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Der Glaube an das neue Einkaufszentrum schwindet

In der Altstadt Oranienburgs ist geschäftliches Leben schwer zu verankern Der Glaube an das neue Einkaufszentrum schwindet

Eine Rückbesinnung auf das eigentliche Einkaufszentrum von Oranienburg, das Karree zwischen Stralsunder Straße/Bernauer Straße, Lehnitz- und Schulsstraße, fordert Oranienburgs Grünenpolitiker, Heiner Klemp. Der Schlossplatz werde einfach nicht angenommen. Die Stadtväter müssten sich dieser Erkenntnis beugen und umsteuern, so seine Forderung.

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So recht glaubt niemand an das Shoppingcenter auf dem Schlossplatz.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Vor zehn Jahren waren die Leitlinien für die bauliche Entwicklung der Innenstadt festgelegt worden. Die Oranienburger waren am Wochenende in die "Schaustelle" neue Stadtbibliothek eingeladen, um sich davon zu überzeugen, was sich seitdem verändert hat. Für Heiner Klemp zudem Anlass, "den Blick auch nach vorn zu richten". Vieles sei seitdem umgesetzt worden: Oranienburg ist wieder eine Stadt am Wasser! Die Landesgartenschau lud nach Oranienburg und ermöglichte im Vorfeld "die Umsetzung vieler damals im Jahr 2003 geplanter Maßnahmen". Nach Bürgerprotesten sei insofern vom Konzept abgewichen, dass die alten Bäume vor dem Schloss stehenblieben. "Auch diese Flexibilität ist positiv zu bewerten", so Klemp.

Gescheitert sei dagegen der Versuch, das geschäftliche Leben in die Altstadt zu verlagern. Was nach der Wende schon als "Atrium" auf dem derzeitigen Parkplatz vis-a- vis des Schlosses versucht worden war, funktioniere immer noch nicht. "Schließlich ist die, dem Investor Ten Brinke zum 30.September gesetzte Frist zur Bindung von vier Ankermietern (Hauptmieter) für das geplante Shoppingcenter inzwischen abgelaufen. Offenbar ohne dass der Investor mit der Suche nach Ladenbetreibern Erfolg hatte." Inzwischen will die Stadt bis Jahresende zum Bauvorhaben entscheiden.

"Der Schlossplatz wird als Geschäftszentrum einfach nicht angenommen." Das sei schon beim gescheiterten Versuch, dort einen Wochenmarkt anzusiedeln, deutlich geworden, so der Stadtverordnete. Es sei an der Zeit, den Realitäten ins Auge zu sehen und Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen, fordert der Lehnitzer. "Eine weitere einseitige Konzentration auf den Schlossplatz mit der Gefahr des Verödens der Bernauer Straße darf es nicht geben." An der Bernauer habe es bereits einen funktionierenden Wochenmarkt gegeben. Die Stadt sollte vielmehr an die erfreuliche Entwicklung der Stralsunder Straße anknüpfen. Oranienburgs Geschäftszentrum bleibe das Karree mit der Bernauer Straße, der Lehnitz- und Schulstraße. "Es ist Aufgabe der Politik, diese Stärken zu erkennen und weiter zu stärken."

Von Heike Bergt

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