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Oberhavel Der Ansprechpartner für die Kinder
Lokales Oberhavel Der Ansprechpartner für die Kinder
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02:15 13.02.2016
René Borisch möchte versuchen, unter anderem über Sportangebote an die Kinder heranzukommen und soziales verhalten mit ihnen zu trainieren. Quelle: Andrea Kathert
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Liebenwalde


Kinder und Jugendliche in Liebenwalde können sich ein neues Gesicht in ihrer Stadt schon mal einprägen. René Borisch, 39 Jahre alt, wird ihnen ab jetzt öfter über den Weg laufen. Seit 1. Februar ist er von der Stadt als Sozialpädagoge für Schule, Jugendklubs und Kitas eingestellt.

„Ich habe an der Humboldt-Uni studiert“, erzählt der junge Mann, „und im Sommer letztes Jahr meinen Master für Rehabilations-Pädagogik gemacht.“ Das heißt, er kennt sich mit Sonderpädagogik aus. Nach seinem Bachelor hatte er schon mal reingeschnuppert und mit psychisch kranken Menschen gearbeitet. Doch er stellte fest: „Ich wollte lieber etwas mit Kindern machen.“ Borisch hat selbst zwei Kinder, neun und zwölf Jahre alt, und lebt in Berlin-Pankow.

Die Stellenausschreibung der Stadt Liebenwalde kam ihm gerade recht. Er bewarb sich und wurde unter vier ernsthaften Mitbewerbern ausgewählt. Nun wird René Borisch seinen Arbeitsschwerpunkt erst mal auf die Weinbergschule richten.

Siegrid Pfuhl, die Leiterin der Grundschule „Am Weinberg“, hatte sich an den Bürgermeister gewandt, weil es Probleme mit schwierigen Schülern gibt. Bei der Schulsozialarbeit, da brennt es am meisten. Soziale Problem in dne Familien sind ein Grund. Die Lehrer können das nicht allein bewältigen. „Wir haben mehrere Anträge an den Landkreis gestellt“, erzählt Martina Schnur, die stellvertretende Bürgermeisterin. Doch von dort kam keinerlei Unterstützung für eine solche Stelle. So beschlossen die Stadtverordneten, das Geld dafür komplett aus dem eigenen Haushalt aufzubringen.

René Borisch (2. v. r.) ist selbst Basketballer. Hier schaute er bei der Klasse 2a und ihrem Sportlehrer David Samuel vorbei. Quelle: Andrea Kathert

Nach einer Vorstellungsrunde in der Ferienwoche kann René Borisch nun richtig loslegen. In seinem kleinen Büro in der Grundschule hat er jederzeit ein offenes Ohr für die Schüler und ihre Probleme. „Die Kinder müssen mit jemand Neutralem reden können“, meint Borisch. Lehrer und Eltern sind nicht immer die richtigen Ansprechpartner, wenn die Kinder etwas mit sich herumtragen. Bei ersten Gesprächen sollen sich beide Seiten beschnuppern und Vertrauen aufbauen. Die Kinder müssen sich öffnen und Hilfe annehmen. „Das läuft natürlich alles ohne Zwang, es ist ein Angebot.“ Am Dienstag hat Borisch schon die Klassensprecher kennengelernt. So wird es Schritt für Schritt weitergehen. Genauso wichtig wie die Kinder sind oftmals die Eltern, mit denen der Sozialpädagoge auch Kontakt haben möchte.

In der Schule hängt ein „Ideenkasten“, wo die Kinder ihre Anregungen loswerden können. René Borischs Idee ist es schon mal, am Nachmittag Sportkurse anzubieten, wo man sich gut kennenlernen kann. Und dabei denkt er auch an Basketball, das spielt er nämlich selbst sehr gern.

Der Mann zum Ansprechen

René Borisch ist Sozialpädagoge und arbeitet als Schulsozialarbeiter, er hat an der Grundschule „Am Weinberg“ ein kleines Büro, wo er zu den Schulzeiten anzutreffen ist.

In den Ferien wird er Programme in den in den Jugendklubs in Hammer und Liebenwalde mit organisieren.

Kontakt: 033054/6 20 29 oder 01520/6 84 15 79.

Von Andrea Kathert

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