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Der Schleusenbau ist gebongt

Oranienburg Der Schleusenbau ist gebongt

Die Finanzen für den Bau der Schleuse in Friedenthal sind geregelt. Die Oranienburger Havel wird bald keine Sackgasse mehr sein. Freizeitkapitäne können vom Schlosshafen durchstarten bis in die Ruppiner Gewässer, ohne große Umwege.

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Laut Entwurfsplan sieht so die künftige 40 Meter lange Schleusenkammer in Friedenthal aus..

Quelle: Planungsbüro PTW

Oranienburg. Nun hat auch das Land grünes Licht gegeben. Damit sind die Finanzen für den Neubau der Schleuse in Friedenthal in Sack und Tüten. Bund, Land und Stadt sind sich einig. Damit ist das Wichtigste geklärt, um das Millionenprojekt für den Wassertourismus in Gang zu bringen. Am Montag werden sicherlich auch die Stadtverordneten die Pläne weiter vorantreiben.

Mit dem Wiederaufbau der Schleuse soll die gekappte Verbindung zwischen der Oranienburger Havel und dem Ruppiner Kanal wiederhergestellt werden. Denn es gab schon einmal genau an dieser Stelle eine Schleuse. 1879 war sie gebaut worden. Noch mit Holzspundbohlen. Im Jahre 1959 aber war die Friedenthaler Schleuse stillgelegt und zugeschüttet worden. Heute sind nur noch Fundament­reste des unteren Schleusentores auszumachen. Und die wackligen Überbleibsel eines späteren Steges für eine Bootsschleppe.

Seit der Stilllegung des Bauwerkes ist die Oranienburger Havel eine Sackgasse. Wer in die Ruppiner Gewässer möchte, muss die Schleuse in Pinnow und den Oranienburger Kanal benutzen. Auch auf dieser Strecke hat die Stadt hinter dem Schlosspark einen großen Steg und Rastplatz gebaut. Aber dem Schlosshafen an der Havel gehen trotzdem Touristen durch die Lappen. Die Sportboote, die aus dem Norden über den Lehnitzsee kommen und ins Ruppiner Land wollen, lassen Oranienburg rechts liegen. Ein Abstecher ist vielen zu weit.

Die Charterboote aus Berlin, die in die Ruppiner Gewässer wollen, biegen gleich weiter südlich in Pinnow in den Oranienburger Kanal.

Die Oranienburger sehen mit dem Schleusenbau die große Chance, auch die führerscheinlosen Charterboote und ihre Besatzung in den Schlosshafen und damit überhaupt in die Stadt zu locken.

Mit dem Neubau der Schleuse alleine ist es allerdings nicht getan. Die Havel ist oberhalb des Schlosshafens für den Bootsverkehr nicht mehr tief genug. Der Wasserlauf ist versandet, teilweise steht das Wasser nur noch kniehoch. Die Fahrrinne müsste erst wieder ausgebaggert werden. Interessant wird auch noch, wie das Schicksal der Pinnower Schleuse, die der Bund betreibt, und die Zukunft des Oranienburger Kanals aussehen. Beide werden durch die neue Friedenthaler Schleuse eigentlich überflüssig. Dies wir alles noch zu verhandeln sein. Weiter in Richtung Ruppiner See müssen außerdem noch die Seitenwände des Kremmener Rhins, die teilweise ausgespült sind, wieder verstärkt werden.

Die Stadtverordneten werden am Montag die Weichen weiterstellen. Die Entwurfsplanung soll noch in diesem Jahr für 190 000 Euro beauftragt werden. Der Bau der Schleuse könnte Ende 2018 beginnen. Zum Projekt gehören auch eine Bootsschleppe für Wasserwanderer und eine Rad- und Fußgängerbrücke. Insgesamt sind für das Projekt rund 6,5 Millionen Euro kalkuliert, die sich Bund und Stadt teilen. Den Anteil der Stadt soll das Land zu 80 Prozent fördern.

Von Andrea Kathert

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