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Der Frühling beschert mehr Jobs

Arbeitsmarkt in Oberhavel Der Frühling beschert mehr Jobs

Die Frühjahrsbelebung im Landkreis Oberhavel hält an. Im April betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis 6,9 Prozent. 7682 Menschen waren in Oberhavel ohne Job, das sind fast 500 weniger als im März und fast 1300 weniger als im Vorjahresmonat. Im Mai soll sich diese Entwicklung fortsetzen.

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Auch in der Gastronomie wurde im April viel eingestellt.

Quelle: dpa

Oberhavel. Die Frühjahrsbelebung setzt sich fort. Im April betrug die Arbeitslosenquote im Landkreis 6,9 Prozent. 7682 Menschen waren in Oberhavel ohne Job, das sind fast 500 weniger als im März und fast 1300 weniger als im Vorjahresmonat. Das sei ein starker Rückgang. „Wir sind jetzt der Landkreis mit der niedrigsten Arbeitslosenquote und haben das Havelland mit 7,7 Prozent hinter uns gelassen“, sagt Christoph Fischedick, Bereichsleiter Oberhavel der Agentur für Arbeit.

Die Unternehmen stellen erwartungsgemäß vor allem in den typischen Saisonberufen ein. So wurden Arbeitsverträge in der Baubranche oder im Bereich Logistik unterschrieben. Überraschend sei, dass auch Ältere zunehmend von den Unternehmen eingestellt werden. „Die Firmen haben größere Schwierigkeiten, Stellen zu besetzen und greifen zunehmend auf ältere Menschen zurück“, so Christoph Fischedick.

Der Arbeitsmarkt in Oberhavel bleibt aber weiter geteilt. Während die Arbeitslosenquote im April in Oranienburg bei 6,1 Prozent lag, gab es in der Geschäftsstelle Gransee eine Quote von 10,7 Prozent. Dabei wurde gerade in Gransee und Umgebung im April verstärkt eingestellt. „Hier kommen die Saisoneffekte jedes Jahr besonders stark zum Tragen, weil es viele Hotels und Gaststätten sowie landwirtschaftliche Betriebe gibt, die saisonal einstellen“, erklärt der Experte.

Ein Erfolg sei das Programm „Langzeitarbeitslosigkeit vermeiden“ (LAV), das die Agentur seit Anfang des Jahres im Landkreis gemeinsam mit der „TÜV Rheinland Akademie“ in Lehnitz organisiert. Ziel ist es, von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohten Personen Praktika in Berufen zu vermitteln, die sie vielleicht vorher noch nicht in Erwägung gezogen haben. Die Praktika könnten in eine Festanstellung münden. Von 39 Personen, die bislang in diesem Jahr am LAV-Programm teilnahmen, konnten zehn einen Arbeitsvertrag unterschreiben.

Neue Perspektiven bei der Ausbildungssuche indes sollten auch junge Leute im Zweifel annehmen, so Fischedick. Zwar kommt auf jeden Jugendlichen im Kreis mehr als eine Ausbildungsstelle, allerdings wollten die jungen Leute immer nur eine Top-10 der Berufe. „Dabei gibt es rund 330 anerkannte Berufe. Wenn die Bewerber flexibler wären, könnte auch jeder eine Stelle finden.“

Für den Mai sagt Fischedick eine weitere Erholung des Arbeitsmarktes vorher. „Sie dürfte allerdings nicht mehr so stark ausfallen wie im April.“

Von Marco Paetzel

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