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Oberhavel Der Stechlinsee auch zum Wandern attraktiv
Lokales Oberhavel Der Stechlinsee auch zum Wandern attraktiv
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00:18 04.01.2018
Mario Schrumpf (vorn, Mitte) und Mark Gessner (mit Stirnband) führten die Wanderung. Quelle: Uwe Halling
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Neuglobsow

Der Stechlinsee zog auch am letzten Tag des Jahres die Menschen an. Der Silvesterspaziergang animierte nahezu 200 Gäste dazu, das berühmteste Gewässer Nordbrandenburgs aufzusuchen.

Gäste kamen aus dem Amt Gransee und Gemeinden – aber nicht nur von dort.

Darunter waren naturgemäß viele Einwohner der Gemeinde Stechlin und der erweiterten Region sowie prominente Gäste: Bernd Halle zum Beispiel, der am Silvestertag noch Leiter der Polizeidirektion Nord war und seit dem 1. Januar im Ruhestand weilt. Oder der Geschäftsführer der Oberhavel-Holding, Klaus-Dieter Fischer: Er wanderte mit an den Stechlinsee. Begrüßt wurde auch Roy Lepschies, Leiter des Ziegeleiparkes Mildenberg. Ebenso mit auf den Weg machte sich Rüdiger Schubert, der sich als Abteilungsleiter für ländliche Entwicklung im Potsdamer Landwirtschaftsministerium auch sehr stark für die Oberhavelregion verwendet hat. „Er sorgte mit für Millionen-Investitionen“, sagte Frank Stege, Amtsdirektor des Amtes Gransee und Gemeinden, das gemeinsam mit der Gemeinde Stechlin und dem Amtsausschuss zum Silvesterspaziergang eingeladen hatte. Der Treff am letzten Tag des Jahres ist längst ein Muss für viele Menschen geworden. „Man sieht hier Leute, denen man lange nicht begegnet ist und kommt mit ihnen ins Gespräch“, sagt der Neuglobsower Wolfgang Scheffler, für den die Teilnahme ganz selbstverständlich ist. „Ein gesellschaftliches Ereignis für den Ort und ein guter Beginn für den Silvestertag.“

Verabschiedung von Renate und Klaus Fechner

Knapp 200 Spaziergänger fanden sich am Sonntag am Stechlinseecenter ein. Der Stechliner Bürgermeister Wolfgang Kielblock mutmaßte, dass die hohe Zahl der Teilnehmer durchaus auch mit der Verabschiedung des Ehepaars Fechner zu tun haben könnte. Renate und Klaus Fechner verwandelten den Silvesterspaziergang im vergangenen Jahrzehnt immer in eine Bildungstour. Die zertifizierten Natur- und Landschaftsführer und Literaturfreunde verbanden den Spaziergang stets mit der Historie, berichteten über Sagen, Anekdoten oder Episoden aus der Region. Das Ehepaar gab den Staffelstab jetzt weiter. „Wir haben uns im Sommer entschieden, aufzuhören und dies mitgeteilt“, sagte Klaus Fechner. „14 oder 15 Jahre haben wir die Wanderung geführt. Jetzt ist es genug. Bevor andere sagen, dass wir aufhören sollten, ging der Schritt von uns aus“, so Klaus Fechner.

Kleine Moräne nur im Stechlinsee

Ihren Part übernahmen am Silvestertag Mark Gessner, Leiter des Leibniz-Institutes für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Neuglobsow, sowie Mario Schrumpf, Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. Sie knüpften an die Machart der bisherigen Spaziergänge an, versorgten die Gäste mit Infos zum Stechlinsee und zum Naturpark. Den Naturpark gibt es seit 2001, er ist der elfte und letzte im Land Brandenburg und hat eine Größe von 68 000 Hektar. Eine der Besonderheiten des Stechlinsees, so Mario Schrumpf, sei die Existenz der Kleinen Moräne, die es in Brandenburg nur in dem See gebe. Sie würden auch gern Fontane-Moräne genannt. Mark Gessner erläuterte, dass der Stechlinsee einer der Seen weltweit ist, die am längsten untersucht werden. Eine Frage, der nachgegangen wird: „Was passiert mit dem Ökosystem bei der Veränderung der Einflüsse?“ Die Klarheit des Sees habe abgenommen, das werde auch weiterhin geschehen. Warum der Nährstoffgehalt im See in den vergangenen Jahren angestiegen sei, wisse man noch nicht. Vielleicht gibt es am Ende des Jahres 2018 eine Antwort. Am 31. Dezember wird es wieder einen Silvesterspaziergang geben.

Mitglieder des Laufparkes Stechlin stiegen traditionsgemäß am Silvestertag zum Abbaden in den Stechlinsee. Am Neujahrstag folgte die Prozedur im Menzer Roofensee: zum Anbaden.

Von Stefan Blumberg

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