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00:22 20.11.2017
Thomas Bade von Glas-Bär in Germendorf feiert sein 25-jähriges Meisterjubiläum. Quelle: Andrea Kathert
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Germendorf

Vor genau 25 Jahren hat Thomas Bade seine Meisterprüfung als Glaser abgelegt. Hätte er sie nicht bestanden, wäre er vielleicht nie nach Germendorf gekommen. Der 54-Jährige stammt aus Bergen bei Celle in der Lüneburger Heide. Am 1. August 1980 war es, dass Bade dort seinen ersten Arbeitstag als Glaserlehrling antrat. Der Beruf hatte es ihm angetan. Drei Jahre Lehrzeit und ein paar Gesellenjahre gingen ins Land. „Mit Arbeit sah es in der Lüneburger Heide ziemlich mau aus“, erinnert sich Thomas Bade. Als junger Mann machte er sich deshalb auf nach Berlin, fand als Geselle Arbeit in einer großen Glaserei und wohnte im Wedding.

Und dann kam das Ereignis, was für viele Menschen große Einschnitte mit sich brachte: die Mauer fiel. Thomas Bade war gerade dabei, seinen Meister zu machen. Jedes Wochenende büffelte er dafür. „Wenn ich schon den Meister mache, dann richtig“, hatte sich der Handwerker damals gedacht und mit dem Gedanken gespielt, sich selbstständig zu machen. Mit Urs Schneider, den er in der Meisterschule kennenlernte, hatte Thomas Bade einen Gleichgesinnten gefunden. „Wir sind beide keine Großstadtmenschen.“ Und so begann das Abenteuer der beiden, sich eine eigene Firma zu suchen. Die jungen Männer fuhren durch die Gegend nördlich von Berlin, klingelten auf Bauernhöfen und schauten sich nach leerstehenden Scheunen und Gebäuden um. In Germendorf trafen sie Klaus-Jürgen Sasse, seines Zeichen der damalige Bürgermeister der Gemeinde. Und es war ein Glücksgriff. „Er hat uns das ehemalige Gerätehaus der Feuerwehr vermietet“, erzählt Bade. Es stand dort, wo später die Turnhalle gebaut wurde. „Wir wurden überall warm aufgenommen, sind nirgendwo auf Ablehnung gestoßen“, erinnert sich Bade. „Da war nichts mit: Da kommen die Wessis.“

Viel mehr als ein Dach über den Kopf war das alte Gerätehaus nicht. „An Heizung war nicht zu denken.“ Doch für die beiden Glaser war es genau das Richtige. Die beiden gründeten vor 26 Jahren ihre eigene Firma. „Angefangen haben wir mit einem Wartburg Tourist und einem Hänger.“ Mit Wurfzetteln in den Briefkästen warben die beiden für ihre kleine Firma. Und irgendwann kamen die ersten Anrufe. „Mein erster Auftrag war eine eingeworfene Fensterscheibe in Leegebruch.“

Die großen Glasplatten haben schon ein ordentliches Gewicht. Quelle: Andrea Kathert

Urs Schneider hatte damals schon den Meisterbrief in der Tasche. „Ich habe meine Prüfung am 4. November 1992 bestanden“, sagt Bade. Das ist nun genau 25 Jahre her. Dieses Handwerk hat es ihm immer noch angetan. „Ich gehe bis heute jeden Tag mit Freude zur Arbeit“, sagt der Glasermeister. „Das ist schon ein schönes Medium“, sagt Bade. Und nach wie vor hat sein Beruf hauptsächlich mit Handarbeit zu tun. „Mit Glas kann nicht jeder, das hat etwas mit Gefühl zu tun.“ Thomas Bade benutzt immer noch am häufigsten einen ganz einfachen Glasschneider, den er natürlich immer am Mann trägt. Körperlich ist sein Handwerk schon ziemlich anstrengend. Große Glasplatten rumzuwuchten gehört dazu.

Die Glas-Bär GmbH

Die Glas-Bär GmbH in Germendorf wurde 1991 von den geschäftsführenden Inhabern

Urs Schneider und Thomas Bade als Meister- und Ausbildungsbetrieb gegründet. Die Firma sitzt im Gewerbehof an der Veltener Straße 37a.

In der Glaserei werden nicht nur kaputte Fensterscheiben repariert. Zu den Projekten gehören auch Küchenwandverkleidungen, Ganzglasduschkabinen, Spiegel, Bootsverglasungen, Kfz-Scheiben für Oldtimer und Kleinaufträge.

Die beiden Geschäftsführer haben zusammen ihr Meisterstück geschaffen. Der Vorschlag des Firmennamens „Glas-Bär” stammt von einem Bruder, der die beiden Meister einfach als „bärige Typen” empfand.

Schon seit 18 Jahren sitzt die „Glas-Bär“ Bade & Schneider GmbH im Gewerbehof an der Veltener Straße 37a in Germendorf. In der Halle wurden zu DDR-Zeiten die Lkw für die Kartoffelschälküche, die auf dem Gelände stand, repariert. Thomas Bade kann sich keinen besseren Firmensitz vorstellen, auch keine andere Arbeit und keinen anderen Wohnort. An den Waldseen am Tierpark hat er sich ein neues Haus gebaut und fühlt sich wohl im Dorf. Und wenn genügend Freizeit bleibt, dann wird der alte Opel gepflegt, der 40 Jahre auf dem Buckel hat. Mit dem Marathon laufen ist zwar Schluss, dafür schwingt sich Thomas Bade jetzt auf sein Mountainbike und genießt die schönen Wälder um Germendorf.

Von Andrea Kathert

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