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Der Fall Josephine - ein Jahr später

Mädchen aus Schildow Der Fall Josephine - ein Jahr später

Diese Geschichte hat bundesweit Schlagzeilen gemacht. Die damals 14-jährige Josephine aus dem Kreis Oberhavel war vor etwa einem Jahr mit ihrem 47-jährigen Onkel durchgebrannt. Später sprach sie von einer Liebesbeziehung mit ihm. Die Ermittlungen gegen Mann sind zwar eingestellt, die Geschichte aber nicht zu Ende.

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Schildow. Vor rund einem Jahr sorgte diese Meldung für viel Aufregung. Die damals 14-jährige Josephine aus Schildow im Kreis Oberhavel ist verschwunden. Zunächst hieß es, das Mädchen werde vermisst. Wenig später stellte sich heraus, dass Josephine gemeinsam und freiwillig mit ihrem Onkel durchgebrannt war. Die beiden, er war damals 47 Jahre alt, führten eine Liebesbeziehung. In einem Wohnmobil war das ungleiche Liebespaar nach Südfrankreich gefahren.

Bei der Polizei gingen binnen kurzer Zeit dutzende Hinweise zu dem Mädchen ein. Auf MAZonline.de zählten die Texte lange zu den meistgelesenen, auch auf Facebook wurden entsprechende Beiträge dutzendfach geteilt.

Verfahren gegen Onkel ist eingestellt

Kurz nach Ostern konnten die beiden in Südfrankreich aufgespürt werden. Die Flucht des Paars war damit zu Ende. Die Geschichte aber noch lange nicht. Gegen den 47-jährigen Mann wurde ein Verfahren wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes eingeleitet. Als Josephine und ihr Onkel ihre Beziehung eingingen, war das Mädchen erst 13 Jahre alt. Weil sich dieser Verdacht nicht bestätigen ließ, wurde das Verfahren gegen den Mann im Juli eingestellt.

Zuvor hatte Josephine immer wieder betont, dass sie ihren Onkel liebe und mit ihm zusammenleben möchte.

Mädchen scheint weiter für Beziehung zu kämpfen

Am Samstag berichtet nun die Bild-Zeitung davon, dass Josephine inzwischen nicht mehr bei ihren Eltern in Schildow lebe. Sie sei in Berlin gemeldet, schreibt die Zeitung. Außerdem wolle das Mädchen ihren Eltern das Sorgerecht entziehen lassen. Und sie scheint weiter für die Beziehung zu ihrem Onkel zu kämpfen. Dabei hat sie laut Bild-Zeitung einen Erfolg erzielt. Das Oberlandesgericht Brandenburg hat ein Kontakt- und Näherungsverbot gegen Josephines Onkel aufgehoben. Der Onkel soll seine Nichte außerdem in einem Neuruppiner Krankenhaus, wo Josephine vergangenes Jahr zeitweise untergebracht war, besucht haben. Deswegen läuft gegen Josephines Onkel wohl nun ein erneutes Verfahren - dieses Mal wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer Jugendlichen. Die Anzeige hat Josephines Vater erstattet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der Bild-Zeitung entsprechende Ermittlungen.

Im April vergangenenen Jahres berichtete Josephines Vater kurz nach dem Wiedersehen mit seiner Tochter von einer emotionalen Bindung, die sein Kind zu ihrem Onkel aufgebaut habe. Er sagte auch, dass er auf Einkehr von Normalität hoffe und äußerte sein Unverständnis über Josephines Onkel. Der habe schließlich die Familie betrogen.

MAZonline

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Schock für Familie aus Schildow

Schock für die Eltern der 14-jährigen Josephine aus Schildow (Oberhavel): Das Mädchen, das Anfang März mit ihrem älteren Onkel durchgebrannt war und erst am Sonnabend nach Hause zurückkehrte, will weiter mit dem 47-jährigen Gerrit H. zusammen sein. Das hatte Josephines Vater im Gespräch mit der MAZ bereits angedeutet.

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