter Andreas Skrypietz.

„In Hohen Neuendorf gibt es zahlreiche Ein- und Zweifamilienhäuser, die sanierungsbedürftig sind“, sagt Malte Stöck. wie sie bei einer ohnehin anstehenden Modernisierung das Klima und den eigenen Geldbeutel schonen können.“

Mit dabei ist der Borgsdorfer Energieberater Sebastian Sandeck, der seit 2009 Schulungen der DBU-Kampagne anbietet und sich weitere aktive Kommunen wünscht. Insgesamt zehn Fachleute aus der Region bieten diesen Service inzwischen an.

Der Draht zum Energie-Checker

Weitere Informationen sowie „Energie-Checker“ aus der Region finden Interessierte auf der internetseite der DBU-Kampagne
www.sanieren-profitieren.de

Die Gutscheine für die Checks kann jeder Hausbesitzer im Rathaus Hohen Neuendorf oder in der Stadtinformation abholen.

Zusätzliche Informationen unter
www.klimaschutz-hn.de

Von Helge Treichel

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