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Oberhavel Der Pfarrer hat sich eingelebt
Lokales Oberhavel Der Pfarrer hat sich eingelebt
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20:00 10.07.2017
Pfarrer Matthäus Monz ist im Mai in sein Amt in Liebenwalde eingeführt worden. Quelle: Fotos: Enrico Kugler
Liebenwalde

Matthäus Monz ist angekommen. Der neue Pfarrer von Liebenwalde hat sich gut eingelebt, wie er selbst sagt. Dabei ist solch ein kleines Städtchen schon eine ganz neue Erfahrung für ihn, wenn man vorher alles vor der Tür hatte. „Hier ist man nicht so schnell im nächsten Baumarkt“, schmunzelt der 36-Jährige. Obwohl Matthäus Monz in Gelsenkirchen geboren wurde, in einem Stadtteil von Bottrop aufwuchs und es ihn zum Studium nach Halle verschlug, ist ihm das brandenburgische Leben nicht ganz fremd. „2011 habe ich mein Vikariat bei Pfarrer Humburg in Oranienburg gemacht.“ Für ihn waren die drei Jahre eine gute Zeit. Und nicht zuletzt deshalb, weil es immer viel Spaß gab unter den beiden. Friedemann Humburg ist Fan von Bayern München. „Und ich von Schalke 04“, lacht Monz.

Eine große Stütze für den Pfarrer ist Sigrid Schuch. Seit 1995 ist sie die Gemeindesekretärin im Pfarrhaus Quelle: Enrico Kugler

Liebenwalde kannte er trotzdem nur vom Durchfahren. Das hat sich seit Februar grundlegend geändert. Wenn er an seine ersten Tage denkt, fragt er sich jetzt schon: Wo ist nur die Zeit geblieben? „Damals war der Boden vor der Garage noch gefroren.“ Mit seiner Vorgängerin Barbara Fülle machte er die Rundreise durch den Pfarrsprengel und bekam alle Kirchen von innen zu sehen. Jede von ihnen hat etwas besonderes, findet Monz. Und sein Pfarrsprengel ist groß. Im Mai war sein Einführungsgottesdienst in der Stadtkirche. „Das war wirklich sehr schön.“

Inzwischen ist im Pfarrhaus für ihn der Alltag eingetreten. Wobei Mattäus Monz wirklich nicht sagen kann, dass ein Tag wie der andere ist. Zwischen dem Papierkram auf seinem Schreibtisch liegen die angenehmen Termine wie Geburtstagsgratulationen. Dann geht’s zu Baubesprechungen, zum Gemeindenachmittag oder wieder ins Pfarrhaus, um schon mal über seine Predigt am Sonntag nachzudenken.

Das ist einer seiner neuen Arbeitsplätze. Die Kanzel in der Liebenwalder Stadtkirche. Quelle: Enrico Kugler

Sein größter Wunsch für seinen neuen Arbeitsplatz ist bereits in Erfüllung gegangen. „Im September kommt meine Frau nach.“ Noch hat Pfarrerin Michaela Jecht in Hoyerswerda zu tun. Doch dann teilen sich die beiden die Stelle in Liebenwalde. Wie das genau aussehen wird, muss sich einspielen. Auf jeden Fall fällt dann die Fahrerei weg. Ihren Vorstellungsgottesdienst hat sie bereits gehalten. Und was Matthäus Monz besonders beeindruckte, war der Wunsch der Wensickendorfer, die Vorstellung in ihrer Kirche abzuhalten, und zwar für alle Ortsteile. „Das fand ich ein starkes Signal. Und es waren wirklich Leute aus allen Ortsteilen da.“ Denn auch die einzelnen Kirchengemeinden müssen noch zusammenwachsen. Darin sieht der Pfarrer seine erste Aufgabe. Keine Kirchengemeinde soll sich isoliert fühlen. Einen Teil seiner Arbeit muss sich der Pfarrer mit Bauangelegenheiten um die Ohren schlagen. So schön wie alle Kirchen in seinem Pfarrsprengel sind, „aber an allen muss etwas gemacht werden.“ Seine Vorgängerin Barbara Fülle und der Liebenwalder Förderverein der Kirche haben schon gute Vorarbeit geleistet. Barbara Fülle hat ihm einen guten Rat mit auf den Weg gegeben. „Die Kirche ist nicht der wichtigste Faktor vor Ort, sondern nur einer von vielen.“

Beim Sommerkonzert in der Liebenwalder Stadtkirche am 25. Juni waren viele Akteure dabei. Es herrschte eine tolle Stimmung, obwohl draußen die Regenwolken hingen und das Grillfest im Pfarrgarten nicht stattfinden konnte.

Matthäus Monz hat nun schon einiges von Liebenwalde gesehen. Konnte auf dem Motorrad auch die schöne Gegend genießen. Was ihm allerdings noch nicht gelungen ist, das gehört in seine Freizeit. Matthäus Monz ist nicht nur Schalke-Fan. Er spielt auch selbst Fußball. „Aber da hab ich noch keinen Fuß gefasst“, sagt er. Das steht noch auf seinem Zettel.

Von Andrea Kathert

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