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Der Countdown vor der Wahl

Oranienburg Der Countdown vor der Wahl

Am kommenden Sonntag, 24. September, sind die Oranienburger an die Wahlurnen gerufen. Sie sollen zum einen ihren neuen Bürgermeister wählen und zum anderen den 16. Bundestag. Was dabei alles zu beachten ist, wie die Wahlzettel aussehen und was man als Wähler nicht tun sollte, hat die MAZ erfragt.

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Erfahrene Wahlleiterin: Sylvia Holm macht diese Aufgabe seit 2010.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Die Oranienburger haben am Sonntag gleich zweimal die Wahl: Sie geben den Bundestagskandidaten ihre Stimme und wählen ihren Bürgermeister.

Dabei gibt es 36 020 Wahlberechtigte für den Bundestag, aber 37 297 Wahlberechtigte bei der Bürgermeisterwahl. Denn in Oranienburg findet die erste Bürgermeisterwahl statt, zu der bereits 16-Jährige aufgerufen sind.

4670 Wahlscheine sind inzwischen angefordert worden. Damit können die Bürger zur Briefwahl gehen oder auch ein anderes Wahllokal nutzen.

Die Wahlzettel für den Bundestag sind weiß, für die Bürgermeisterwahl orange.

Man kann eine Person des Vertrauens mit in die Wahlkabine nehmen.

Fehlt im achtköpfigen Wahlvorstand in jedem Wahllokal (zwei Schichten) plötzlich wegen Erkrankung am Morgen jemand, kann der Wahlvorsteher einen Wähler in den Vorstand ad hoc verpflichten. Die Stadt hat Reservelisten für Helfer.

Am Wahltag ist das Bürgeramt ab 6.30 Uhr besetzt, die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Es herrscht die Bannmeile, sprich: Im Umkreis von 20 Metern um das Wahllokal darf keine Wahlwerbung und auch kein Plakat für das Volksbegehren hängen.

Es gilt Vermummungsverbot. Zum Beispiel dürften Frauen, die vollverschleiert sind, nicht wählen, weil die Identität nicht prüfbar ist.

Selfies und Filmaufnahmen sind in der Wahlkabine nicht gestattet.

Bis Freitag, 18 Uhr, kann man seinen Wahlbrief in die Post stecken, auch bis Sonntag, 18 Uhr, im Wahllokal abgeben. Bei akuter Krankheit kann Briefwahl noch bis Sonntag 15 Uhr beantragt werden.

Zeitgleich werden ab 18 Uhr die Urnen in den 32 Wahllokalen und den fünf Briefwahllokalen geleert, die Stimmen ausgezählt. Die Auszählung ist öffentlich.

Erstmals haben Bürger beantragt, als Wahlbeobachter dabei zu sein.

Bei einer Stichwahl am 15. Oktober müssen die 200 Personen, die bis dahin wahlberechtigt werden, an diesem Tag mit Personalausweis ins Wahllokal kommen.

Die Wahlvorstände liefern Schnellmeldungen. Die Wahlleiterin geht davon aus, dass die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl um 22 Uhr noch nicht komplett vorliegen.

Das Bürgeramt bleibt deshalb am Montag, 25. September, geschlossen. Der Wahlausschuss tritt am Mittwoch, 27. September, zusammen.

Julia Oldenburg und Martin Stramka arbeiten  derzeit im Wahlbüro im Raum 2128a im Haus II des Schlosses

Julia Oldenburg und Martin Stramka arbeiten derzeit im Wahlbüro im Raum 2.128a im Haus II des Schlosses..

Quelle: Andrea Kathert

Zum ersten Mal hat Oranienburg ein separates Wahlbüro eingerichtet, weil der Platz im Bürgeramt langsam knapp wird. Denn momentan können die Oranienburger abstimmen über die Bundestags- und die Bürgermeisterwahl, das Volksbegehren und den Bürgerhaushalt. Deshalb arbeiten zwei Kollegen aus dem Ordnungsamt, Julia Oldenburg und Martin Stramka, derzeit im Wahlbüro im Raum 2.128a. Das Wahlbüro hat auch 25.9. geöffnet.

Am Sonntag, 24. September, finden außer den Bürgermeisterwahlen in Oranienburg, Velten, Glienicke und Hennigsdorf auch die Wahlen zum 16. Bundestag statt.

Zum Wahlkreis 58 gehören der komplette Landkreis Oberhavel sowie Brieselang, Dallgow-Döberitz, Falkensee, Ketzin/Havel, Schönwalde-Glien und Wustermark aus dem Landkreis Havelland.

243 892 Wahlberechtigte sollen jeweils zwei Stimmen abgeben.

Zehn Direktkandidaten und 15 Parteien treten zur Bundestagswahl an.

Wer von den Kandidaten die meisten Stimmen erhält, wird als Wahlkreisabgeordneter direkt einen Sitz im Bundestag bekommen.

Die Zweitstimme gilt der Partei, die ihre Landeslisten aufgestellt haben.

Es ist jeweils nur ein Kreuz zu setzen. Sind es mehr Kreuze, ist die Wahl ungültig. Es ist auch möglich, nur die Erst- oder nur die Zweitstimme anzukreuzen.

Für Sehbehinderte gibt es Wahlschablonen

Für Sehbehinderte gibt es Wahlschablonen. Die für die Bundestagswahl, die der Behindertenbeauftragte Holger Dreher in den Händen hält, ist noch größer als die für die Bürgermeisterwahl.

Quelle: Enrico Kugler

Auch Sehbehinderte können die beiden Wahlen wahrnehmen. In beiden Fällen werden die Wahlzettel in Schablonen eingelegt, auf denen die Kandidaten mit Nummern gekennzeichnet sind.

Auf einer dazugehörigen CD/MP3 wird über die Wahlvorschläge und die Kandidaten auf beiden Stimmzetteln informiert. Diese CD liegt in jedem Wahllokal vor Ort aus. Man kann sie sich auch vom Blinden- und Sehbehindertenverband des Landes Brandenburg anfordern unter bsvb@bsvb.de oder unter Telefon 0355/2 25 49. Für die Bundestagswahl gibt es zudem eine Broschüre, die in einfacher Sprache über die Wahl informiert.

Speziell für die Bundestagswahl ist eine Broschüre für behinderte Wahlberechtigte erschienen

Speziell für die Bundestagswahl ist eine Broschüre für behinderte Wahlberechtigte erschienen.

Quelle: Andrea Kathert

Auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Oranienburg, Holger Dreher, stellt diese Unterlagen zur Verfügung. Er ist folgendermaßen zu erreichen: dreher@oranienburg.de oder Telefon: 03301/6 00 60 13.

Von Andrea Kathert

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