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Oberhavel Der Germendorfer Dorfanger wird wiederbelebt
Lokales Oberhavel Der Germendorfer Dorfanger wird wiederbelebt
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00:27 12.06.2015
Germendorfs Ortsvorsteher Olaf Bendin zeigt, wo welches Gebäude stehen könnte. Quelle: Andrea Kathert
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Germendorf

„Wir wollen alle Kommunalbauten im Dorfkern konzentrieren“, sagt Ortsvorsteher Olaf Bendin. Damit ist das Ziel des Ortsbeirates schon auf den Punkt gebracht. Und damit nicht jedes Jahr von Neuem über das Thema diskutiert werden mus, soll ein Gestaltungskonzept entstehen, wo alle Wünsche und Vorstellungen der Germendorfer schwarz auf weiß festgehalten sind.

Zum Dorfkern von Germendorf zählt der Bereich rund um die Kirche sowie die Bahnhofsstraße bis zum Areal mit Jugendklub, Schule und Kita. Besonders der Angerbereich war einst ein geschlossenes Ensemble. Jetzt, nachdem das alte Feuerwehrdepot verschwunden ist, sieht der Bereich nicht gerade einladend aus. Aber das könnte sich wieder ändern. Ganz klar gehört das neue Feuerwehrhaus auf das Grundstück des Alten Gutshaus am Dorfanger/Ecke Alte Bahnhofsstraße. In dem Gebäude spielte sich ein großer Teil des Dorflebens ab. Es beherbergte nacheinander Schule, Hort und Jugendklub. Nun werden in dem Neubau Feuerwehrleute und Jugendliche ihr Domizil bekommen.

Vor der Sporthalle, wo bis vor kurzem noch das Depot stand, ist für den Ortsbeirat genau der richtige Platz für einen Kinderspielplatz. „Der wäre abgeschirmt von der Hauptstraße, und dort wird keiner gestört“, sagt Bendin.

Vom alten Feuerwehrdepot ist nur ein Häufchen Steine übrig geblieben. Dort könnte einmal ein Kinderspielplatz entstehen Quelle: Andrea Kathert

Der Flachbau neben dem Pfarrhaus, in dem übergangsweise die Feuerwehrleute untergekommen sind, kann abgerissen werden, sobald das neue Depot steht. An dieser Stelle wird die neue Kita gebaut. Die jetzige Kita dahinter kann dann ebenfalls verschwinden, genauso wie das alte Heizhaus und das Sportgebäude. Auf diese Weise würde eine schöne Spielfläche entstehen. „Oder wir haben eine Reservefläche zur Wohnverdichtung, oder zur Erweiterung der Schule oder der Kita“, nennt der Ortsvorsteher ein weitere Ideen. Das neue Sportlerheim gehört an die Stelle des jetzigen Jugendklubs, der dort dann auch überflüssig wird.

Das Einzige, wofür Olaf Bendin keine Lösung parat hat, ist die alte Konsumkaufhalle am Anger, in der sich die Schleifereifirma eingemietet hat. Das Haus und das etwa 1000 Quadratmeter große Grundstück gehören einem türkischen Taxiunternehmer, wie Bendin weiß. Einst stand an dieser Stelle das Spritzenhaus des Dorfes. In den 1970er- Jahren hatte Horst Eichholz die Kaufhalle gebaut, später übernahm sie die Konsumgenossenschaft. Und nach der Wende wurde das Grundstück dem Besitzer des Gebäudes zugesprochen, sprich dem Konsum.

Die ehemalige Konsumkaufhalle gehört nicht der Stadt Oranienburg. Quelle: Andrea Kathert

Der jetzige Besitzer hätte Haus und Grundstück bei einer Zwangsversteigerung für 40 000 Euro erstanden, ist der Kenntnisstand von Bendin. Die Stadt hätte damals von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen sollen,findet der Ortsvorsteher. Jetzt, wo die Stadt ihr Kaufinteresse bekundet hat, muss für die Immobilie sicherlich mehr hingeblättert werden.

Und noch etwas wurmt Bendin. Beim alten Gemeindehaus gegenüber der Kirche tut sich auch nichts. Klaus-Jürgen Sasse stünde mit im Grundbuch, weiß Bendin zu berichten. Die Stadt könne sich mit den Eigentümern nicht einigen. „Damit befassen sich die Rechtsanwälte schon zehn Jahre lang.“

Ob sich auch an diesen beiden Knackpunkten noch etwas ändern kann, wird sich sicher herausstellen, wenn das Gestaltungskonzept erst mal konkreter wird. In der nächsten Woche wird er Bauausschuss seine Meinung zu dem Ansinnen der Germendorfer äußern.

Pläne für den Dorfkern

Zum Dorfkern von Germendorf zählen der Bereich rund um die Kirche sowie die Bahnhofsstraße bis zum Areal mit Jugendklub, Schule und Kita. Besonders der Angerbereich war einst ein geschlossenes Ensemble.

Am Dorfanger sind bereits geplant ein Mehrzweckgebäude für Feuerwehr und Jugendklub an der Ecke zur Alten Bahnhofsstraße sowie ein Kitaneubau auf dem Grundstück des alten Hortes, in dem zurzeit die Feuerwehrleute untergekommen sind.

Später könnten die jetzige Kita, das Heizhaus, das Sportlerhaus und der Jugendklub abgerissen werden, auf diese Weise entsteht eine Reservefläche für Wohnbauverdichtung oder weitere kommunale Erweiterungsbauten. An der Stelle des Jugendklubs wäre ein neues Sportlerheim denkbar.

Auf dem Grundstück des alten Feuerwehrdepots kann sich Ortsbeirat einen Kinderspielplatz vorstellen.

Von Andrea Kathert

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