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Oberhavel Der Pate von Zühlsdorf
Lokales Oberhavel Der Pate von Zühlsdorf
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02:15 12.05.2017
Nur noch bei Firmenfeiern oder Veranstaltungen steht Mario Böhme hinterm Zapfhahn des Zühlsdorfer „Heidekrugs“.
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Zühlsdorf

Mario Böhme. Manche nennen ihn auch den „Paten von Zühlsdorf“. Der 51-Jährige lacht als er von seinem Spitznamen erfährt. „Das sehe ich als Kompliment.“ Weiß er doch zu gut, dass die Bezeichnung nichts mit der Filmfigur aus Frank Coppolas „Der Pate“ zu tun hat, sondern lediglich dankbare Anerkennung seines leidenschaftlichen Engagements für seinen Wohnort Zühlsdorf ist.

Erst im Herbst wurde er mit dem Ehrenamtspreis des Landkreises Oberhavel für sein 25-jähriges Engagement als unermüdlicher Helfer des Fußballs in Oberhavel ausgezeichnet. Seit 15 Jahren ist er Trainer, Sponsor, Eventmanager und nun auch im Vorstand der SG Zühlsdorf. Der Verein steht bei dem Gastwirt an erster Stelle. Erst dann folgen Union Berlin und FC Bayern München. „Ich war schon als Kind Fan von Gerd Müller“, lacht der gebürtige Berliner, der für die Zühlsdorfer Glühweinfete am „Heidekrug“ am Abend des 23. Dezember sogar auf das Weihnachtssingen bei Union verzichtet. Bis zu 500 Gäste genießen bei ihm am Weihnachtsvorabend Bratwurst, Glühwein und Auftritte der Linedancer, die im Saal des Heidekrugs trainieren.

Ansonsten öffnet das Traditionslokal nur noch zu Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Mit Cateringservice und Mittagsdienst von Wandlitz bis Mühlenbeck haben Böhmes genug zu tun. „Meine Frau ist die Köchin, sie kocht wie Oma“, schwärmt der zweifache Großvater Böhme. Die Qualität habe sich herumgesprochen. Besonders beliebt sei ihre Roulade, verrät Dagmar Böhme, aber an Zucchini und Auberginen habe sie ihre Kunden auch schon gewöhnt. Schmunzelt, und saust wieder in der Küche, schließlich warten 100 hungrige Senioren auf schmackhafte Hausmannskost.

Bei großen Veranstaltungen gibt es auch deutsche, italienische und spanische Buffets. „Ich liebe meinen Job, die Selbstständigkeit, trotz aller Tiefen. Die Ideen aber hat meine Frau“, ist Böhme dankbar. Beide sind Mallorca-Fans, waren schon unzählige Mal dort. „Wasser, Berge und schönes Wetter“, geraten sie ins Schwärmen.

Eigentlich hätte sich das Ehepaar schon als Kinder über den Weg laufen können, denn Mario Böhme zog mit seinen Eltern, die in Zehlendorf zwei Lokale betrieben, schon 1974 nach Zühlsdorf. „Damals stand in jeder Straße noch ein Fußballtor.“ Dagmar Böhmes Eltern hatten auch ein Grundstück im Ort. Kennengelernt haben sie sich aber im Berliner Kultlokal „Pflaumenbaum“. Jahre später, 1999 wurde geheiratet. Auf Hochzeitsreise ging es natürlich nach Mallorca. 2000 zog der gelernte Facharbeiter für Isoliertechnik mit seiner Familie wieder nach Zühlsdorf. „Ich mag das Dorfflair, wollte einen Tante-Emma-Treff“, erzählt der dreifache Vater. Das Ganze entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt im Ort, so dass er sich 2004 entschloss, den Heidekrug mit Festsaal und Biergarten zu kaufen.

Doch trotz aller Arbeit findet Böhme, der selbst in Berlin für Wacker 04 und Rapide Wedding spielte, immer Zeit für den Fußball. Außer montags ist er täglich auf dem Platz. Ist Trainier und spielt, wenn Not am Mann ist, auch selber mit. „Oft bräuchte der Tag mehr Stunden“, sagt er. 300 Mitglieder hat der Zühlsdorfer Verein, dessen Altherrenteams Ü35 und Ü45 auf Böhmes Konto gehen. Er organisiert das Sportcasino, Kindercamps mit Profis und Pokalendspiele für den Ort. Da bleibt wenig Zeit für anderes. „Nur für meine Enkelkinder“, lacht der überzeugte Zühlsdorfer.

Von Ulrike Gawande

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