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Der Blick aufs Blätterdach

Gäste des Menzer Waldfestes ließen sich auch vom Regen nicht abschrecken Der Blick aufs Blätterdach

Das 21. Waldfest in Menz war ein Renner. Trotz des wechselhaften Wetters mit starken Regengüssen wurde das Dorf von Besuchern aus nah und fern beglückt.

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Der Start des Iron-Menz im Roofensee.

Quelle: FOTOS (2): UWE HALLING

Menz. Das Waldfest am Wochenende in Menz hätte auch gut und gerne Wasserfest heißen können: Freitagabend das Wettrudern über den Roofensee, Sonnabend der 200-Meter-Schwimmsprint beim Iron Menz und dazu die ergiebigen, kräftigen Schauer, die auf dem Friedensplatz so manchen Wegabschnitt zu einem kleinen See verwandelte.

Das alles störte weder die Aussteller noch die Gäste, die in Scharen in den Stechliner Ortsteil strömten, in dem in diesem Jahr der 725. Geburtstag gefeiert wird. Nachdem fünf Boote am Freitagabend das Wasser des Roofensees in einem Wettrennen durchpflügten, hatte am Sonnabendmittag – nicht einmal zwei Stunden nach der Eröffnung durch Amtsdirektor Frank Stege und Oberförster Frank-Michael Hintze – ein Einheimischer gut Lachen. Leo Tiede lief beim Iron Menz als erster Einzelstarter (von 21) durchs Ziel und verwies Seriensieger Dietmar Korinth auf Platz 2. Bei den Teams stieg das Wasserstadt-Trio mit der besten Zeit von allen (27:06,03 Minuten) aus dem Wasser.

Körperlich betätigt hat sich auch Denis Merten. Beim Baumstammsägen triumphierte er mit Peter Först (17 Sekunden) im Männerwettbewerb und mit seiner Frau Daniela Messerschmidt-Merten (16 s) im Mixed. Seine Gattin wiederum lag mit Andrea Först im Frauenwettbewerb vorn (28 s). „Wir haben wirklich nicht geübt“, sagt das Kraftpaket Denis Merten. Für die Sieger gab es am Sonnabend eine Rehkeule. Aus einem weiteren sportlichen, aber nicht ganz ernst gemeinten Wettstreit ging Leonard Gehrmann aus Lindow hervor: im Baumstammweitwurf. Im Stechen setzte er sich gegen Paul Radke (beide sechs Meter) durch; Toni Schidlowski folgte (5,45 m). „Ich habe das erst das zweite Mal gemacht“, sagte der Sieger. Beim ersten Mal auch in Menz. Sportlich mache er seit einem halben Jahr nichts, bis dahin betrieb er im Verein Karate. Bei den Frauen sah die Reihenfolge so aus: Mary Krüger (4,95 m), Katja Meier (3,85 m), 3. Bianca Mulert (3,65 m).

Gut zu tun hatte Karl-Ernst Brehmer aus Zehdenick, der den Waldfestgästen mit seinen Mitstreitern Jagd-, Natur- und Umweltthemen näherbrachte. „Wir hatten viel Zuspruch, Kinder und Familien sprachen uns an. Ich finde, dass viele Frauen interessiert waren und kompetente Fragen stellten.“ Diskussionen entfachten sich darum, ob der Wolf künftig gejagt werden darf oder nicht. Den Waldfestgästen erklärt wurde, was im Schwarzwildgatter Zehdenick geschieht. „Hier werden die jungen Hunde auf die Jagd gegen das wehrhafte Schwarzwild vorbereitet.“ Der Infostand der Jäger wurde auch zu einem Lernort; Heimische Tierarten und Gewächse wurden an Modellen ausgestellt. Karl-Ernst Brehmer: „Die Leute waren wissbegierig.“

Einen ganz neuen Blick auf das Dorf bekam der Menzer Mathias Gebauer am Sonnabend: „Mein Sohn Jonathan wollte mit der Feuerwehrleiter fahren. Da bin ich mit hoch. Menz von oben kannte ich noch nicht. Ich hatte gedacht, man sieht mehr, das ging aber wegen der vielen Bäume nicht.“ Das war der angekündigte „Blick aufs Blätterdach“.

Von Stefan Blumberg

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