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Der TAV war schneller als geplant

Straßenbau in Liebenwalde Der TAV war schneller als geplant

Die Seepromenade wird ausgebaut. Von der neuen Straße ist noch nicht viel zu sehen. Doch was darunter im Erdreich liegt, ist schon komplett neu:die Wasserleitungen. In Regie des TAV Liebenwalde wurden neue Rohre im Inlineverfahren eingebracht, ohne dass große Gräben entstehen mussten. Und das Beste: Die Baufirma ist zwei Wochen früher fertig geworden.

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Nicht sichtbar unter der Erde wurden neue Trinkwasserleitungen verlegt. Der Zweckverband hat seinen Teil getan. Der Straßenbau wird sich noch einige Zeit hinziehen.

Quelle: Robert Roeske

Liebenwalde. Das hört man nun wirklich selten bei einem Bauvorhaben. Aber der Trink- und Abwasserzweckverband Liebenwalde (TAV) hat seine Arbeiten in der Seepromenade zwei Wochen vorfristig erledigt. Die neuen Trinkwasserleitungen sind verlegt. „Der Endtermin war der 18. Mai, aber wir sind jetzt schon fertig“, sagt Verbandsingenieur Denny Kunz. Den größten Anteil daran haben die Männer der Firma Rohrleitungs- und Tiefbau GmbH aus Neubrandenburg (RTN). „Die Firma hat eine sehr gute Arbeit gemacht, ist sehr kompetent. Die Kommunikation mit den Leute hat gut geklappt“, meint Kunz.

Von Vorteil war sicher auch, dass Denny Kunz als neuer Verbandsingenieur die Planungen und die Baubegleitung, die bisher fremd vergeben wurden, selbst übernehmen konnte.

Dass der Leitungsbau vorfristig erledigt wurde, ist um so erstaunlicher, weil es während der Arbeiten ein Problem gab. Im Wasserwerk Liebenwalde hatte es vor knapp zwei Wochen, ausgerechnet am Sonntag, einen Stromausfall gegeben. Es musste eine Noteinspeisung aus dem Werk in Groß Schönebeck organisiert werden. Weil die Leute aber in dieser Zeit ihre Waserhähne geöffnet hatten, kam es zu Lufteinschlüssen in den Leitungen. Und zwar mehrere Tage lang. Das Problem konnte behoben werden. Ein glücklicher Umstand war, dass der Straßenbau in der Seepromenade sich erst anschließt. So dass für die Schadensbehebung an den Trinkwasserleitungen kein neuer Gehweg wieder aufgenommen werden musste. Der TAV zog sogleich eine Konsequenz aus diesem Vorfall und baute einen automatischen Be- und Entlüfter im Erdreich ein. „Das war in der Planung gar nicht vorgesehen“, sagt Denny Kunz.

In der Seepromenade sind nun 370 Meter neue Hauptwasserleitungen verlegt worden, von der Seestraße bis zur Einbindung an der Zehdenicker Straße. Fünf neue Hausanschlüsse wurden gebaut. „Da lagen noch alte Stahlleitungen“, erklärt der Verbandsingenieur. Auf den Grundstücken, wo bereits Polyethylen-Leitungen (PE-Leitungen) verlegt waren, musste diese nur neu eingebunden werden.

Die Trinkwasserleitung unter dem Stich zum Friedhof wurde nicht neu, sondern lediglich umverlegt.

An die Abwasserleitungen musste der TAV nicht rangehen. Die Kanäle stammen aus den Jahren 1995/96 und sind in gutem Zustand.

Als Kosten für das Trinkwasserprojekt in der Seepromenade schätzt der Verbandsingenieur etwa 60 000 Euro. Womit jeder Anlieger rechnen muss, wurde bereits in zwei Informationsschreiben aufgelistet. Ganz grob über den Daumen gepeilt schätzt Denny Kunz, müssen Anlieger mit PE-Rohren etwa 300 bis 400 Euro für ihren Hausanschluss zahlen. Für eine Neuverlegung statt der vorherigen Stahlrohre müssen die Eigentümer mit bis zu 2000 Euro rechnen. Die genauen Summen stehen aber erst nach der Vermessung und der Schlussrechnung fest. Die Bescheide sollen noch in diesem Jahr rausgehen.

In der Seepromenade geht es nun mit dem Straßenbau richtig weiter.

Von Andrea Kathert

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