Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 5 ° Sprühregen

Navigation:
Der Handwerkermarkt ist eröffnet

800-Jahr-Feier Oranienburg Der Handwerkermarkt ist eröffnet

Jetzt ist es endlich soweit. Im Schlosspark reiht sich Stand an Stand. Wer Hunger hat, muss rechts lang. Wer lieber erst den Handwerkern auf die Finger schauen will, muss den Weg nach links einschlagen. Zu entdecken, zu riechen, anzufassen und zu essen gibt es jede Menge. Das Festwochenende kann starten.

Voriger Artikel
Mit der Bratpfanne zugeschlagen
Nächster Artikel
Es ist soweit in Oranienburg

Lustige Hühner, Katzen, Frösche _ wer sich die bunte Keramik in den Garten stellen möchte, ist bei Petra und Herbert Manthei richtig.

Quelle: Fotos: Robert Roeske

Oranienburg. Das Fest kann beginnen. Die Händler und Handwerker haben ihre Stände bezogen und freuen sich auf ein Wochenende voller Besucher. Wer den Schlosspark durch das Hauptportal betritt, muss sich entscheiden. Rechts geht’s zur Futtermeile, links zum Handwerkermarkt.

Die MAZ entscheidet sich am Freitag für die Stände der Händler, das leckere Essen muss noch warten. Die ersten gesprächsfreudigen Handwerker sind Petra und Herbert Manthei aus Klein-Ziethen, einem Ortsteil von Oberkrämer. Der Stand von Petra Manthei ist gefüllt mit bunter Gartenkeramik. Für sie ist der Markt nichts Alltägliches, selten zieht sie mit ihren Waren durch die Lande. „Aber wir sind immer für regionale Sache zu haben“, sagt Petra Manthei, „deshalb wollten wir in Oranienburg natürlich dabei sein.“ Schon jetzt bleiben die ersten Besucher stehen und werfen verstohlene Blicke auf die lustigen Hühner, Katzen, Frösche. Sämtliche Stücke sind reine Handarbeit, versteht sich.

 Mehr als 20 verschiedene Sorten Marmelade stellt Thorgit Wachholz-Reichert her

Mehr als 20 verschiedene Sorten Marmelade stellt Thorgit Wachholz-Reichert her.

Quelle: Robert Roeske

Ein paar Schritte weiter wird es total Orange. Nicht nur Thorgit Wachholz-Reichert hat sich ins orangefarbene Outfit geworfen, auch ihren Stand hat sie mit der Farbe der 800-Jahr-Feier ausstaffiert. Und selbst ihr Verkaufsrenner _ die Mallorquinische Bitter Orangen Marmelade _ hat fast den richtigen Farbton. Ganze Marmeladen-Pyramiden hat die Geschäftsfrau aus Petershagen vor sich aufgetürmt. „Da steckt Mallorcas Gold drin.“ Die Früchte lässt sie sich von einem Bauern direkt von der Insel schicken. Acht verschiedene Sorten Orangen, alle unbehandelt. „Und zur Ernte fahre ich selbst hin.“ Thorgit Wachholz-Reichert filetiert jede Scheibe mit der Hand und kocht alles ohne Gelierzucker, nur mit reinem Pektin. Wer beim „Marme-Lädchen“ stehen bleibt, darf alles kosten und bekommt Gratis-Tipps dazu: Zu gegrilltem Fleisch ist die Bitter-Orangen-Marmelade ein Geheimtipp.

 Wolfgang Barthel dreht vor den Augen der Besucher die Zinnbecher

Wolfgang Barthel dreht vor den Augen der Besucher die Zinnbecher.

Quelle: Robert Roeske

Die richtigen Gefäße, um auf Oranienburg anzustoßen, hat Wolfgang Barthel, der an seiner Drechselbank steht. Er gibt seinen kleinen Zinnbechern mit dem Wappen von Oranienburg drauf den letzten Schliff. Gern ist er in die Stadt gekommen. „Man hat sich hier richtig Mühe gegeben“, sagt der Zinngiessmeister aus Freiberg in Sachsen. Die Atmosphäre im Park sei richtig schön. Eine Festwoche und solch ein Wochenende sei genau das Richtige. Andere Städte, die 800 Jahre begehen, feiern das ganze Jahr über, so wie Luckenwalde. „Da muss ich nicht hin“, findet Barthel. Seit 26 Jahren führt er seine kleinen Familienbetrieb und einen eigenen Laden in Freiberg. Für die Oranienburger hat er auch noch einen Jubiläums-Taler gegossen. Darauf ist das Schloss zu sehen und darunter der Spruch „Ich war dabei _ 3. bis 12. Juni“. Wer einen Becher oder den Jubiläums-Taler erstehen möchte, sollte sich beeilen. „Es gibt nur 300 Stück“, sagt der Zinngiessmeister.

 In Utes Kräuterstube gibt es besondere Teesorten zum Fest

In Utes Kräuterstube gibt es besondere Teesorten zum Fest.

Quelle: Robert Roeske

„Viele nennen mich die Kräuterhexe“, ist am nächsten Stand zu hören. In Utes Kräuterstube stehen – extra fürs Fest kreiert – Teesorten wie „Blütengrüße aus Oranienburg“ und „Spaziergang unter Linden“. Und extra in einem Familienbetrieb in Sachsen hat Ute Banaskiwitz hübsche Holzanhänger für das Jubiläum fertigen lassen. „Damit unterstützen wir auch das deutsche Handwerk“, sagt sie. In Utes Kräuterstube können die Besucher im Schlosspark viele, viele Teesorten kaufen. Noch mehr gibt’s im Internet unter www.utes-kraeuterstube.de

 Lecker,lecker

Lecker,lecker. Katharina Lambeck empfiehlt „Omas Apfelstrudel Eis“.

Quelle: Robert Roeske

Nun ist aber doch mal Zeit für ein wenig Schleckereien. Bei den Temperaturen ist der nächste Stand genau das Richtige. Sieben Eissorten bietet Katharina Lambeck vom Lehnitzer „Eisspatz“ an ihrem bescheidenen Eiswagen an. Manche Sorten sind nicht unbekannt. Aber „Omas Apfelstrudel“ und „Milchreis“ als Eissorten fallen doch schon aus der Reihe. Und alles wird selbst gemacht in Lehnitz. Der Tipp der jungen Verkäuferin: Omas-Apfelstrudel-Eis. „Den Strudel backen wir selbst“, sagt Katharina Lambeck stolz. Und sie hat nicht zu viel versprochen. Die MAZ findet: Köstlich!

Von Andrea Kathert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oberhavel


57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg